08.02.2019

Bitfury – Die goldene Bitcoin-Gans

Nachhaltiges Bitcoin-Mining vom Forbes FinTech-Preisträger 2019

Bitfury gilt aktuell als das größte nicht-chinesische Unternehmen am Herstellermarkt für Bitcoin-Blockchain-Software und BitcoinMining-Infrastruktur. Mit seinen Anwendungen zur Etablierung z.B. des Lightning Network oder der Herstellung von ASIC-Chips ist CEO Valery Vavilov der Pekinger Konkurrenz um den Bitmain-Antminer dicht auf den Fersen. Dass man sich dabei weit weniger abhängig macht von schwankenden Kursen, zeigen neben den vielfältigen Geschäftsbereichen eine clevere Investitionsstrategie und nachhaltige Partnerschaften. Damit hat man es aktuell als einziges europäisches Blockchain-Unternehmen auf die Liste der Forbes FinTech Top 50 Preisträger 2019 geschafft - Crypto-Kopf Valery Vavilov im Fokus.

Bitfury - das Bitcoin-Einhorn mit anstehendem Börsengang

An mittlerweile mehr als acht Niederlassungen weltweit (u.a. in Amsterdam) tüftelt das 2011 gegründete Blockchain-Unternehmen Bitfury an Softwarelösungen und betreibt Bitcoin-Miningcenter in Kanada, Norwegen, Island oder Georgien. Nach mehreren Finanzierungsrunden mit  abschließender Investitionssumme von 150 Mio. USD unter Kapitalgebern wie Ex-Goldman Sachs Mike Novogratz' Galaxy Inv. und Korelya Capital darf man sich nurmehr mit einer milliardenfachen Unternehmensbewertung als in den Club der Einhörner aufgenommen fühlen. 2019 plant man sogar den ersten Börsengang der Crypto-Industrie in London, Amsterdam oder Hongkong. Nicht nur externes Kapital rechtfertigt diesen Schritt. Umsatz generiert das Unternehmen neben seinen weltweiten Mining-Pools, die zu den fünf größten der Welt gehören, u.a. mit der Herstellung von Software für externe Kunden. Das geplante "eGovernance-Programm" der Ukraine stattet Bitfury seit 2017 entsprechend aus. Mit Georgien entwickelt man ein Blockchain basiertes Grundbuchsystem.

Einen weiteren Coup in Q1 2019 gab Vavilov mit Presseerklärung vom 31. Januar bekannt. Demnach soll in Kooperation mit der Commons Foundation aus Südkorea und der Regierung von Paraquay die weltweit größte Bitcoin-Mining Farm künftig in Ciudad del Este in der Nähe des Wasserkraftwerkes Itaipú entstehen.

Kann Bitcoin-Mining nachhaltig sein? - Das Bitfury Projekt "Golden Goose"

Die als "Golden Goose"-Projekt bezeichnete Kooperation hat sich auf 200.000qm fünf Grundstücke gesichert, wo die BlockBox AC vom günstigen Strom des weltweit größten sauberen Kraftwerks profitieren soll. Paraquay ist ein Zentrum für erneuerbare Energien, nutzt diese selbst allerdings nur zu 50 Prozent. Der Rest davon wird bislang exportiert. Die Regierung verspricht sich nun auch auf heimischem Boden einen ökonomischen Vorteil ihrer Ressourcen. Nicht zuletzt auch von der für Q4 2019 geplanten angedockten Crypto-Börse, die die Commons Foundation als essentiellen Teil des "Golden Goose"-Projektes ebenfalls verlautbarte.

Auf der Basis von Bitfury´s Crystal Analytics Plattform soll durch den Handel mit digitalen Assets der lateinamerikanische Markt in der Etablierung eines Blockchain-Ökosystems laut Commons Foundation unterstützt werden.

Die Commons Foundation versteht sich dabei als Think Tank in drei propagierten Projekten. Neben "Golden Goose" steht man außerdem als größter Unterstützer dem MicroBitcoin Projekt vor, einer entsprechend geplanten Fork der Bitcoin-Blockchain im Sinne eines schnellen P2P-Zahlungsnetzwerkes im Alltag.

Digitaler Aufklärungsarbeit, Vernetzungen und dem Anstoß von Reformen widmet man sich außerdem treffend unter dem Banner Knowledge Commons, um eine "peer-to-peer culture, economy, governance, and social model based on sustainable and equitable commons" letztlich zu befördern.

Und auch Bitfury CEO Vavilov verfolgt neben monetären Entwicklerzielen, wenn er sich und seine Ambitionen als "committed to increasing the security of the Bitcoin Blockchain, both through innovations in our hardware portfolio and expansion of it´s network throughout the world" bezeichnet.

Die goldene Bitcoin Gans legt Taler!

Eine Umsatzprognose der Commons Foundation verteilt die Erträge des Projektes zunächst auf 30 Prozent erwirtschaftetes Mining und 70 Prozent aus den Transaktionsgebühren der geplanten Crypto-Börse. Hier sollen Beteiligungen an die Halter von Golden Goose-Token (GOLD) in Abhängigkeit ihres jeweiligen Stakes erfolgen.

Unter den genannten Einsatzbedingungen, als auch verfolgten nachhaltigen Zielen wird man bei Bitfury und Commons dem Fabelgehalt um die Goldene Gans also durchaus gerecht. Diese legt u.a. güldene Eier täglich nur bei entsprechender Genügsamkeit, wie es seit dem griechischen Dichter Aesop berichtet wird. - Ein wahrlich fabelhaftes passives Einkommen! ;)

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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