30.08.2019

Crypto News der Woche 35/2019

Bitwala: Deutsches Blockchain StartUp auf Expansionskurs, Wikipedia on board: neuer Publisher Coup für Brave-Browser, MessengerApp Telegram und Gram: heißester Konkurrent für Libra? u.v.m.

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Am 25. August wurde die neue Bitcoin Banking App von Blockchain-StartUp Bitwala via Pressemitteilung bekanntgegeben. Damit können Nutzer künftig ein deutsches Bankkonto mit einer integrierten Bitcoin Wallet via App eröffnen und anschließend nutzen. Wir stellen Bitwala vor. R3 Corda treibt seine Marktexpansion ebenso voran und erschließt nahöstliche Partnerschaften. Inzwischen setzt Manchester City mit Blockchain auf mehr Bewegung am Ball. Dies und mehr in den Crypto News der Woche.

Blockchain-Technologie

Neuer Coup für R3: Partnerschaft mit FinTech Wethaq aus Dubai öffnet weitere Märkte

Business-Blockchain Anbieter R3 strebt nach neuen Märkten. Nach der kürzlichen Expansion in Europa, namentlich in London und Dublin wurde in dieser Woche eine neue Partnerschaft mit dem in Dubai ansässigen Fintech Wethaq bekannt. Coindesk berichtet, dass Wethaq künftig die R3 Corda-Blockchain nutzen will, um Vorverkauf, Ausgabe, Management und Finanzisierung von Sukuk-Wertpapieren abzuwickeln. Dies sind islamische Finanzzertifikate, die Anleihen vergleichbar sind. Die gemeinsame Blockchain-Plattform soll Sukuk digitalisieren, um Kosten und Zeitaufwand für die Emission zu senken. Aktuell hemmen zahlreiche zwischengeschaltete Protagonisten wie Banken, Clearingstellen und Treuhänder den Ausgabeprozess. Mit R3 Corda sollen außerdem noch mehr Emittenten und Investoren gewonnen werden. David E. Rutter, CEO von R3 sieht optimistisch in die nahöstliche Zukunft der Zusammenarbeit: "In Saudi-Arabien und im Nahen Osten sehen wir ein großes Potenzial für Corda zur Modernisierung der Wirtschaft, und unsere Partnerschaft mit Wethaq ist ein Schritt in diese Richtung."

Blockchain im Alltag

Manchester City: Wenn Fußball auf Blockchain Gaming trifft

Premier League Champion Manchester City geht eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Unternehmen Superbloke ein. Dies berichtet in dieser Woche BTC-ECHO. Der blockchainbasierte Spiele-Entwickler Superbloke fokussiert sich unter anderem auf die Anwendung von Virtual Reality. Dementsprechend wird Manchester City ein Teil des Online Games FC Superstar aus dem Hause Superbloke sein. Dabei können Nutzer über Player Token verfügen und eigene virtuelle Fußball-Mannschaften zusammenstellen. Überhaupt bestehen wenig Berührungsängste am digitalen Ball. Neben Manchester City setzten in der Vergangenheit bereits der FC Arsenal London oder Juventus Turin auf Blockchain-Technologie im Kontakt mit Ihren Fans.

Token4Hope: Bargeldloses Pilotprojekt für Kryptospenden “Human2Human” erfolgreich abgeschlossen

Human2Human: Das laut den Verantwortlichen rund um das Wiener Hilfswerk avisierte Ziel der Entwicklung eines zu 100% transparenten und glaubwürdigen “Human2Human”-Spendensystems sei mit Abschluss des Pilotprojekts erreicht worden. Neben dem Wiener Hilfswerk beteiligten sich an der Durchführung das nachhaltige Energieprojekt Collective Energy und das Beratungsunternehmen BearingPoint. Dabei wurden sogenannte “Humanity Token” im Rahmen der Wiener Hilfswerk-Wohnungslosenhilfe an 48 bedürftige Familien ausgegeben. "58 Erwachsene und 82 Kinder – erhielten durch Gesamtspenden in Höhe von 10.700 Euro jeweils Token im Wert von 225 Euro", mit denen diese in den Sozialmärkten des Wiener Hilfswerks und im Secondhand-Laden New Chance einkaufen konnten. Welche Möglichkeiten sich durch diesen erfolgreichen Pilotstart in Zukunft für die gesamte Spendenwirtschaft ergeben, berichtet Cointelegraph.

Crypto-Währungen

Geheimtüftler Telegram: Erste Gram-Käufe schon im Oktober?

Laut Angaben von drei Investoren, die kürzlich mit Telegram gesprochen haben, plant der MessengerDienst, innerhalb der nächsten zwei Monate die ersten Chargen seines Token, das Gram, zu versenden. Die Gram-Wallets sollen außerdem 200-300 Millionen Nutzern der Telegram-Messaging-Anwendung weltweit zur Verfügung gestellt werden. Die Investoren, die laut einem Bericht der New York Times aufgrund unterzeichneter Geheimhaltungsvereinbarungen anonym bleiben möchten, bestätigten außerdem ein geplantes Testnet bereits im September. Ähnlich Libra hegt Telegram Ambitionen auf eine neue starke Online-Währung und will seinen Nutzern die Möglichkeit bieten, Geld überall auf der Welt zu bewegen. Bislang können mit der Telegram-App auf einfache Weise verschlüsselte Nachrichten via Smartphone gesendet werden. Die Grams sollen es in Zukunft ermöglichen, andere Waren im Telegram-Netzwerk zu kaufen und zu verkaufen. Bis dahin muss der sowohl unter Terroristen als auch Dissidenten beliebte Messenger-Dienst noch die Regulierungsbehörden überzeugen. Mit dem Sachverhalt vertraute Analysten rechnen hier jedoch nicht mit einer kurzfristigen Übereinkunft. 

