Businessplan ambulanter Pflegedienst

Wir erklären Ihnen was bei einem Businessplan in der mobilen Pflege zu beachten ist

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Sie planen sich mit einem ambulanten Pflegedienst selbstständig zu machen? Dann hilft Ihnen beim Start und mit den ersten Schritten ein fundierter Businessplan. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Geschäftsplan für Ihre Pflegedienstleistungen erstellen.

Ein Businessplan kann besonders zum Start des Pflegedienstes sehr hilfreich sein

Laut pflegemarkt.com waren 2017 rund 3 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Durch das steigende Durchschnittsalter (aktuell über 17 Millionen Menschen über 65) wird der Bedarf weiter steigen. Rund 2 Millionen Menschen werden zu Hause versorgt und benötigen ggf. einen ambulanten Pflegedienst zu Unterstützung der Angehörigen bei der Pflege.

Bundesweit sind aktuell rund 14.700 Pflegedienste aktiv, Zahl steigend. Pflegemarkt.com hat auch die Anzahl der Pflegedienste pro 10.000 Einwohner ausgewertet. Besonders wenige Dienste es demnach in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein, während die Dichte an ambulanter Pflege in Brandenburg, Hamburg und Niedersachsen eher hoch ist.

Grundsätzlich können aktuell aber Standorte sowohl in ländlichen Gegenden als auch in Städten sinnvoll sein. Ein Businessplan bietet Ihnen Unterstützung bei der Definition Ihres Standortes und hilft, alle Fragen zu Gründung und zu den ersten Geschäftsjahren zu planen.

Ambulante Pflegedienste können je nach Personalzahl einen nicht unerheblichen Kapitalbedarf (z.B. für Fuhrpark oder Personalkosten) mit sich bringen. Entsprechend wichtig ist der Businessplan so nicht nur für Ihre persönliche Planung, sondern auch für die Beantragung einer Finanzierung oder von Fördermitteln.

Die wichtigsten Fragen, die mit dem Businessplan für Pflegedienste beantwortet werden sollten

Grundsätzlich folgt ein Businessplan auch für Pflegedienste einigen formellen Regeln und besteht zumeist aus folgenden Bestandteilen:

  1. Executive Summary – Eine Zusammenfassung Ihres Konzepts für Ihren Pflegedienst und einer Begründung warum Sie selbst als GründerIn am besten dazu geeignet sind, diese umzusetzen.
  2. Geschäftsidee – Eine genaue Beschreibung Ihres Pflegekonzepts von angebotenen Leistungen bis hin zu geplanten Maßnahmen im Qualitätsmanagement.
  3. Gründerprofil – Überzeugen Sie die Leser von sich als GründerIn. Vor allem sollten hier Ihre fachliche Eignung als Pflegefachkraft und die Kenntnis der wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen im Fokus stehen.
  4. Markt und Wettbewerb – Wie sieht die Konkurrenz an dem geplanten Standort für Ihren mobilen Pflegedienst aus? Eine Standortanalyse (wie eingangs grob skizziert) kann hierbei helfen.
  5. Marketing und Vertrieb – Wer ist Ihre Zielgruppe und über welche Kanäle wollen Sie neue Kunden für die ambulante Pflege gewinnen?
  6. Unternehmensorganisation – Mitarbeiter sind der entscheidende Faktor in der ambulanten Pflege da alle als Einzelkämpfer arbeiten. Beschreiben Sie hier auch, wie das Qualitätsmanagement aussehen und das Team motiviert werden soll.
  7. SWOT Analyse – Analysieren Sie Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, um zu zeigen, dass Sie bereit sind sich selbst weiterzubilden.
  8. Finanzierung – Der Zahlenteil ist ebenso wichtig wie die Geschäftsidee selbst. Der Kapitalbedarf kann größer sein bei Pflegediensten mit steigender Zahl an Mitarbeitern. Deswegen ist es ganz entscheidend hier vorausschauend zu planen.

Bei all den genannten Punkten kann Ihnen unser Businessplan Muster in unserem Businessplan Tool weiterhelfen. Dort finden Sie vorbereitete Texte, die Sie individuell anpassen, ganz einfach formatieren und herunterladen können.

