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30.08.2013

Metro, BASF, Daimler und Co. bauen immer mehr eigene Kraftwerke

Energie ist teuer! Jeder der auf seine private oder gewerbliche Stromabrechnung schaut, weiß das. Deutschland ist dabei im Vergleich zu anderen EU-Staaten auf einem sehr hohen Niveau. 2012 war der Strom zum Beispiel nur noch in Zypern noch teurer. Das da die Klagen deutscher Unternehmen immer lauter werden, versteht sich von selbst, denn hohe Energiekosten sind insbesondere in der Industrie ein entscheidender Wettbewerbsnachteil.

Energie ist teuer! Jeder der auf seine private oder gewerbliche Stromabrechnung schaut, weiß das. Deutschland ist dabei im Vergleich zu anderen EU-Staaten auf einem sehr hohen Niveau. 2012 war der Strom zum Beispiel nur noch in Zypern noch teurer. Das da die Klagen deutscher Unternehmen immer lauter werden, verstehet sich von selbst, denn die hohen Energiekosten sind insbesondere für die Industrie ein Wettbewerbsnachteil.

Immer mehr deutsche Großkonzerne finden dafür jetzt eine unkonventionelle Lösung. Sie bauen eigene Kraftwerke, um ihre Betriebe mit Strom zu versorgen. Diese Kraftwerke produzieren dabei nicht unbedingt energieeffizienter aber steuereffizienter. So lassen sich Kosten, die mit dem Bezug von Strom und Wärme verbunden sind (zum Beispiel Netzentgelte oder EEG-Umlage), einsparen.

Auf diesem Trend springen jetzt immer mehr Firmen auf. “Jeder, der kann, versucht dem System zu entkommen und baut eigene Kraftwerke.” so Manuell Frondel (Energieexperten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung). Das hat allerdings einen Haken: Das, was Großkonzerne an der Ökostrom-Umlage sparen, müssen kleine und mittelständische Unternehmen sowie die Privathaushalte zusätzlich zahlen. Da der Bau von Kleinkraftwerken stetig zunimmt, wird der Staat wohl bald eingreifen, so Frondel.

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Sven Philipp