Wie funktioniert Telegram?

Die TopTen-Messenger App Telegram | unternehmenswelt.de
Die TopTen-Messenger App Telegram | unternehmenswelt.de
Im März 2019 soll es soweit sein – „a new way of exchanging data“ verspricht der angesetzte Launch des Blockchain basierten Telegram Open Network. In einem eigens hierfür gestarteten private ICO Funding konnten 2018 in zwei Runden bereits 1,7 Mrd. USD durch den Tokenverkauf eingenommen werden. Dass die ohnehin mit End-to-End Encryption und Secret Chats aufwartende Instant Messenger App von Telegram noch zu verbessern ist, erscheint kaum vorstellbar. Welche Features die Platzierung von Telegram unter den TopTen der Messenger Apps rechtfertigen und ob ein Umstieg von z.B. WhatsApp Sinn machen könnte, betrachten wir in unserem Telegram Secret Chat.

BAT Kurs kurz vor einer Explosion? Brave gewinnt Wikipedia, Vimeo und Reddit als offizielle Publisher

Wie CRYPTO MONDAY in dieser Woche berichtet, konnte der Brave Browser eine der wohl prominentesten Websiten als neuen Partner für sich gewinnen. Dabei handelt es sich um keinen geringeren als die am 7. meisten aufgerufene Seite – Wikipedia. Eine so hoch frequentierte Website zu einem Partner zu machen, könnte mehr Akzeptanz für das Belohnungsprogramm des Unternehmens bringen. Wikipedia ist auch ein perfektes Versuchskaninchen, um zu testen, ob Brave Rewards eine wichtige Einkommensquelle für einen Publisher sein könnten. Schon in der vergangenen Woche wurden zwei neue Partnerschaften mit bekannten Webseiten öffentlich. Hier konnten die Mitarbeiter von Brave die werbefreie Video-Platform Vimeo und den Social-News-Aggregator Reddit für ihr Netzwerk gewinnen. Für den BAT-Kurs sind dies definitv positive Nachrichten. 

Aufmerksamkeit als digitale Währung: So funktioniert BAT

Der Basic Attention Token im Portrait | unternehmenswelt.de
Der Basic Attention Token im Portrait | unternehmenswelt.de
Mit seinem ICO im Mai 2017 schaffte es BAT CEO Brendan Eich BAT-Token im Wert von 3 Mio. USD in weniger als 1 min zu verkaufen. Um sein Konzept einer Blockchain-basierten digitalen Werbelandschaft zu verwirklichen, setzt er seither auf potente Partnerschaften und zahlreiche User Incentives. Dazu zählt u.a. die jüngst im Februar 2019 gestartete Aktion mit Coinbase zur weiteren Verbreitung des BAT Browsers Brave im Wert von 5 Mio. USD. Mehr Datenschutz für Verbraucher, mehr Revenue für Content-Anbieter im Netz und ein wahrhaft zielgerichtetes Online-Marketing soll durch das Dreamteam Brave & BAT erzielt werden. Wir haben den Trailer der wichtigsten BAT Features für Sie geschnitten.

Handel mit Crypto-Währungen

Bitwala: Blockchain Banking mit Bafinlizenz

Es begann bereits 2013 mit der Idee dreier Freunde, Dinge des täglichen Bedarfs auch mit Bitcoin bezahlen zu können. In Ermangelung eines solchen Angebots beschlossen Ben Jones, Jan Goslicki und Jörg von Minckwitz genau dies zu entwickeln. Wie Sie es geschafft haben, trotz Fuck Up-Moment mit neuem Produkt noch stärker zurückzukehren, lesen Sie in unserer Crypto-Gründerstory.

Künstliche Intelligenz und IoT

Enormer Rechenbedarf für maschinelles Lernen: Wirkt KI als nächster Klimakiller?

Bei einer Konferenz in San Francisco kam kürzlich Gary Dickerson auf die Bühne und machte eine erstaunliche Vorhersage. Der Chef des Halbleiterkonzerns Applied Materials, der viele Unternehmen der Branche versorgt, warnte davor, dass bis 2025 die Rechenzentren, in denen heute KI-Algorithmen laufen, ein Zehntel des gesamtem Stromverbrauchs der Welt auffressen könnten. Verhindern lasse sich dies nur durch "signifikante Innovationen" sowohl bei Chipmaterialien, Produktion und Design. Welche dies sind und ob Hyperscale-Rechenzentren zur Lösung des Problems beitragen können, erfahren Sie im Hintergundbericht der Technology Review.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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