12.04.2011

Bootstrapping: mit eigener Anstrengung zum Erfolg!

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Fast immer sind die Ressourcen bei einer Unternehmensgründung knapp und Banken sowie Risikokapitalgeber stehen häufig nicht als Kapitalgeber zur Verfügung. Einen Ausweg aus diesem Dilemma kann die alternative Finanzierungsform des Bootstrapping bieten. Beim Bootstrappen geht es darum, so lang wie möglich ohne Fremdkapital auszukommen, bis das Unternehmen auf den eigenen Füßen steht.

Fast immer sind die Ressourcen bei einer Unternehmensgründung knapp und Banken sowie Risikokapitalgeber stehen häufig nicht als Kapitalgeber zur Verfügung. Einen Ausweg aus diesem Dilemma kann die alternative Finanzierungsform des Bootstrapping bieten. Beim Bootstrappen geht es darum, so lang wie möglich ohne Fremdkapital auszukommen, bis das Unternehmen auf den eigenen Füßen steht.

Vorteilhaft für die Gründer ist vor allem, dass sie die volle Kontrolle über ihr StartUp behalten, da sie nicht mit Kapitalgebern kooperieren müssen. Im Gegensatz zu StartUps, die in der Gründungsphase alle ihre Ressourcen auf Wachstum konzentrieren, entwickeln sich die Unternehmen beim Bootstrapping allerdings nur langsam und müssen von Anfang an versuchen, Umsatz zu generieren. Beim Bootstrappen versucht der Existenzgründer sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und vermeidet kapitalintensive Projekte mit zweifelhaften Erfolgsaussichten. Das Ziel bei diesem Finanzierungsansatz ist die Minimierung von Ausgaben, bei gleichzeitiger Maximierung von Einnahmen. Die wichtigsten Instrumente zur Finanzierung bestehen beim Bootstrapping vor allem aus dem eigenen Gründerkapital, Geldmitteln von Freunden und Familien sowie öffentlichen Fördermitteln und kleinen Bankkrediten. Mit dem meist geringen Budget sollte sorgsam umgegangen werden: Die Maxime „Wer viel arbeitet, hat kaum Zeit, Geld auszugeben“ ist essentiell bei dieser Finanzierungsform. Existenzgründer, die sich dem Bootstrappen verschrieben haben, fahren Ausgaben fürs Unternehmen und auch den eigenen Lebensstandard soweit wie möglich herunter während der Zeit des Bootstrapping.

Dass man mit der aus den USA stammenden Idee des Bootstrappen in der Praxis durchaus Erfolg haben kann, zeigen die Gründer von „mite“; einem Online-Tool zur Erfassung sowie Auswertung von Arbeitszeit. Die beiden Gründer Julia Soergel und Sebastian Munz kaufen nur die Nötigsten externen Dienstleistungen ein – d.h. Steuerberater, Rechtsanwalt und Datenschutzexperten. Frau Soergel arbeitet in ihrer Berliner Wohnung und auch Sebastian Munz ist bei sich zuhause in Hamburg tätig. Das StartUp legte mit 15.000 Eigenkapital sowie einen Gründerzuschuss los. Fazit: Bootstrappen ist sicherlich nicht eine Finanzierungsform für Jedermann; sie bietet jedoch eine Alternative für risikofreudige Existenzgründer, die von ihrer Geschäftsidee absolut überzeugt sind und bereit sind dafür auch privat auf Einiges zu verzichten.

Über den Autor

Anne Epperlein

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