27.09.2019

Crypto News der Woche 39/2019

Hyperledger und IOTA entwickeln Open-Source-Standard, erste Daimler-Transaktion im Marco Polo Netzwerk, Sibirien neuer Hotspot für Crypto Miner, Börse Stuttgart startet Handelsplatz für Digitale Assets u.v.m.

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Die Hyperledger Organisation will dazu beitragen, dass Blockchaintechnologie eine breite Adaption im unternehmerischen Alltagsgeschäft erfährt. 15 Softwareframeworks, Tool Kits und Bibliotheken hat das Dachprojekt der Linux Foundation hierfür bereits ins Leben gerufen. Wir stellen eine Auswahl von Ihnen vor. Dass diese Bemühungen auf prinzipiell fruchtbaren Boden treffen, legt eine aktuelle Studie von Global Market Insights nahe. Diese prophezeit dem weltweiten Blockchain-Markt im Jahr 2024 ein Volumen von mehr als 16 Mrd. USD. Digitale Umsätze generieren demnächst außerdem mehr als 25.000 französische Einzelhändler, die ab 2020 Bitcoin-Zahlungen anbieten wollen. Dies und mehr in den Crypto News der Woche.

Blockchaintechnologie

Am 23. September hat die IOTA Foundation via Tweed ihre Mitgliedschaft in der Linux Foundation bekanntgegeben. Gemeinsam will man unter dem Dach von Linux LF Edge an Schnittstellen und Standards für das Internet der Dinge (IoT) arbeiten. Ziel der Zusammenarbeit ist u.a. die Steigerung der Leistungsfähigkeit des IOTA-Protokolls in Bezug auf Sicherung, Skalierung und erhöhte Interoperabilität im Edge- und Fog-Bereich des Stacks. Außerdem will IOTA eine Brücke zu Hyperledger schlagen und arbeitet hierfür an einer Integration in mehreren Hyperledger Frameworks. Dies berichtet in dieser Woche Crypto Monday.

Unter den 70 von der Linux Foundation ins Leben gerufenen Open-Source-Organisationen gilt Hyperledger als die am schnellsten wachsende. Das Dachprojekt zur Förderung quelloffener Innovationen im Bereich Blockchain arbeitet u.a. mit Intel, IBM, ConsenSys oder IOTA zusammen. Wir stellen Ihnen einige der Projekte aus dem Hyperledger Greenhouse vor.

Blockchain im Alltag

Daimler und Dürr-Tochter Schenck wickeln Blockchain Transaktion im Marco Polo Netzwerk erfolgreich ab

Automobilhersteller Daimler hat seine erste Transaktion im Blockchain-basierten Marco Polo Trade Finance-Netzwerk erfolgreich absolviert. Dies berichtet in dieser Woche Coindesk. Im Rahmen der kommerziellen Pilottransaktion verarbeitete das Unternehmen Daten, die für den Zahlungsaustausch mit dem Ingenieurbüro und Teilehersteller Dürr erforderlich sind. Bei dem Pilotprojekt handelte es sich um einen Auftrags- und Liefervertrag für ein Auswuchtsystem der Dürr-Tochter Schenck über Marco Polo. Sobald die bestellte Ausrüstung geliefert wurde, wurden die Erfüllungsdaten in Marco Polo eingegeben und automatisch mit den vereinbarten Transaktionsdaten abgeglichen. Dadurch wurde eine unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung ausgelöst. Derzeit ist die Abwicklung traditioneller papierbasierter Zahlungen für internationale Handelstransaktionen üblich. Dies ist jedoch ineffizient und langwierig und erfordert nach Angaben der ebenfalls am Projekt beteiligten Landesbank Baden-Württemberg LBBW mehrere Systeme und eine Reihe von Vermittlern wie Logistikdienstleister, Versicherer und Zollbehörden. Der nun erfolgreiche Pilot - durchgeführt in „Minuten statt Tagen“ - hat die Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Blockchaintechnologie im Prozess für alle Parteien deutlich gemacht.

Studie: Blockchain-Markt im Jahr 2024 verfügt über ein Volumen von mehr als 16 Mrd. USD

In seiner Studie namens „Der Blockchain-Markt und seine Anbieter, Anwendungen, Nutzungsbereiche, regionalen Unterschiede, Marktanteile und Prognosen bis zum Jahr 2024“ versucht Global Markets Insights, einen umfangreichen Überblick über die Gesamtheit des Blockchain-Marktes zu geben. Allein App-Anbieter, also Dienstleister, die sogenannte dezentralisierte Apps (DApps) für verschiedenste Zwecke anbieten, werden gemäß der Autoren von 2018 bis 2024 ein jährliches Wachstum von 85% feststellen können. Lesen Sie im Bericht auf Cointelegraph, welche Bereiche darüber hinaus profitieren sollen und folgen Sie dem Link zur vollständigen Auswertung.

Cryptowährungen

Bitcoin Mining in Sibirien: Günstiger Strom ohne störende Nachbarn

In Sibirien haben billige Wasserkraft, kaltes Klima und verlassene sowjetische Industrieinfrastruktur die Region Irkutsk zu einem attraktiven Ort für Krypto-Miner gemacht. In der Stadt Bratsk liegt eines der größten Wasserkraftwerke Russlands. Der massive Damm und Generator speist die wachsenden Mining Farmen der Region. Der billige Strom zieht Miner aus allen Teilen der Welt an und macht die Region zu einem stetig wachsenden internationalen Mining-Zentrum. Bitcoin Mining Farms aus Russland sollen bereits jetzt über eine Gesamtleistung von 600 Megawatt verfügen. Damit leisten sie fast 10 Prozent der insgesamt 7 Gigawatt Strom, die das Bitcoin-Netzwerk weltweit unterstützen. Coindesk nimmt sie in dieser Woche mit auf die russischen Mining-Farmen.

Bitcoin en vogue: Ab 2020 Zahlungen in Bitcoin bei 25.000 französischen Einzelhändlern möglich

Bis Anfang 2020 wollen 30 große französische Einzelhändler in mehr als 25.000 Filialen Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Namhafte Unternehmen wie Decathlon, Intersport, Footlocker, die Kosmetikkette Sephora und der Möbelhändler Maisons Du Monde zählen dazu. Wie der Transaktionsprozess im Netzwerk genau ablaufen soll und welche Finanz-Dienstleister daran teilhaben, erläutert Cointelegraph.

Handel mit Cryptowährungen

“Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX)”: Börse Stuttgart startet Handelsplatz für digitale Assets

Der bereits Im März 2019 angekündigte gemeinsame Marktplatz für digitale Vermögenswerte von Börse Stuttgart, Axel Springer Verlag und dem Portal Finanzen.net hat offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Dies berichtet in dieser Woche T3n. Die „Börse Stuttgart Digital Exchange“ (BSDEX) handelt zunächst BTC gegen EUR, tokenisierte Wertpapiere sollen ab nächstem Jahr folgen. Die Börse Stuttgart ist nicht neu im Crypto-Business. Zu Beginn des Jahres hat man mit Launch der Bison App bereits eine mobile Variante digitaler Handelsoptionen für Privatanleger auf den Markt gebracht.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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