25.12.2010

Die Ausübung von heilpraktischen Tätigkeiten verlangt Erlaubnis

Synergetik-Methode ist der Heilkunde zuzuordnen

Zwar hat jeder die Möglichkeit, sich für die berufliche Selbstständigkeit zu entscheiden, doch was die Ausübung bestimmter Tätigkeiten angeht, sind deutsche Existenzgründer an diverse Richtlinien gebunden. So verlangt die Ausübung von heilkundlerischen Tätigkeiten eine Heilpraktikererlaubnis. Wann eine Tätigkeit wirklich der Heilkunde zuzuordnen ist, damit hat sich das BVG in Leipzig beschäftigt.

Zwar hat jeder die Möglichkeit, sich für die berufliche Selbstständigkeit zu entscheiden, doch was die Ausübung bestimmter Tätigkeiten angeht, sind deutsche Existenzgründer an diverse Richtlinien gebunden. So verlangt die Ausübung von heilkundlerischen Tätigkeiten eine Heilpraktikererlaubnis. Wann eine Tätigkeit wirklich der Heilkunde zuzuordnen ist, damit hat sich das BVG in Leipzig beschäftigt.

Alternative Heilverfahren bilden in vielen Fällen die Basis für die berufliche Selbstständigkeit. Selbstständige, die sich zum Beispiel auf die neuartige Synergetik-Therapie-Methode spezialisieren, brauchen für diese Ausübung die Erlaubnis, als Heilpraktiker tätig zu sein. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. In einem Fall eröffnete der Begründer der Synergetik-Therapie ein Informationscenter, in dem die Heilmethode angeboten werden sollte. Mit der Methode sollen im Menschen Selbstheilungskräfte mobilisiert werden, die zur Heilung von ernsten Krankheiten führen können. Da der Gründer jedoch keine Heilpraktikererlaubnis aufwies, reichte eine Behörde Klage gegen ihn ein.

Das Bundesverwaltungsgericht ordnete die Synergetik-Methode in den Bereich der Heilkunde ein, denn auch wenn die Methode Selbstheilungskräfte mobilisiere, so komme es mit dem Verfahren zu einer Behandlung am Menschen. Laut Eigendarstellung sei es Ziel der Synergetik, nicht nur Symptome zu bekämpfen, sondern Krankheiten ernsthaft zu heilen - und zwar besser als die Schulmedizin. Damit ginge von der Tätigkeit eine unmittelbare Gefährdung für Patienten mit bestimmten Erkrankungen aus, da diese die Therapie als Ersatz für einen Besuch beim Arzt sehen könnten, so die Richter. Da es sich bei dem Beklagten um keinen Arzt handele, werde für die Selbstständigkeit eine staatliche Erlaubnis für die Tätigkeit als Heilpraktiker verlangt, so die Richter (Az.: BVerwG 3 C 28.09).

Über den Autor

Verena Freese

Ähnliche News für Gründer und Unternehmer
02.01.2017

Unternehmernews der Woche 1/2017

Unternehmerstories 2016, kostenfreie Vorlagen für Unternehmer, Neuregelungen ab Januar 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 1/2017

Als erstes wünschen wir unseren Mitgliedern, Partnern und Lesern ein erfolgreiches, herausforderndes und aufregendes Jahr 2017! Passend dazu haben wir wieder die wichtigsten News für Unternehmer und Gründer zusammengefasst. Unter anderem geben wir Ihnen einen umfangreichen Überblick über neue Gesetze und Bestimmungen, die Sie ab Januar 2017 erwarten werden. Alles andere lesen Sie hier.

27.12.2016

Unternehmernews der Woche 51/2016

Franchiseübernahme Joey's Pizza, KfW-Unternehmerkredit im Fördermittelcheck uvm.

Unternehmernews der Woche 51/2016

Wir hoffen Sie konnten die Weihnachtstage nutzen, konnten etwas Kraft tanken und sind nun bereit mit den wöchentlichen Unternehmernews bestens informiert ins neue Jahr zu starten. Wir haben die wichtigsten Informationen wieder für Sie zusammengefasst und wünschen Ihnen, unseren Lesern, Mitgliedern und Partnern einen grandiosen Rutsch ins neue Jahr.

19.12.2016

Unternehmernews der Woche 50/2016

Unternehmerstory mit Reinhard Gross, Expansionspläne Jamie's Italian, futureSAX 2017 uvm.

Unternehmernews der Woche 50/2016

Die letzten Wochen von 2016 laufen. Wir haben alle Infos für einen erfolgreichen Start in 2017 - neue Gesetze und Regelungen sowie die ersten Termine für unsere kostenfreien Existenzgründerseminare im neuen Jahr - zusammengefasst. Welche Themen Sie außerdem auf keinen Fall verpassen dürfen, lesen Sie in den Unternehmernews der Woche.

unternehmenswelt