27.01.2011

Aufbewahrungspflicht bei Bargeschäften

Regelungen des HGB gelten auch bei Verwendung von Registrierkassen

Aus steuerlichen Gründen sind Kaufleute verpflichtet, ihre Geschäftsunterlagen gemäß geltender Aufbewahrungsvorschriften für einen bestimmten Zeitraum aufzuheben, so will es das Handelsgesetzbuch (HGB). Vor allem bei Bargeldgeschäften gelten strenge Kriterien für die Aufbewahrung. Unternehmer, die beispielsweise mit Registrierkassen, Wegstreckenzählern oder Taxametern arbeiten, haben einiges zu beachten.

Aus steuerlichen Gründen sind Kaufleute verpflichtet, ihre Geschäftsunterlagen gemäß geltender Aufbewahrungsvorschriften für einen bestimmten Zeitraum aufzuheben, so will es das Handelsgesetzbuch (HGB). Vor allem bei Bargeldgeschäften gelten strenge Kriterien für die Aufbewahrung. Unternehmer, die beispielsweise mit Registrierkassen, Wegstreckenzählern oder Taxametern arbeiten, haben einiges zu beachten.

Ob in Gastronomie, Einzelhandel oder im Taxibetrieb: Unterlagen, die mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems, beispielsweise mit manuellen Kassen oder PC-Kassensystemen, erstellt werden, sind im Rahmen der Aufbewahrungspflicht aufzubewahren und jederzeit verfügbar zu machen. Alle steuerlich relevanten Einzeldaten, inklusive der mit den Geräten erstellten Rechnungen, müssen komplett aufbewahrt werden. Dabei besteht eine Einzelaufzeichnungspflicht, das heißt eine Verdichtung der Daten oder lediglich die Speicherung der Rechnungsendsummen reicht nicht aus.

Das Bundesfinanzministerium hat jetzt darauf hingewiesen, dass diese Regeln zur Aufbewahrung, stetigen Verfügbarkeit und maschinellen Auswertbarkeit auch für Registrierkassen gelten. Es reicht also hier nicht aus, elektronisch erstellte Vorgänge oder Rechnungen einfach auf Papier auszudrucken, sondern der Finanzprüfer oder Steuerberater muss im Falle einer Betriebsprüfung die Daten maschinell auswerten können. Benutzt ein Unternehmer Geräte, die aufgrund ihrer Bauart die Speicherung aller relevanten Daten nicht möglich machen, können die Geräte zunächst weiterverwendet werden. Die erforderlichen Daten müssen aber auf einem externen Datenträger unverändert gespeichert und so maschinell lesbar sein. Diese Übergangsregelung gilt bis zum 31. Dezember 2016.

Über den Autor

Kristin Lux

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
02.01.2017

Unternehmernews der Woche 1/2017

Unternehmerstories 2016, kostenfreie Vorlagen für Unternehmer, Neuregelungen ab Januar 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 1/2017

Als erstes wünschen wir unseren Mitgliedern, Partnern und Lesern ein erfolgreiches, herausforderndes und aufregendes Jahr 2017! Passend dazu haben wir wieder die wichtigsten News für Unternehmer und Gründer zusammengefasst. Unter anderem geben wir Ihnen einen umfangreichen Überblick über neue Gesetze und Bestimmungen, die Sie ab Januar 2017 erwarten werden. Alles andere lesen Sie hier.

27.12.2016

Unternehmernews der Woche 51/2016

Franchiseübernahme Joey's Pizza, KfW-Unternehmerkredit im Fördermittelcheck uvm.

Unternehmernews der Woche 51/2016

Wir hoffen Sie konnten die Weihnachtstage nutzen, konnten etwas Kraft tanken und sind nun bereit mit den wöchentlichen Unternehmernews bestens informiert ins neue Jahr zu starten. Wir haben die wichtigsten Informationen wieder für Sie zusammengefasst und wünschen Ihnen, unseren Lesern, Mitgliedern und Partnern einen grandiosen Rutsch ins neue Jahr.

19.12.2016

Unternehmernews der Woche 50/2016

Unternehmerstory mit Reinhard Gross, Expansionspläne Jamie's Italian, futureSAX 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 50/2016

Die letzten Wochen von 2016 laufen. Wir haben alle Infos für einen erfolgreichen Start in 2017 - neue Gesetze und Regelungen sowie die ersten Termine für unsere kostenfreien Existenzgründerseminare im neuen Jahr - zusammengefasst. Welche Themen Sie außerdem auf keinen Fall verpassen dürfen, lesen Sie in den Unternehmernews der Woche.

unternehmenswelt