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Existenzgründung: Meist fehlt der Unternehmergeist

Arbeitslosigkeit ist für sechs von zehn Gründern das Hauptmotiv, um sich selbstständig zu machen. Viele sehen im eigenen Mini-Unternehmen auch die Chance auf ein höheres Einkommen als mit Hartz IV. Demgegenüber sind Gründungen aus unternehmerischer Berufung heraus in der Minderheit allerdings starten diese Extenzgründer meist mit besserer Vorbereitung in die Selbstständigkeit.

Arbeitslosigkeit ist für sechs von zehn Gründern das Hauptmotiv, um sich selbstständig zu machen – das ist ein Ergebnis des „Gründerreport 2010“ des Deutschen Industrie- und Handelkammertags (DIHK). Viele sehen im eigenen Mini-Unternehmen auch die Chance auf ein höheres Einkommen als mit Hartz IV. Demgegenüber sind Gründungen aus unternehmerischer Berufung heraus in der Minderheit allerdings starten diese Extenzgründer meist mit besserer Vorbereitung in die Selbstständigkeit.

Selbstständige, die vornehmlich von unternehmerischem Pioniergeist getrieben sind, sind in der Regel besser vorbereitet auf das, was sie erwartet, während fast zwei Drittel derjenigen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, die Besonderheit ihrer Geschäftsidee nicht klar umreißen können – bei den überzeugten Selbstständigen sind es „nur“ 38 Prozent. Kaufmännische Defizite hat die IHK bei 61 Prozent der Gründer aus der Arbeitslosigkeit heraus ausgemacht – im Gegensatz zu 39 Prozent der hochmotivierten Neuunternehmer. Auch können 55 Prozent der arbeitslosen Existenzgründer ihre künftige Kundenzielgruppe nicht klar beschreiben – im Gegensatz zu 35 Prozent der Gründer mit Unternehmergeist.

All dies sind Fehler, die zukünftig den Gründungszuschuss kosten können, denn die Arbeitsagenturen sind gezwungen, dem rigiden Sparkurs der Bundesregierung zu folgen. Jeder Businessplan, jeder Antrag auf die staatliche Finanzspritze wird derzeit strenger geprüft als je zuvor, deshalb ist eine gute Vorbereitung das A und O, um den existenzsichernden Zuschuss nach wie vor zu erhalten.

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Verena Freese