15.06.2018

IOTA - Alle Fakten zur Crypto-Währung

Eingesetzt als Kommunikationsmedium für das Internet of Things hat die Crypto-Währung einige besondere Features zu bieten

IOTA ist nach den bereits vorgestellten Crypto-Währungen in dieser Woche ein Vertreter mit zahlreichen besonderen Features, die ihm gegenüber anderen Altcoins eine Sonderstellung zuweisen. Erfahren Sie im Folgenden mehr.

iota

Wertstellung der Crypto-Währung IOTA

IOTA wird aktuell zu einem Kurs von ca. 1,19USD je Token u.a. auf Bitfinex gehandelt. Anhand seiner Marktkapitalisierung positioniert sich IOTA auf Platz 9 unter den Crypto-Währungen.

IOTA – eine kurze Geschichte des Coin

IOTA wurde 2015 von einem Entwicklerkonsortium aus Mathematikern und Programmierern rund um David Sonstebo ins Leben gerufen. Im Rahmen eines ICO wurden anschließend alle fix gesetzten IOTA Token ausgeschüttet an die Teilnehmer des Netzwerkes. Diese wiederum spendeten einen Teil ihrer Token um die IOTA- Foundation gründen zu können, die quasi als Dachorganisation funktioniert.

Die Initiative „Big Deal“ wurde durch Spenden der Community erst möglich gemacht. Sie besagt, dass Unternehmen, welche mit IOTA kooperieren im Vorfeld IOTA Token weit unter Marktwert als Gegenleistung erhalten. IOTA selbst verspricht sich dadurch Beziehungen zu besonders asiatischen Unternehmen, die die IOTA-Technologie einerseits anwenden sollen und die nötigen Ressourcen bereitstellen, damit die IOTA- Entwickler selbst das System in eigenen Projekten weiterdenken können. Denn man strebt nichts weniger an als ein Industriestandard für Kommunikation und Transaktionen im Internet oft Things zu werden.

IOTA – Wie funktioniert es?

Buchstäblich steht IOTA zunächst für den gleichnamigen griechischen Buchstaben, hinter dem sich ein „Gewirr“ aus Transaktionsknoten verbirgt. Diese sind entlang eines gerichteten azyklischen Graphen durch Wege miteinander verbunden, der sogenannte Tangle.

Diese Wege sind eindeutig festgelegt (=gerichteter Graph), sowie unumkehrbar (=azyklischer Graph). In dieser Ausformung stellt der Tangle eine Verallgemeinerung der Blockchain-Architektur dar. Um eine Transaktion im IOTA- Netzwerk zu senden, muss man zunächst 2 andere Transaktionen durch Bereitstellen von Rechenleistung bestätigen. Damit agiert das IOTA-System ganz anders als Blockchain - basierte Anwendungen, die ohne Transaktionsgebühren als Reward für die Miner und deren zur Verfügung gestellte Rechenleistung nicht auskommen.

Bei IOTA sind Nutzer und Validator ergo Miner/Staker eine Person. Das System ist darüber hinaus nachhaltig. Bei Bitcoin und Co stürzen sich sämtliche Miner auf die Lösung des kryptographischen Rätsels, das letztlich nur einer als erster löst und damit auch nur einer die damit verbundene Ausschüttung erhält. Das ist sinnlos verpuffte Rechenleistung, die bei IOTA per se entfällt. Das System ist außerdem hinsichtlich Skalierbarkeit unschlagbar, wenngleich an eine Bedingung geknüpft.

Dadurch, dass das Senden einer Transaktion an das Bestätigen von 2 anderen Transaktionen als Bedingung systematisch programmiert ist, steigt die Anzahl an Transaktionen proportional zu den Nutzerzahlen an. Bei Bitcoin kommt es bei hohen Nutzerzahlen zu Staus an den Mining- Knoten die letztlich sogar und doch verständlicherweise nur die abarbeiten, die die höchsten Gebühren versprechen. Von den zeitlichen Begrenzungen und Blockgrößen, an denen Bitcoin hinkt ganz zu schweigen. Bei IOTA können prinzipiell unbegrenzt Netzknoten im Tangle aka Transaktionen abgebildet werden. Wahrhaft am Schnürchen laufen wird dies allerdings erst, wenn die Nutzerzahlen ein entsprechendes Niveau erreicht haben. Aber nicht umsonst hat man ja die „Big Deal“ – Initiative ins Leben gerufen.

Vorteile von IOTA vs Blockchain - basierter Anwendungen

  • Keine Transaktionskosten
  • Unendlich skalierbar und exponentiell schnell (mit steigender Nutzerzahl steigt die Kapazität des Tangle und er wird zudem schneller)
  • Quantensicher durch Winternitz-Einmal-Signaturen (benannt nach dem Mathematiker Robert Winternitz; Hash-Mechanismen zum Erstellen von Signaturen, die vor Angriffen durch Quantencomputer in der Zukunft sicher sind; Allerdings darf man diese nur jeweils einmal von der gleichen Adresse aus verwenden, will man ihre Informationen nicht leaken.

Anwendungsgebiete für die IOTA- Technologie

Die Kommunikation zwischen technischen Geräten, das Internet oft Things, liegt im Fokus von IOTA. Ganz aktuell tritt dabei die Autoindustrie ins Zentrum.

Jüngst anlässlich der CeBIT 2018 bezogen Volkswagen und IOTA zu ihrer gemeinsamen Kooperative Stellung. Dabei steht die Dokumentation der ‚via-Funk-Übertragung' von Software an Fahrzeuge auf dem IOTA - Tangle im Zentrum.

Dieser speichert, wie die Blockchain, sämtliche eingespeisten Informationen und kann als Standardfunktion sicherstellen, dass ein Fahrzeug jederzeit über alle erforderlichen Informationen verfügt, damit Updates ausgeführt werden können. Denkt man Fortbewegung noch etwas weiter, lässt sich der Markt des autonomen Fahrens noch heranziehen.

Das IOTA-Bezahlsystem ermöglichte es hier einem Fahrzeug z.B. selbstständig Parkgebühren u.a. zu begleichen. An die Dienste AI- basierter Services für nahezu jedes Bedürfnis in privaten und professionellen Kontexten ist damit seitens IOTA auf jeden Fall der Grundstein gelegt für spannende Applikationen und das in wahrscheinlich gar nicht allzu ferner Zukunft.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Als freie Texterin fokussiert sie sich auf die Themen Nachhaltigkeit, innovative Entwicklungskonzepte und responsible tourism. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen.

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