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31.05.2013

Tageslicht fördert Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Wer viel arbeitet braucht optimale Leistungsfähigkeit. Das betirfft Existenzgründer, junge Unternehmer und motivierte Arbeitnehmer gleichermaßen. Ideale Lichtverhältnisse in Büroräumen erzielt man durch eine größtmögliche Nutzung von Tageslicht. Dieses hat einen bedeutenden Einfluss auf unseren Biorhythmus, indem es etwa die Produktion der Hormone Serotonin und Melatonin anregt.

Wer viel arbeitet braucht optimale Leistungsfähigkeit. Besonders in der ersten Phase der Selbstständigkeit stößt man dabei oft an seine körperlichen Grenzen. Ideale Lichtverhältnisse in Büroräumen erzielt man durch eine größtmögliche Nutzung von Tageslicht. Denn wissenschaftliche Untersuchungen konnten belegen, dass das natürliche Licht einen bedeutenden Einfluss auf unseren Biorhythmus hat, indem es etwa die Produktion der Hormone Serotonin und Melatonin anregt.

Ersteres wird in unserem Gehirn vor allem am Vormittag ausgeschüttet, wenn der Blauanteil im Tageslicht überwiegt. Serotonin wiederum wirkt sich positiv auf unsere Motivation, Konzentration und Leistungsfähigkeit aus und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

Die Produktion von Melatonin hingegen setzt an den späten Nachmittagsstunden ein, wenn im dämmrigen Sonnenlicht der Rotanteil am höchsten ist. Es wirkt beruhigend und stimmt uns auf einen entspannten Feierabend ein.

Beide Hormone sind für unseren Tag-Nacht-Rhythmus wichtig; ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden beugt Schlafstörungen vor und verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand.

Diese Erkenntnisse versucht auch die Lichttechnik in ihren innovativen Lösungen, darunter etwa Vollspektrumlampen, Tageslichtleitsystemen und Lichtsteuerungssystemen, gerecht zu werden. Letztere ahmen das sich im Tagesverlauf ändernde Sonnenlicht nach und schaffen somit auch bei langer Arbeitszeit optimale Arbeitsbedingungen.

Optimale Beleuchtung im Büro
Die wichtigsten Kriterien, die jede gute künstliche Beleuchtung erfüllen muss, bestehen darin, für eine angemessene Helligkeit entsprechend der im Raum ausgeübten Tätigkeiten zu sorgen sowie flimmerndes Licht, störende Schatten und Blendungen, sei es durch direktes Licht und durch Reflexionen auf glänzenden Oberflächen, zu vermeiden.

Das allgemeine Raumlicht
Damit wir Dinge in ihrer räumlichen Dimension besser wahrnehmen und ihre Details deutlicher erkennen können, bedarf es eines gewissen Maßes an Schattigkeit. Realisiert wird dies durch eine Kombination aus diffuser, indirekter Beleuchtung und einer gerichteten, direkten Beleuchtung.

Für die Grundbeleuchtung in Büroräumen kommen daher gern Deckenleuchten mit Spiegelrastern zum Einsatz, die einerseits direktes Licht spenden, andererseits aber auch durch die Verspiegelungen einen Teil des Lichts an die Wände strahlen, die es wiederum sanft in den Raum abgeben und so zu einer gleichmäßigen Ausleuchtung beitragen.

Neben Ein- und Anbauleuchten für die Decke werden gerade in Büros mit hoher Raumhöhe gern Pendelleuchten bzw. Stehleuchten eingesetzt. Sie sind ab einer Deckenhöhe von drei Metern generell zu empfehlen. Denn je höher eine Lichtquelle angebracht wird, desto geringer ist die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz und desto höher muss demzufolge auch die Leistung der eingesetzten Leuchtmittel sein, um die geforderten Mindestwerte erzielen zu können. Für die Allgemeinbeleuchtung in Büros ist etwa eine Beleuchtungsstärke von mindestens 300 Lux vorgeschrieben.

Licht am Schreibtisch
Neben einer gleichmäßigen Raumbeleuchtung bedarf es einer flexiblen Arbeitsplatzbeleuchtung, die individuell an die jeweiligen Sehaufgaben angepasst werden kann. Für die Schreibtischoberfläche wird eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux gefordert. Für anspruchsvolle Sehaufgaben wie etwa CAD erhöht sich dieser Wert sogar bis auf 1.000 Lux.

Obendrein fordern Arbeitsfelder wie Web- und Grafikdesign von den eingesetzten Leuchtmitteln eine sehr gute Farbwiedergabe, die auf der Verpackung mit dem Wert Ra angegeben wird und mindestens 95 bis 100 betragen sollte.

Wer bereits bei der Bürogestaltung weiß, an welcher Stelle der Schreibtisch stehen wird, der kann etwa die Deckenbeleuchtung genau darüber anbringen und so für optimale Lichtverhältnisse sorgen; der Rest des Raumes kann dann etwa mit energiesparenden Downlights beleuchtet werden. Sehr zu empfehlen ist im Übrigen, für den Schreibtisch einen Standort parallel zum Fenster zu wählen, da man so das aktivierend wirkende Tageslicht am besten nutzen kann.

Zur arbeitsplatzbezogenen Beleuchtung gehört weiterhin die Schreibtischleuchte, welche idealerweise über eine an mehreren Punkten bewegliche Struktur verfügt und so eine punktgenaue Ausrichtung des Lichts erlaubt. Auch dimmbare Modelle sind sehr vom Vorteil, um für das Lesen von Dokumenten ein helles Licht mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 750 Lux und für die Arbeit am Bildschirm eine sanfte Hintergrundbeleuchtung einstellen zu können.

Schließlich verfügt ein Büro neben dem Schreibtisch als Arbeitsplatz in der Regel auch über Schränke und Regale, an denen wir etwa bestimmte Informationen aus Unterlagen heraussuchen. Auch hier sieht die Arbeitsstättenverordnung bestimmte Mindestwerte für die (vertikale) Beleuchtungsstärke vor. So sind für Lese- und Schreibaufgaben 175 Lux als Minimum vorgegeben.

Über den Autor

Verena Freese