24.08.2010

Deutschlands Business Angels investieren weniger als in den Vorjahren

Das E-Business ist für Investoren am attraktivsten

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Viele Unternehmen greifen während oder nach ihrer Unternehmensgründung auf die Hilfe von Business Angels zurück. Business Angels investieren risikotragendes Kapital, sie bringen ihr Know-how in das Unternehmen ein und verfügen über ein umfangreiches Kontaktnetzwerk. Eine Umfrage macht jetzt allerdings deutlich, dass die Investitionsfreudigkeit der Business Angels im Moment nicht sehr hoch zu sein scheint.

Viele Unternehmen greifen während oder nach ihrer Unternehmensgründung auf die Hilfe von Business Angels zurück. Business Angels investieren risikotragendes Kapital, sie bringen ihr Know-how in das Unternehmen ein und verfügen über ein umfangreiches Kontaktnetzwerk. Eine Umfrage macht jetzt deutlich, dass die Investitionsfreudigkeit der Business Angels im Moment nicht sehr hoch ist. Das aktuelle Business Angels Panel, welches unter anderem vom Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND) erstellt wird, zeigt, dass Deutschlands Gründungsfinanzierer im Moment weniger investieren als bisher.

Von den knapp 40 befragten deutschen Business Angels investierte im zweiten Quartal dieses Jahres jeder Einzelne im Durchschnitt 13.284 Euro - zum Vergleich: vor einem Jahr war die Summe knapp viermal so hoch und vor fünf Jahren betrug sie das Zehnfache. Ein Stimmungstrend ist also deutlich auszumachen. Roland Kirchhof, Vorstand des BAND, führt dies auf den immer stärkeren Zusammenschluss von Business Angels zurück. Der Beitrag pro Business Angel sinke dadurch. Außerdem seien Unternehmensbeteiligungen jetzt als Folge der Wirtschaftkrise mit weniger Geld möglich, was die Investitionssummen sinken lasse, so Kirchhof.

Der Umfrage zufolge sind Investitionen in den Bereichen Web-Services und E-Business für 62% der befragten Business Angels am attraktivsten. Die bei den Investoren bisher beliebteste Branche Umwelttechnik wurde auf Platz 2 verdrängt (59%). Dicht gefolgt wird dieser Bereich von den Branchen Medizintechnik und Life Sciences (beide jeweils 54%). Jeder vierte Befragungsteilnehmer empfindet dagegen die Bereiche EDV-Hardware und Finanzdienstleistung als unattraktiv. Was die Größe der Beteiligung angeht, so setzten die Investoren im zweiten Quartal des Jahres eher auf das Prinzip „weniger ist mehr“. 55% aller bestehenden Beteiligungen bezogen sich auf weniger als 10% des Unternehmenswertes. Mehrheitsbeteiligungen wurden nicht gemeldet.

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Kristin Lux

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