01.02.2019

Kraken - Die sicherste Börse im Crypto-Börsen-Check

Platz 1 für Kraken unter 134 Mitbewerbern

135 Crypto-Börsen mit einem täglichen Handelsvolumen von mehr als 100.000 USD wurden von ICORating ausgewählt und unter Gesichtspunkten wie der Sicherheit der Nutzer und der Schutz der Börsenplattform vor Hacking miteinander verglichen. Unter der Bestnote A firmieren gerade einmal 2 der getesteten Plattformen. Doch der Sieg nach Punkten geht zu Beginn des noch jungen Jahres eindeutig an Kraken aus San Francisco, CA. Das Team um CEO Jesse Powell steht nicht zuletzt seit der Zusammenarbeit mit den Mt. Gox Insolvenzverwaltern synonym für einen vertrauensvollen Partner der Crypto-Wirtschaft. Wir stellen Kraken vor.

„Sailing the Seas of Success“ – Crypto-Leuchtturm Kraken

Seit ihrer Gründung im Juli 2011 und offiziellem Launch im September 2013 haben strategische Partnerschaften, Investitionen und der Ausbau des Handelsportfolio´s die Crypto-Börse Kraken zu einer der frequentiertesten Handelsplattformen für digitale Werte etabliert. Im Oktober 2013 kooperierte man z.b. mit der BaFin regulierten Fidor Bank inklusive besonderer Vergünstigungen für Fidor Bank-Kunden in Interaktion mit der Kraken-Plattform. Seit 2014 ist Kraken mobil via IOS App verfügbar. Anfänglich als Bitcoin-Börse gestartet, handelt sie mittlerweile von ETH (Ethereum) über XMR (Monero), XRP (Ripple) oder XLM (Stellar) bis hin zu USDT (Tether) oder ZCash ein prominentes Altcoin-Portfolio. Seit 2015 bietet sie hierfür auch Margin Trading an, das bei um ein Vielfach höher liegenden tatsächlichen Handelswerten durch lediglich anteilige Sicherheitsleistungen und Hebelwirkung attraktive Gewinne versprechen kann – hört man den Margin Call.

Aktuell ist Kraken die größte Bitcoin-Börse gemessen an EUR-Handelsvolumen und Liquidität. Doch auch andere Märkte waren und sind für das Unternehmen wichtig. Die bis dato größte Fusion innerhalb der Crypto-Wirtschaft vollzog man erst im Januar 2016 mit Einverleib der US-Börse Coinsetter und der kanadischen Bitcoin-Börse Cavirtex.

Neben dem Tagesgeschäft fungiert Jesse Powell außerdem seit 2014 Pro bono als beratende und mit Infrastruktur unterstützende Instanz im Mt. Gox-Insolvenzverfahren. Ausschlaggebend für die Auswahl der Kraken-Börse aus einer Reihe hierfür avisierter anderer Partner waren den japanischen Behörden Krakens „proven track record of stable exchange operation and reliable customer support“, als auch „the skill and expertise required to properly carry out an investigation of the lost bitcoin and the distribution of assets to creditors.“ (vgl. blog.kraken.com)

Der bis dato stattliche Kundenstamm von mehr als 4 Millionen Nutzern dürfte sich für Kraken anlässlich des jüngsten ICORating-Reports weiter vergrößern. Innerhalb einer überschaubaren Zahl von nur 16 Prozent der getesteten Anbieter in der Kategorie A, sicherte sich die Börse ihrerseits den Spitzenplatz. 55 Prozent der untersuchten Crypto-Börsen notierten die Prüfer mit Abstrichen im Mittelfeld und immerhin fast 30 Prozent erbrachten ein nur mehr befriedigendes Ergebnis.

Liquidity – Reliability – Security - Der Kraken-Dreiklang

Mehr als 70 handelbare digitale Werte hat Kraken aktuell im Portfolio. Diese können gegen EUR, USD, CAD oder JPY gehandelt werden mit teilweise bis zu 5-facher Hebelwirkung.

Je nach angestrebtem Handelsumfang müssen sich Nutzer in diesem Zusammenhang für die Erstellung eines Basic oder Advanced Accounts entscheiden. Für Beide gelten unterschiedliche Registrierungsbestimmungen. Während für ersteren die Angabe von Namen, Geburtsdatum, Adresse und Telefonnummer ausreichend sind, erfordert letzterer die Vorlage eines offizielles Ausweisdokumentes und einen Meldenachweis für eine vollständige ID-Prüfung.

Für „High Volume Individual Traders“ gibt es außerdem Spezial-Accounts auf Anfrage.

Ebenfalls nach Sicherheitsaspekten unterscheiden sich Basic und Advanced Account. Während die Basis-Variante mit durchaus überwindbarer 2-Faktor-Authentifizierung den Zugriff schützen soll, beinhaltet die Advanced Version u.a. automatisch eine „Global Settings Lock“, die von Angreifern als zusätzliche Hürde genommen werden muss. Sollte hier bei aktiver Sperre des Accounts durch den Nutzer selbst trotzdem ein Hack von außen drohen, wird er sofort von entsprechenden Versuchen der Entschlüsselung an die seinerseits gekoppelte Email-Adresse unterrichtet. Prinzipiell empfiehlt Kraken all seinen Nutzern die Einrichtung einer Global Settings Lock und steht dabei wie bei allen weiteren aufkommenden Fragen in einem 24/7 Live Chat unterstützend zur Seite.

Maker or Taker? – Das Kraken Gebührenmodell

Je mehr absolutes Handelsvolumen innerhalb eines Accounts in einem Zeitraum von 30 Tagen zu verzeichnen ist, umso geringer sind bei Kraken die dafür fälligen Gebühren. Deren Staffelung folgt außerdem einem internen Konzept, das sogenannte Maker und Taker unterscheidet:

Maker sorgen für Liquidität am Markt, indem sie Kauf- und Verkaufslimits unter bzw. oberhalb eines bestehenden Marktpreises setzen, ergo eine neue Order generieren. Dafür werden sie in Abhängigkeit ihres Handelsvolumens mit geringeren Handelsgebühren im Spektrum von 0,16 - 0% in Abhängigkeit vom Gesamtvolumen belohnt.

Taker greifen bestehende Order lediglich auf und entziehen dem Markt damit Liquidität. Dies kostet sie im Schnitt etwas teurere 0,26-0,10% in Abhängigkeit vom Gesamtvolumen.

Krakententakel – Jesse Powell´s „abusive controlling Ex keeps stalking“!

Einziges aktuelles Problem von Kraken CEO Jesse Powell scheinen die Schatten der Vergangenheit zu sein. Nachdem sich die Börse 2015 im Zuge der Einführung des BitLicense-Verfahrens für „Money Transmitter“ wie Kraken aus dem Bundesstaat New York zurückgezogen hatte, wird sie dennoch von den dortigen Behörden weiterhin zur Zusammenarbeit angehalten. Ein Umstand, den Powell mit einer lästigen verflossenen Liebschaft verglich. 

Dieser hinkt gar nicht so sehr, denn entsprechend rasant gestiegene juristische Anfragen an die Börse im Jahr 2018 kamen in der Mehrheit wiederum von US-Behörden.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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