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27.08.2013

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Das neue Ausbildungsjahr beginnt bald und noch immer sind viele Lehrstellen unbesetzt. In ihrer zentralen Lehrstellenbörse verbucht die Industrie- und Handelskammer ca. 10.000 freie Ausbildungsstellen. Die Agentur für Arbeit meldet noch im Juli mehr als 140.000 Ausbildungsstellen die unbesetzt sind. Die Not an Auszubildenden lässt die Unternehmen jetzt immer kreativer werden.

Das neue Ausbildungsjahr beginnt bald und noch immer sind viele Lehrstellen unbesetzt. In ihrer zentralen Lehrstellenbörse verbucht die Industrie- und Handelskammer ca. 10.000 freie Ausbildungsstellen. Die Agentur für Arbeit meldet noch im Juli mehr als 140.000 Ausbildungsstellen die unbesetzt sind. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Gerade in Ostdeutschland ist der Bedarf groß. Die Not an Auszubildenden lässt die Unternehmen jetzt immer kreativer werden.

1.000 Euro "Begrüßungsgeld" zählt ein sächsischer Bäckermeister seinen Azubis, wenn sie die viermonatige Probezeit erfolgreich bestehen. Jetzt könnte man denken, junge Arbeitssuchende stehen Schlage, um bei diesem Betrieb ihre Ausbildung zu machen. Dem ist aber nicht so. Mario Dietrich sucht noch immer zwei Bäcker- und vier Verkäuferlehrlinge.

Da in vielen Bereichen der Wirtschaft die Lage ähnlich ist, bieten immer mehr Unternehmen ihren Auszubildenden Zugaben an. Kostenloses Frühstück, höhere Gehälter, Tankgutscheine, Zuschüsse für Bus und Bahn, Smartphones oder Dienstwagen, die Kreativität der Unternehmen kennt keine Grenzen.

Der Grund für den Mangel an Auszubildenden ist einerseits die abnehmende Zahl an Jugendlichen. Allein in den neuen Bundesländern hat sich die Anzahl der Schulabgänger im letzten Jahrzehnt halbiert. Anderseits nimmt der Trend zum Studium zu. Gleichzeitig klagen aber auch viele Unternehmen, dass die Bewerber einfach nicht mehr den Anforderungen entsprechen.

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Sven Philipp