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30.11.2010

Hohe Gründungsaktivität im Jahr 2010

Vor allem während des derzeitigen Konjunkturaufschwungs ist es für Analysten immer wieder interessant, auf das Gründungsgeschehen und die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland zu schauen. Eine aktuelle Analyse macht jetzt deutlich, dass sich das Jahr 2010 in Sachen Gewerbeanmeldung von seiner besten Seite gezeigt hat. Auch die Anzahl der Insolvenzen ist stark zurückgegangen.

Vor allem während des derzeitigen Konjunkturaufschwungs ist es für Analysten immer wieder interessant, auf das Gründungsgeschehen und die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland zu schauen. Eine aktuelle Analyse macht jetzt deutlich, dass sich das Jahr 2010 in Sachen Gewerbeanmeldung von seiner besten Seite gezeigt hat. Auch die Anzahl der Insolvenzen ist stark zurückgegangen.

Wie die Unternehmensgruppe Creditreform jetzt verlauten ließ, ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen im Jahr 2010 stark angestiegen und befindet sich jetzt auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Bundesweit konnten 895.000 Anmeldungen verzeichnet werden. Das sind 3,5 % mehr als im vergangenen Jahr (2009: 864.500). Auch die Zahl der Neueintragungen ins Handelsregister ist laut Erhebung um 6,6 % auf 105.430 Gründungen gestiegen. Die Analysten führen diese stärkeren Gründungsaktivitäten auf günstigere Gründungsbedingungen sowie auf die weniger restriktive Gründungsfinanzierung zurück. In Bezug auf Handelsregisterneueintragungen führen die Flächenländer Nordrhein-Westfalen (24.000), Bayern (18.720) und Baden-Württemberg (10.820) die Liste der Unternehmensgründungen in diesem Jahr an.

Positives gibt es auch im Bereich Insolvenzgeschehen zu vermelden. Die Anzahl der Insolvenzen ist laut Creditreform 2010 weitaus kleinteiliger als noch 2009. 2010 verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 2,5 Prozent auf 32.100 Fälle (2009: 32.930 Fälle). Die von der Insolvenz betroffenen Unternehmen waren in den meisten Fällen Kleinstunternehmen mit höchstens fünf Beschäftigten (79 %). Großunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern machten 2010 lediglich 0,6 Prozent (2009: 1,1 Prozent) aller registrierten Insolvenzfälle aus.

Über den Autor

Kristin Lux