26.01.2010

Ist Ihre Versicherung auch zu teuer?

Je nachdem, welche Versicherung ein Mensch abschließt, lebt der Mensch bei den Versicherern unterschiedlich lang. Dabei rechnen die Versicherer immer zu ihren Gunsten. Der Unterschied kann dabei sehr hoch sein. Wenn bspw. ein 35-jähriger Mann eine private Rentenversicherung abschließt, dann rechnen die Versicherer mit einem Lebensalter von 92 Jahren. Wenn dieser 35-jährige Mann aber eine Risikolebenspolice haben möchte, welche im Todesfall zahlt, erreicht er nur ein kalkuliertes Lebensalter von 77 Jahren.

Je nachdem, welche Versicherung ein Mensch abschließt, lebt der Mensch bei den Versicherern unterschiedlich lang. Dabei rechnen die Versicherer immer zu ihren Gunsten. Der Unterschied kann dabei sehr hoch sein. Wenn bspw. ein 35-jähriger Mann eine private Rentenversicherung abschließt, dann rechnen die Versicherer mit einem Lebensalter von 92 Jahren. Wenn dieser 35-jährige Mann aber eine Risikolebenspolice haben möchte, welche im Todesfall zahlt, erreicht er nur ein kalkuliertes Lebensalter von 77 Jahren.

Für die Versicherung bedeutet diese unterschiedliche Betrachtung höhere Prämien, denn die Prämien fallen umso höher aus, je extremer die Sterblichkeitsschätzungen sind. In jedem Fall rechnen die Versicherer aber zu ihren Gunsten. Stirbt ein Versicherungsnehmer mit einer Rentenversicherung früher als kalkuliert, brauchen die Versicherer weniger auszuzahlen. Und lebt der Versicherungsnehmer einer zeitlich begrenzten Risikolebensversicherung länger als erwartet, kommen die Versicherer ebenfalls besser weg, weil es weniger Todesfälle gibt.

Die Verbraucherzentralen vermuten, dass bis zu 25% der Gewinne, welche aus solchen Umständen resultieren, bei den Versicherern landen und damit die Versicherungsnehmer übervorteilt werden. Bei vielen Versicherungen wird ein Puffer von ca. 10 Lebensjahren eingebaut, was dazu führt, dass unter realistischen Annahmen (Einzahlungen, Laufzeit, Kosten) die garantierte Rentenhöhe um knapp 30 Prozent über jener liegt, welche der Kunde derzeit bekommt. Wie umfangreich der Puffer sein muss, lässt sich zwar nicht genau abschätzen, aber angesichts dieser Zahlen liegt die Vermutung nahe, dass Versicherungen deutlich teurer sind, als sie sein müssten.

Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat seit 2001 erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung der Zielgruppe Gründer und Unternehmer aufgebaut. Damals wie heute adressiert er damit Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern.
Sein Schwerpunkt der letzten Jahre lag auf unternehmenswelt.de, der mittlerweile größten Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern. Die nächsten Jahre will er sich mit seinem Team dem Aufbau der Zandura-Plattform widmen, welche Unternehmer in der Digitalisierung ihres unternehmerischen Alltags unterstützt.