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19.02.2011

Familienunternehmen: Finanzierung durch Eigenkapital bevorzugt

Bei jeder Unternehmensgründung oder -übernahme sowie der Führung eines Unternehmens ist Kapital nötig. Wenn das Unternehmen über genügend eigene Mittel verfügt, dann funktioniert die Finanzierung über Eigenkapital. In vielen Fällen ist jedoch Fremdkapital notwendig. Eine Studie zeigt jetzt, dass besonders deutsche Familienunternehmen die Selbstfinanzierung vor der Fremdfinanzierung bevorzugen.

Bei jeder Unternehmensgründung oder -übernahme sowie der Führung eines Unternehmens ist Kapital nötig. Wenn das Unternehmen über genügend eigene Mittel verfügt, dann funktioniert die Finanzierung über Eigenkapital. In vielen Fällen ist jedoch Fremdkapital notwendig. Eine Studie zeigt jetzt, dass besonders deutsche Familienunternehmen die Selbstfinanzierung vor der Fremdfinanzierung bevorzugen.

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Auxilion zeigt, dass deutsche Familienunternehmen stärker auf finanzielle Eigenständigkeit durch Eigenkapital setzen als Publikumsgesellschaften. 86 % der Befragten gaben an, dass sich Familienunternehmen bevorzugt aus eigenen Gewinnen finanzieren, 74 % setzen auf Bankkredite, 62 % auf Gesellschafterdarlehen und 44 % auf Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung. Die Macher der Studie wissen aus Erfahrung, dass Familienunternehmen die Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern besonders scheuen, weil dies nicht mit ihrem generationenübergreifenden Denken vereinbar ist.

Ihr Ziel ist meist die langfristige Sicherung der Unternehmensexistenz und die sicherheitsorientierte Steigerung des Unternehmenswertes - und zwar unabhängig von kurzfristig orientierten Investoren oder den Meinungen von Analysten. Im Gegensatz dazu sehen Publikumsgesellschaften, ganz nach dem Shareholder Value Ansatz, die Gewinnmaximierung als oberste Priorität, so die Einschätzung des Beratungsunternehmens. Setzen Familienunternehmen jedoch auf Fremdkapital, so weht ihnen in vielen Fällen ein eisiger Wind entgegen. Im Gegensatz zu Großkonzernen fällt es ihnen schwer, Fremdkapital zu generieren. 67 % der Befragten gaben an, dass Familienunternehmen einen schlechteren Zugang zum Kapitalmarkt haben, als Publikumsgesellschaften.

Über den Autor

Verena Freese