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09.06.2016

Unternehmerstory: Tippster Gründer Maximilian Petrie im Interview

Morgen startet die Fussball EM 2016 in Frankreich. Thematisch passend haben wir Maximilian Petrie, Gründer von Tippster zum Gespräch eingeladen. In seiner Unternehmerstory erzählt er von der Geschichte hinter Tippster und erklärt warum die Tippspiel-App zur diesjährigen Europameisterschaft unbedingt dazugehört. Wer seiner Meinung nach die Trophäe mit nach Hause nimmt und was die Pläne für Tippster nach der EM sind, verrät er im Interview mit unternehmenswelt.

Tippster Gruender Maximilian Petrie, Pascal Stulier, Maik Hummel und Philipp Csernalabics

Hallo Herr Petrie, stellen Sie sich und Tippster doch kurz vor!

Mein Name ist Maximilian Petrie, bin 23 Jahre alt, komme aus Karlsruhe und bin Mitgründer bei Tippster. Für die anstehende EM 2016 ist Tippster der ideale Begleiter. Im Fokus steht das Tippen der EM-Spiele und das Verwalten von Tipprunden unter Freunden, Familien und Kollegen. Vielleicht kennen Sie das Phänomen: Zu jeder Fußball-WM oder -EM finden sich in der Nachbarschaft, im Freundes- und Kollegenkreis mehrere Tipprunden zusammen. Jeder bekommt den ausgedruckten Spielplan in die Hand gedrückt oder als Excel-Tabelle zugeschickt, tippt schnell die Spiele durch und fertig. Das ist nicht nur unflexibel, sondern macht auch relativ wenig Spaß. Warum also nicht die Spiele über eine moderne und schöne App über’s Handy tippen? Alle Apps, die wir finden konnten, haben uns einfach nicht gereicht. Daher haben wir es dann selbst in die Hand genommen und los ging die Reise.

Wie ist die Idee zu Tippster entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?

Während unserer Studienzeit, einige Monate vor der WM 2014 wurde ich von meinem Mitgründer Pascal Stulier auf die Idee angesprochen. Ich fand die Idee klasse. Uns war von Anfang an klar, dass wir gegen die Konkurrenz nicht chancenlos sind und ein besseres Produkt auf den Markt bringen können. Sehr schnell hat sich dann unser Gründerteam mit unserem Kommilitonen und Designer Philipp Csernalabics zusammengefunden. Nachdem wir mit mehreren Entwicklern gesprochen hatten, sind wir über Philipp an den Entwickler Maik Hummel gestoßen, den wir dann überzeugen konnten, an Tippster mitzuarbeiten. Als dann das Team stand, haben wir parallel zum Studium und der Prüfungsphase mit Tippster angefangen.

Morgen startet die Fussball EM 2016 in Frankreich. Tippspiel-Apps wie Tippster liegen aktuell absolut im Trend. Was unterscheidet Sie von anderen Wettbewerbern?

Neben dem reinen Tippen der Spiele bieten wir noch viel mehr. Bei Tippster findet man einen Live-Ticker, aktuelle News zur EM, Expertentipps und sogenannte „Match-Facts“, damit auch Nutzer, die sich nicht als Fußballexperten bezeichnen würden, die Möglichkeit haben, einen guten Tipp abzugeben. Von unserer Konkurrenz unterscheiden wir uns alleine durch unser Design und der großen Anzahl an Zusatzfunktionalitäten. Bei anderen Tippspiel Apps wurde mehr oder weniger das Konzept der Tipprunde mit Excel-Tabelle in eine langweilige App übertragen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesen zusätzlichen Funktionen langfristig unsere Konkurrenz abhängen können. Tippster ist die App zur EM 2016 mit allem, was der Fußballfanatiker und Gelegenheitsfan für das Turnier braucht.

Die Tippster-App ist erst seit wenigen Wochen im App Store erhältlich. Wie vermarkten Sie die App, um die Zeit vor der EM bestmöglich zu nutzen?