Businessplan kostenfrei erstellen

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Was bei der Gründung eines ambulanten Pflegedienstes ins Besondere zu beachten ist

Gründerprofil, Organisation und Rechtliche Voraussetzungen

Fachliche Kenntnisse sind eines der wichtigsten Kriterien bei der Gründung eines ambulanten Pflegedienstes. Pflegedienstleitung und Stellvertreter müssen zwingend examinierte Pflegekräfte sein.

Als GründerIn des Pflegedienstes kommen aber noch viele weitere Verpflichtungen auf Sie zu. Auch dafür müssen Sie im Businessplan Ihre fachliche Qualifikation fundiert begründen. Sie sind verantwortlich für die Einhaltung der Qualitätsstandards Ihres Pflegeteams.

Verschiedenste Gesetze, Verordnungen und Richtlinien regeln diese einzuhaltenden Qualitätskriterien. Dazu zählen u.a.:

  • Pflegeversicherungsgesetz im Bundessozialhilfegesetz (BSHG)
  • Ausbildungs- und Prüfverordnung für Pflegeberufe
  • Pflege- und Qualitätssicherungsgesetz
  • Gesetz zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Infektionsschutzgesetz

Diese Gesetze und Verordnungen stellen u.a. Anforderungen an die Pflegeleistung selbst, Räumlichkeiten, verwendete Geräte, Pflege- und Hilfsmittel sowie die Erreichbarkeit Ihres Pflegedienstes.

Zudem sind Sie dafür verantwortlich die Prozessqualität (Tagesplanung, Pflegeplanung, Pflegeanamnese und -dokumentation, Beratung der Angehörigen, Zusammenarbeit mit Ärzten etc.) zu gewährleisten.

Sofern Sie Mitarbeiter planen, müssen Sie hier ebenfalls für die Einhaltung der Qualitätsstandard sorgen und das Team aus mobilen Einzelkämpfern zusammenhalten. Streben Sie eine Krankenkassenzulassung an, sind mindestens 4 Mitarbeiter notwendig. Wichtig ist von Anfang an dafür, dass Sie einen Plan zur Akquise geeigneter Pflegefachkräfte in einem umkämpften Wettbewerbsumfeld entwickeln.

Formelle Gründungsvoraussetzungen im Pflegedienst

Wie auch bei anderen Geschäftsgründungen sollten Sie zudem über die Wahl der richtigen Rechtsform nachdenken, die ggf. weitere Kosten und Verpflichtungen mit sich bringt. Eine Anmeldung des Gewerbes in Ihrer Gemeinde ist zudem verpflichtend.

Die Zulassung als Pflegedienst können Sie dann bei der Pflegekasse des zuständigen Landesverbandes beantragen.

Finanzierung der Gründung des Pflegedienstes

Wie eingangs beschrieben, ist der Zahlenteil ein sehr wichtiger Bestandteil des Businessplans. Hier planen Sie Ihre Kosten für die Gründung, erstellen aber auch Umsatz- und Kostenprognosen für die ersten Geschäftsjahre. Folgende Kosten sollten Sie bei Ihrer Planung nicht vergessen:

Kosten bei der Gründung

  • Kosten zur Anschaffung/Anmeldung des Fuhrparkes (abhängig von der Mitarbeiteranzahl)
  • Ausstattung Büro- /Geschäftsräume
  • Anschaffung Pflegehilfsmittel und Erstanschaffung Pflege- und Verbrauchsmaterialen sowie Arbeitskleidung
  • Marketingkosten zur Kundengewinnung (Flyer, Webseite etc.)
  • Kosten für Anmeldungen und Genehmigungen
  • Ggf. Kosten für Rechtsberatung vor Start des Pflegedienstes

Laufende Kosten

  • Gehälter (Für Sie selbst und Ihre MitarbeiterInnen, sowie Kranken- und Pflegeversicherung)
  • Kosten Betrieb und Instandhaltung Fuhrpark (Kraftstoff, KfZ Steuer, GEZ, Leasing, Kreditrate, Versicherung)
  • Miete Büro
  • Werbung
  • Pflegematerialien und Verbrauchsmaterial
  • Arbeitskleidung
  • Versicherungen und Beiträge
  • Rechts- und Steuerberatungskosten

Mit unserem Businessplan Tool unterstützen wir Sie schnell und einfach bei der Erstellung Ihres Businessplans und auch bei der Finanzplanung. Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern.

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