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29.11.2017

Digitalisierung von Schweizer KMU – Blick zu den Nachbarn Teil 1

Mittlerweile scheint auch hierzulande allen klar zu sein, dass man für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von KMU den Digitalisierungszug nicht verschlafen darf. Denn darum geht es letztendlich in der digitalen Transformation. Aber wie sieht es bei unseren Nachbarn aus? Ein Blick in die Schweiz!

Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung

Nur 30% der Schweizer KMU sind mit ihren Digitalisierungsbemühungen zufrieden

Die Begriffe "Digitalisierung" und "digitale Transformation" erfuhren im Rahmen der Bundestagswahlen 2017 und den sich daraus ergebenden Sondierungsgesprächen der vier Parteien CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen eine enorme Aufwertung. Neben Migration, Verkehr, Bildung und Klima wurde offensichtlich, dass dieses Thema im Zuge der Globalisierung eine zentrale Rolle eingenommen hat. Auch hierzulande scheint mittlerweile allen klar zu sein, vom Ein-Mann-Geschäft über den kleinen Betrieb bis zum großen Unternehmen, dass man diesen Zug nicht verschlafen darf - um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Denn darum geht es letztendlich in der digitalen Transformation: technologische Entwicklungen zu verstehen und so zu nutzen, dass auch die Zukunft des eigenen Unternehmens gesichert werden kann.

Nur 30% der Schweizer KMU zufrieden

Die Fachhochschule Nordwestschweiz, mit ihren neun Hochschulen in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung, veröffentlichte jetzt die Ergebnisse der Studie zum Stand der digitalen Transformation in Schweizer Unternehmen. Es handelt sich um die bisher größte Schweizer Untersuchung zu diesem Thema, so die Angaben der Studienautoren. Dabei wurden über 2500 Teilnehmer befragt. Der Schwerpunkt lag bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, weil hier die Relevanz des Themas deutlich wird - nicht zuletzt durch die Tatsache, dass nur 30% der Schweizer KMU mit ihren eigenen Digitalisierungsbemühungen zufrieden sind.

Praxisleitfaden mit sieben Handlungsfeldern

Aus den Ergebnissen der großen Studie leiteten die Autoren sieben so genannte Handlungsfelder für die Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Schweiz ab:

  • Konstante Kundenorientierung
  • Neue Strategien und Geschäftsmodelle
  • Neue Ansätze in Führung und Kultur
  • Optimierte Arbeitsabläufe
  • Digitales Marketing
  • Neue Technologien wie z.B. Internet of Things (IoT)
  • Cloud & Daten, d.h. eine moderne IT-Infrastruktur

Die benannten Handlungsfelder dienten der Hochschule für Wirtschaft FHNW dazu einen Praxisleitfaden zu entwickeln, der KMU in der Umsetzung der digitalen Transformation unterstützen soll.

Großer Zeitaufwand und fehlendes Wissen als Barrieren

Als Barrieren für eine erfolgreiche Digitalisierung in KMU wurde der große Zeitaufwand und das fehlende Wissen bei Führungskräften und Mitarbeitern benannt. Die Ergebnisse der Studie zeigten auch, "dass die Transformation von Unternehmen durch das Bedürfnis nach optimierten Prozessen (82 Prozent der KMU), Veränderungen der Kundenanforderungen (59 Prozent) und neu verfügbarer Technologie (53 Prozent)" voran getrieben wird (in: www.organisator.ch).

Der nun vorliegende Praxisleitfaden beinhaltet neben einem Vorgehensmodell zur Transformation auch Checklisten, Kurzfallstudien und Fachbeiträge für die konkrete Praxis. Unter kmu-transformation.ch können die Studie und der Praxisleitfaden kostenlos als digitale Ausgaben bezogen werden. Als Alternative lassen sich die gedruckte Ausgaben zum Selbstkostenpreis bestellen.

Lesen Sie morgen: "Blick zu den Nachbarn – Teil 2: Digitalisierung von KMU in Österreich"

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Über den Autor
Marcos Lòpez 2017

Marcos López

Der studierte Kommunikationswissenschaftler arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Redakteur und freier Autor. Er ist in Zürich geboren, wächst in Madrid und in der Nähe von Frankfurt am Main auf, bevor er vor der Wende nach Berlin kommt. Hier moderiert er im Hörfunk, schreibt für diverse Stadtmagazine und wird auch als DJ und Produzent bekannt. Von den Neuen Medien und Sozialen Netzwerken fasziniert, gestaltet er Beiträge für Print, Web und TV.