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07.11.2010

unternehmenswelt Gründer-Story „Matthias Göckel“

Für eine Unternehmensgründung braucht man eine Geschäftsidee. Die ist besonders gut, wenn man damit Nischen besetzt oder eine Marktlücke schließen kann. Matthias Göckel hat genau mit so einer Idee den Schritt auf den Markt gewagt. Über seinen Onlineshop kann man Koffer in wahre Unikate verwandeln lassen. Wie er zur Idee kam und welche Schritte er bisher gegangen ist, hat er uns im Interview erzählt.

unternehmenswelt Gründer-Story „Matthias Göckel“

Für eine Unternehmensgründung braucht man eine Geschäftsidee. Die ist besonders gut, wenn man damit Nischen besetzt oder eine Marktlücke schließen kann. Matthias Göckel hat genau mit so einer Idee den Schritt auf den Markt gewagt. Über seinen Onlineshop kann man Koffer in wahre Unikate verwandeln lassen. Wie er zur Idee kam und welche Schritte er bisher gegangen ist, hat er uns im Interview erzählt.

Was ist Ihre Geschäftsidee?
Matthias Göckel: Auf style-your-koffer.de hat man die Möglichkeit, Kofferbilder erstellen zu lassen. Die Idee für die Kofferbilder entstand im Sommer 2009 als ich meine Tochter vom Flughafen abholen musste. Hier stellte ich fest, dass circa 80 % der Koffer auf dem Gepäckband schwarz waren - das Greifen des richtigen Koffers wurde damit schwierig, die Verwechslungsgefahr war einfach zu groß. Mit den Kofferbildern verschwinden diese Probleme, denn jeder Koffer wird ein Unikat. Um ein Kofferbild zu erstellen, können Nutzer ihre eigenen Fotos oder Motive auf der Website hochladen. Das Kofferbild wird anschließend auf einem extrem stabilen und dünnen Material, ähnlich einer LKW-Plane, ausgedruckt und kann dann über Riemenverbindungen an der Vorder- und Rückseite des Koffers befestigt werden. Die Kofferbildtechnik habe ich mir als Gebrauchsmuster beim Patentamt eintragen lassen.

Aus welcher beruflichen Situation heraus haben Sie gegründet?
Matthias Göckel: Die Wirtschaftkrise 2008/2009 hat dazu geführt, dass ich meine Festanstellung im Außendienst verloren habe. Das war für mich der beste Moment, den Weg in die berufliche Selbstständigkeit zu gehen.

Was waren Ihre ersten Schritte bei der Existenzgründung?
Matthias Göckel: Zunächst habe ich meine Geschäftsidee meinem zuständigen Berater bei der Agentur für Arbeit präsentiert, denn ich hatte vor, den Gründungszuschuss zu beantragen. Dann habe ich meine Rechtsform gewählt und die Gewerbeanmeldung vorgenommen. Weiterhin habe ich ein Unterkonto meines Privatkontos als Geschäftskonto eröffnet. Außerdem habe ich mich bei allen möglichen Stellen über Fördermöglichkeiten für Gründer informiert.

Nach welcher Unternehmensphilosophie handeln Sie?
Matthias Göckel: Mir ist es einfach wichtig, immer einen ehrlichen und transparenten Eindruck zu hinterlassen und den Service für den Kunden nie aus den Augen zu verlieren.

Wie haben Sie den Businessplan erstellt?
Matthias Göckel: Den Businessplan habe ich mir kostenfrei bei unternehmenswelt.de anhand meiner Eckdaten erstellt. Die Inhalte konnten nur geschätzt werden, da es für dieses neue Geschäftsfeld keinerlei Vergleichszahlen gab.

Ist ein Existenzgründerseminar für Sie interessant?
Matthias Göckel: Noch habe ich kein Seminar besucht, möchte das aber für die Zukunft nicht ausschließen. Was in Betracht käme, wäre ein Seminar über das Thema Steuern, um die eigene Steuerlast zu senken und um einigermaßen nachzuvollziehen, wie der eigene Steuerberater handelt.

Welche Marketingmaßnahmen planen Sie?
Matthias Göckel: Ich denke, dass ich von allem ein wenig nutzen werde. Ich werde sogenanntes Crossmedia-Marketing betreiben, das heißt eine Kombination aus Print- und Onlinewerbung einsetzen. Man sollte sich mit möglichst allen Werbearten auseinandersetzen, Kosten und Nutzen vergleichen und ein bisschen dem eigenen Bauchgefühl vertrauen. Letztendlich muss man bei aller Marketingaktivität das eigene Budget im Auge behalten.

Wie finanzieren Sie Ihre Gründung?
Matthias Göckel: Da sich der Kapitalaufwand in Grenzen hielt, habe ich meine Gründung aus eigenen bescheidenen Mitteln finanziert. Zudem erhalte ich noch den Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit.

Wir wünschen Matthias Göckel viel Erfolg für das weitere Vorhaben!

Links zur Gründer-Story
Hier gelangen Sie zum persönlichen Profil von Matthias Göckel
Hier gelangen Sie zum Unternehmensprofil von Matthias Göckel

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Über den Autor

Verena Freese