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31.10.2014

Adsquare, Google Fit, RhodeCode, Samsung und IBM

Das Brandenburger IT-Unternehmen Adsquare sammelt 3,4 Millionen Euro ein, Google öffnet seine Fitness-Plattform für Android Google Fit, Das Berliner Startup RhodeCode erhält eine Finanzierung über 3,5 Millionen US-Dollar, Samsung muss infolge der immer stärkeren Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt im dritten Quartal einen Gewinneinbruch vermelden und IBM kooperiert mit Twitter.

Adsquare sammelt 3,4 Millionen Euro ein

Das Brandenburger IT-Unternehmen Adsquare erhält eine Finanzierung über 3,4 Millionen Euro von dem Münchner Venture Capital-Fonds Target Partners und weiteren Investoren. Adsquare bietet Lösungen für mobiles Onlinemarketing, durch die sich Zielgruppen angepasst an ihren jeweiligen tatsächlichen Standort von Werbung erreichen lassen. Dazu werden die Nutzerdaten von der Adsquare-Technologie erfasst und analysiert. Mit der Finanzierung soll die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben werden. So sei geplant, ein Londoner Büro zu eröffnen und die Reichweite des Angebots über Deutschland, Frankreich und Großbrintannien hinaus zu erweitern. Dazu soll die Anzahl der Mitarbeiter von 14 auf 20 erhöht werden.

Google öffnet seine Fitness-Plattform für Android Google Fit

Google bringt mit Google Fit eine App an den Start mit der sich Fitnessdaten von verschiedenen Geräten speichern lassen. Die App ist für Androidgeräte kompatibel und soll es möglich machen, alle Daten an einer Stelle zu versammeln. Auf diese Weise kann man sämtliche sportlichen Aktivitäten eines Tages analysieren und so den Überblick über seinen Trainingsplan behalten. Die App soll offen für Entwickler sein, die Schnittstellen zu anderen Diensten herstellen können. Als Partner für die Plattform konnte Google Nike, Runtastic und Withings gewinnen.

RhodeCode erhält eine Finanzierung über 3,5 Millionen US-Dollar

Das Berliner Unternehmen RhodeCode erhält eine Finanzierung über 3,5 Millionen US-Dollar. Das 2013 gegründete Startup entwickelte ein Management-Tool für Unternehmenssoftware, das bereits ohne Investments eine große Nachfrage durch mehr als 100.000 Nutzer verzeichnen kann. Nutzer sind nach eigenen Angaben des Unternehmens die US Navy, der Rüstungskonzern Raytheon, der Telco-Riese Cisco und das US-amerikanische Energieministerium. Das überzeugte offensichtlich auch die beiden Venture Capital-Gesellschaften Earlybird und DFJ Esprit, die nun in RhodeCode investierten. Das eingesammelte Kapital soll für die Anstellung neuer Mitarbeiter verwendet werden. Bisher beschäftigt das Unternehmen, das neben Berlin auch in San Franciso ansässig ist 25 Mitarbeiter.

Samsung muss Gewinneinbruch vermelden

Der Weltmarktführer bei Smartphones Samsung muss im dritten Quartal 2014 einen Einbruch seines Gewinns um 49% verzeichnen. Damit beträgt der Gewinn noch etwa 3,2 Milliarden Dollar. Als Grund dafür wird die immer härtere Konkurrenz im Smartphone-Markt genannt. Einerseits setzen billigere chinesische Anbieter wie Lenovo und Xiaomi das südkoreanische Unternehmen unter Druck, auf der anderen Seite konnte der teurere Konkurrent Apple mit seinem neuen iPhone zuletzt große Erfolge verbuchen. Als Reaktion auf die billige Konkurrenz hat Samsung nun angekündigt, selbst preisgünstigere Modelle auf den Markt zu bringen.

IBM kooperiert mit Twitter

Das IT-Unternehmen IBM wird in Zukunft mit Twitter bei der Auswertung von Daten kooperieren. Firmenkunden wie Banken, Reiseanbietern oder Einzelhändlern soll durch die Auswertung von Millionen von Tweets ein Überblick über aktuelle und relevante Trends vermittelt werden. Damit könnten die Unternehmen zum Beispiel schneller auf ihr Bild reagieren, das sich in dem sozialen Netzwerk widerspiegelt. Beide Unternehmen erhoffen sich von der Kooperation einen Ausweg aus ihren Schwierigkeiten. IBM arbeitet seit Jahren an der Umstellung seines Profils zu einem modernen Unternehmen, Twitter hat nach wie vor Probleme, Gewinne zu erwirtschaften. Insofern soll die Nutzbarmachung seiner Daten für Geschäftskunden Twitter neue Fianzierungswege erschließen.

Über den Autor

Stephan Leistner