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16.06.2011

Schnäppchen in der privaten Krankenversicherung

Seit Anfang 2011 findet man immer häufiger extrem günstige Angebote für private Krankenversicherungen (PKV), welche den vollen Schutz für weniger als 100€/Monat anbieten. Meist jedoch steckt nicht allzuviel dahinter, im Gegenteil, die vermeindlich lukrativen Angebote bergen zum Teil gewaltige Risiken und Lücken im Versicherungsschutz. Vor Vertragsabschluss sollten Gründer und Selbstständige daher folgende Punkte abwägen:

Seit Anfang 2011 findet man immer häufiger extrem günstige Angebote für private Krankenversicherungen (PKV), welche den vollen PKV-Schutz für weniger als 100 Euro im Monat anbieten. Meist jedoch steckt nicht allzuviel dahinter, im Gegenteil, die vermeindlich lukrativen Angebote bergen zum Teil gewaltige Risiken und Lücken im Versicherungsschutz. Beim Vertragsabschluss mit einer PKV sollten Gründer und Selbstständige daher gewisse Punkte immer beachten und abwägen:

Die richtige Höhe des Selbstbehaltes
Der Selbstbehalt bestimmt die Summe, bis zu welcher der Versicherte die entstehenden Kosten pro Jahr aus eigener Tasche zahlen muss, bevor die Versicherung greift. Insbesondere junge Menschen lassen sich auf einen hohen Selbstbehalt ein, um monatlich an den Beiträgen zu sparen. Wichtig ist jedoch, dass der Selbstbehalt nur so hoch angesetzt wird, wie er wirklich bezahlbar ist.

Höhere Kosten für PKV-Tarife im Alter
Die Leistungen einer PKV bleiben, einmal vereinbart, ein Leben lang gleich. Die Preise jedoch können stark ansteigen - teilweise auf ein Vielfaches des ursprünglich vereinbarten Beitrags. In der gesetzlichen Krankenversicherung läuft es genau andersherum: Der Beitrag wird prozentual vom Einkommen berechnet - wer wenig verdient, zahlt auch nur wenig. Allerdings kann der Leistungskatalog der GKV vom Gesetzgeber jederzeit zusammengestrichen werden.

Krankentagegeld für Selbstständige unverzichtbar
Tarife zu Discountpreisen beinhalten oft keine Krankentagegeldversicherung. Besonders in der Selbstständigkeit kann eine längere Krankheit jedoch die berufliche Existenz bedrohen. Selbständige oder Freiberufler, die eine längere Krankheit nicht angemessen abgesichert haben, können schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Vorübergehende Arbeitsunfähigkeit kann durch eine Vollversicherung oder auch eine Zusatzversicherung abgesichert werden. Letztere bietet sich für Selbstständige an, die bereits privat versichert sind, es aber versäumt haben, diese Leistung in dem Tarif mitabzusichern.

Über den Autor

Verena Freese