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Gründercoaching Deutschland

Existenzgründer und junge Unternehmer brauchen insbesondere in der Anfangszeit kompetente Beratung, damit das Gründungsvorhaben zum Erfolg geführt wird. Aufbauend auf Erfahrungen der Vergangenheit hat sich diesbezüglich das sog. Coaching-Prinzip bewährt. Folgend geben wir dir einen Überblick rund um das Gründercoaching Deutschland.

Kostenfreier Fördermittelcheck für Unternehmer

Das KfW Förderprogramm Gründercoaching Deutschland wurde 2015 beendet. Nachfolger ist das Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows, dessen Konditionen du hier nachlesen kannst.

Das Gründercoaching Deutschland ist ein aus KfW-Mitteln finanziertes Förderprogramm für Existenzgründer, Freiberufler, junge Unternehmer und Unternehmensnachfolger bis zwei Jahre nach der Gründung. Über das Programm können Unternehmer die Kosten, die durch die Inanspruchnahme eines Gründungsberaters entstehen, bezuschussen lassen. Die Finanzierung von Coachingmaßnahmen wird so erleichtert und die Erfolgschancen der Unternehmensgründungen verbessert.

Bei einem Gründercoaching werden die verschiedenen Schritte von einer Gründung bis hin zu einer erfolgreichen Selbstständigkeit durchgesprochen und kompetent vom Gründercoach begleitet. Die Coachingmaßnahmen sollen unter anderem in folgenden Punkten beraten:

  • Optimierung und Ausbau des Businessplans
  • Vorbereitung von Finanzierungsgesprächen bei Banken und anderen Kapitalgebern
  • Erstellung von Markt- und Wettbewerbsanalysen, sowie passenden Vertriebskonzepten
  • Entwicklung geeigneter Controllingsysteme
  • Verbesserung des Personalwesens

Einen Antrag auf das Gründercoaching Deutschland können alle Personen stellen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Sitz und Geschäftsbetrieb des Unternehmens ist in Deutschland
  • Die Gründung des Unternehmens ist bereits erfolgt und liegt zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht länger als zwei Jahre zurück.
  • Wenn du entweder ein Unternehmen gegründet hast, ein bestehendes Unternehmen stärken willst, dich als Geschäftsführer an einem Unternehmen beteiligt hast oder ein Unternehmen als Nachfolger übernimmst.

Eine Förderung kann nicht genehmigt werden, wenn du als Antragsteller folgende Kriterien mit ja beantworten kannst:

  • Unternehmensstandort ist im Ausland
  • Unternehmen hat mehr als 250 Mitarbeiter
  • Unternehmen mit einer Mehrheitsbeteiligung von Religionsgemeinschaften oder juristischen Personen des öffentlichen Rechts.
  • Unternehmen der Branchen: Landwirtschaft, Fischerei, Aquakultur, Unternehmensberatung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung oder Buchprüfer.
  • Du erhältst bereits Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Grundlegend werden alle Beratungsmaßnahmen gefördert, die wirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Fragen zur Existenzgründung oder Unternehmensführung klären und dazu dienen die Unternehmen wettbewerbsfähiger zu gestalten. Der Zuschuss beträgt maximal 3.000 Euro und fördert alle externen professionellen Coachingmaßnahmen.

Speziell gefördert werden Coachingmaßnahmen für Frauen, die ein Unternehmen führen oder für Personen mit Migrationshintergrund.

Die Konditionen des Gründercoaching Deutschland

Das Honorar des Beraters darf vor Steuern maximal 4.000 Euro betragen. Der von der KfW geleistete Zuschuss kann maximal 3.000 Euro betragen und ist abhängig vom Standort deines Unternehmens. Einzige Ausnahme ist eine erneute Beantragung des Zuschusses. Besteht nach der ersten Beratung weiterer Bedarf an Beratungsleistungen, so kannst du die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten in Höhe von 4.000 Euro komplett ausschöpfen.

Die Konditionen im Überblick:

  • Neue Bundesländer (ohne Berlin und Leipzig): Der Zuschussanteil liegt bei 75 Prozent und kann maximal 3.000 Euro betragen.
  • Alte Bundesländer, Leipzig und Berlin: Der Zuschussanteil liegt bei 50 Prozent und kann maximal 2.000 Euro betragen.

Vom Berater dürfen maximal 100 Euro pro Stunde abgerechnet werden, bei maximal 8 Stunden Beratungsleistungen pro Tag.

Das Gründercoaching fördert Coachingmaßnahmen für die Beratung von Unternehmern mit bis zu 75 Prozent.

Folgende Kosten müssen selbst vom Gründer getragen werden:

  • der Eigenanteil am Beratungshonorar
  • die Fahrtkosten des Beraters
  • sonstige in der Beraterrechnung aufgeführte Nebenkosten
  • die Mehrwertsteuer des vollständigen Rechnungsbetrags.