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04.12.2018

Umsatzprognose im deutschen Onlinehandel 2018: 63 Milliarden Euro

Der Onlinehandel in Deutschland wächst weiter, um etwa 5 Milliarden Euro im Jahr 2018. Neue Angebote, bessere Services und stärkere Nachfrage bei höheren Altersgruppen sind der Grund. Ein weiterer deutlicher Trend: Amazon dominiert das Onlinegeschäft, nur 25 Prozent der Umsätze sind unabhängig vom Branchenriesen.

Der Onlinehandel in Deutschland wächst weiter. Gegenüber dem Vorjahr sagt das Institut für Handelsforschung Köln (IFH) in seinem Branchenreport Onlinehandel ein Wachstum von 10 Prozent voraus. Dahinter steht ein deutscher Gesamtumsatz im E-Commerce von 63 Milliarden Euro gegenüber 58 Milliarden Euro im Jahr 2017.

„Anbieterseitig treiben vor allem neue Angebote und bessere Services das Marktwachstum an. Weitere Dynamik gewinnt das Onlinesegment durch die verstärkte Nachfrage von Onlineshoppern aus höheren Altersgruppen“, erklärt Studienautor Hansjürgen Heinick vom IFH die Ergebnisse.

Wachstum vor allem von Amazon getragen

Von diesem Wachstum profitiert vor allem Amazon, das am deutschen Markt den Onlinehandel anführt. Einerseits wächst das eigene Handelsgeschäft des Onlineriesen, andererseits gewinnt auch das Marktplatzgeschäft an Bedeutung. So findet 25 Prozent des deutschen Onlinehandels auf Amazon Marketplace statt, Amazons eigener Handel macht 21 Prozent aus.

„Amazonisierung“ des Onlinehandels

Aber nicht nur Eigenverkäufe und das Marktplatzgeschäft machen Amazon so dominant. Viele Onlineshopper nutzen den Marktplatz auch als Produktsuchmaschine und zum Preisvergleich. Damit beeinflusst der Internetkonzern weitere 29 Prozent der Onlineumsätze in Deutschland. Nur noch 25 Prozent der Umsätze sind damit unabhängig von Amazon.

Allerdings variiert der Anteil von Amazons Einfluss je nach Branche. Dr. Eva Stübner vom IFH meint deswegen: „Noch können sich einzelne Branchen gegen die Marktmacht von Amazon behaupten. Aber: Der Einfluss Amazons auf die Kaufentscheidungen insgesamt ist bei einer Vielzahl von Produkten heute schon enorm hoch. Für Händler und Hersteller gilt es, eigene qualitative Zugänge zum Kunden zu erarbeiten.“

Die Studie „Branchenreport Onlinehandel, Jahrgang 2018“ basiert auf den Ergebnissen der Vorjahresstudie des IFH und wurde für 2018 überarbeitet. Mehr dazu auf den Seiten des IFH Köln