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27.12.2014

Xiaomi, Metrigo, Zanox, T-Online und RPX

Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi erhält eine Investition über eine Milliarde US-Dollar, Der Werbedienstleister Metrigo und Zanox gehen getrennte Wege, laut Medienberichten will die Telekom T-Online an Springer verkaufen und das Rockstar-Konsortium, zu dem auch Apple und Microsoft gehören, verkauft Technologiepatente an das Unternehmen RPX.

Xiaomi erhält Investition über eine Milliarde US-Dollar

Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi erhält Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Xiaomis Geräte verbinden mit anspruchsvolle Technik mit niedrigen Preisen, womit das Unternehmen gerade in Wachstumsmärkten zuletzt sehr erfolgreich war. Für das letzte Quartal konnte Xiaomi ein Wachstum gegenüber der Vorjahreszeitraum von 239% verbuchen. Hauptinvestor ist der Venture Capital-Fonds All-Star-Investment. Damit steigt die Bewertung von Xiaomi auf 45 Milliarden US-Dollar.

Der Werbedienstleister Metrigo und Zanox gehen getrennte Wege

Das Startup Metrigo war Ende 2013 durch die Springer-Tochter Zanox übernommen worden. Nach einem Wechsel im Management von Zanox hat man nun das Unternehmenskonzept geändert und will eine einheitliche Plattform anbieten. Metrigo soll demnach seine Selbstständigkeit zurück erhalten und sich unabhängig von Zanox weiterentwickeln können. Allerdings will Zanox auch weiterhin Kunden an Metrigo vermitteln.

Gerüchte über T-Online-Verkauf an Springer

Medienberichten zufolge soll das Online-Portal der Telekom T-Online an den Springer Verlag abgegeben werden. T-Online ist das deutsche Nachrichten- und Unterhaltungsportal mit der größten Reichweite. Dabei sind allerdings auch noch andere Anbieter im Gespräch. Genannt wurde als möglicher Käufer auch der Münchener Medienkonzern Tomorrow Focus. Unklar ist jedoch welche Teile des Online-Angebots der Telekom verkauft werden sollen: ob zum Beispiel der vielgenutzte Email-Service mit verkauft wird, wurde nicht bekannt. Der mögliche Verkauf von T-Online steht im Zusammenhang mit umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen der Telekom in ihrem Digitalgeschäft.

Rockstar-Konsortium verkauft Patente an RPX

Das Rockstar-Konsortium, das von Unternehmen wie Apple und Microsoft geführt wird hat rund 4000 Technologiepatente für etwa 900 Millionen US-Dollar verkauft. Käufer ist die in San Francisco ansässige Patentmanagement-Firma RPX. Das Rockstar-Konsortium war 2011 gegründet worden, um für 4,5 Millionen Dollar Patente der bankrotten Telekommunikationsfirma Nortel Networks zu kaufen. RPX hat nun versprochen, die Lizenzen an eine Interessensgemeinschaft von mehr als 30 Unternehmen zu vergeben, zu denen auch Google und Cisco befinden gehören sollen. Damit findet ein langes Ringen um Technologiepatente ein Ende.

Über den Autor

Stephan Leistner