Da wir uns bisher komplett selbst finanzieren, mussten wir im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten nach kostengünstigen, effektiven Vermarktungswegen suchen. Bei Tippster ist die Einladung von Freunden ein zentraler Bestandteil. Somit hilft uns jeder Nutzer bei der Vermarktung der App, da die Gründung einer neuen Tipprunde nur mit Freunden möglich ist. Daneben versuchen wir über Presseberichte und Multiplikatoren wie Blogs unsere Aufmerksamkeit zu erhöhen. Weitere Optionen sind klassisches SEO Marketing, Content Marketing über soziale Medien und Offline Marketing durch das Verteilen von Flyer und Tippkarten.

Wie geht es mit Tippster weiter, wenn die EM vorbei ist?

Nach der EM möchten wir Tippster weiter ausbauen. Nachdem wir dann eine Fußball-WM und -EM mitgemacht haben, möchten wir das Konzept auf die Fußball Bundesliga übertragen, die schon wieder Ende August startet.

Tippen kann man aber auch viel mehr als nur Fußballwettbewerbe. Daher möchten wir mittelfristig auch andere tippbare Sportarten einbinden. Zu viel möchte ich hier nicht verraten, aber soviel kann ich sagen: Wir möchten Social Gaming im Bereich Sport in Deutschland etablieren!

Wann haben Sie sich dazu entschlossen Tippster zu gründen und was haben Sie davor beruflich gemacht?

Anfang April 2014 haben wir Tippster zum ersten Mal diskutiert. Nachdem wir uns entschlossen hatten, Tippster für die WM zu entwicklen, war auch klar, dass wir ein Unternehmen gründen werden. Mitte Mai haben wir dann parallel zur Produktentwicklung die UG gegründet.

Vor Tippster haben Pascal, Philipp und ich bereits drei Semester an der Karlshochschule International University in Karlsruhe studiert. Philipp und Pascal haben in den ersten Semestern schon ein Café in unserer Hochschule mit aufgebaut. Maik programmiert seit er 12 Jahre alt ist und konnte mit der ein oder andere App bei „Jugend forscht“ glänzen.

Wenn Sie an Ihre Ausbildung zurück denken: Was hat Ihnen dabei bisher am meisten bei der Gründung von Tippster geholfen?

Mhm, schwierige Frage. Ich glaube, das kann man nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet runter brechen. Durch den interdisziplinären und praktischen Ansatz unserer Hochschule haben wir früh an realen Projekten zusammen mit Unternehmen gearbeitet. Zum Beispiel habe ich während dem Studium an einem Projekt für ein Frankfurter Startup gearbeitet und habe mich mit dem Finanzierungsprozess einer Autobank beschäftigt. Diese Projekterfahrung hat mir persönlich sicherlich auch bei Tippster geholfen. Daneben ist es natürlich hilfreich, wenn man im Studium schon Finance-Vorlesungen hatte oder sich mit den Themen Innovationsmanagement und Entrepreneurship beschäftigt hat. Generell würde ich sagen, dass Praxis immer Theorie schlägt. Bei Tippster hilft mir definitiv der Mix aus beiden.

Wenn Sie einen Tag lang mit einer bekannten Persönlichkeit zusammenarbeiten könnten, wer wäre das und warum?

Ganz klar: Elon Musk. Er inspiriert Menschen auf der ganzen Welt mit seinen einzigartigen Projekten und gehört zu den Menschen, die einfach ihr Ding durchziehen, um die Welt zu verändern. Mich würde interessieren, was er als nächstes vorhat..

Ihr Tipp: Wer gewinnt die Fussball-EM 2016?

Klar fiebere ich mit der deutschen Mannschaft mit. Wir haben aber ein schweres Turnier vor uns. Dieses Jahr spielen einige Mannschaften um den Titel mit. Wenn wir die Italiener im Viertelfinale schlagen und uns im Halbfinale gegen den Gastgeber Frankreich durchsetzen, gewinnen wir auch das Finale, egal wer dann kommt!

Vielen Dank für das nette Interview, Herr Petrie.

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