01.12.2016

Unternehmerstory mit Sylvia Haag von Dreams4Kids

„Eine große Herausforderung ist die Organisation von Job und Familie und allem gerecht zu werden.“

Dreams4Kids, die Schatztruhe mit süßen und ausgefallenen Geschenken für Kinder. Wir haben uns mit der Gründerin Sylvia Haag getroffen. Im Gespräch erzählt sie uns, wie aus einer Leidenschaft für hochwertige und ausgefallene Kinderspielsachen, der heute so erfolgreiche Onlineshop Dreams4Kids wurde. Das ganze Interview gibt es hier.

Sylvia Haag, Gründerin von Dreams4Kids

Hallo Frau Haag, stellen Sie sich und Dreams4Kids doch kurz vor!

Hallo! Mein Name ist Sylvia Haag, ich bin zweifache Mutter und Geschäftsführerin von Dreams4Kids – einem Online-Shop für ausgefallene und hochwertige Kinderspielsachen und -Accessoires.

Wie ist die Idee zu Dreams4Kids entstanden?

Tatsächlich brachte mich meine kleine Tochter auf die Idee. Ich wollte ihre Umgebung, in die sie kam, mit schönen Dingen gestalten. Dinge, die ihre Fantasie anregen - eben nicht mit dem üblichen seelenlosen Plastikkram. Ich beschäftigte mich mit Herstellern und Artikeln und irgendwie tauchte ich tiefer in die Materie ein als ursprünglich geplant. Es war faszinierend. Ich hatte das Gefühl, eine wunderschöne Kinder-Welt zu betreten. Dreams4Kids ist nichts anderes als ein Tor zu dieser Welt. Der Shop ist ein Service für andere, die nicht die Zeit und die Muße haben, lange zu suchen oder wie ich auf dem Land wohnen, wo es kaum noch Spielzeuggeschäfte gibt.

Was unterscheidet Dreams4Kids von anderen Online-Shops für Kinder- und Babysachen?

Im Grunde ist es wohl der persönliche und emotionale Bezug, den ich als Mutter zu meinem Shop habe. Jeden Artikel würde ich auch meinen Töchtern zum Spielen geben. Der Stil entspricht meinem persönlichen Geschmack. Und nicht zuletzt lebt Dreams4Kids vom Überraschungsmoment. Meine größte Herausforderung ist es, immer neue Trends zu finden, die echten Schätze unter den vielen Artikeln auf dem Markt auszugraben und meine Kunden immer wieder aufs Neue zu überraschen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Welche Marketingmethode spielt für Sie die größte Rolle?

Ich versuche verschiedene Kanäle zu bespielen, schalte ab und an Zeitungsannoncen, versende Newsletter, verteile Flyer, präsentiere meine Produkte in speziellen Magazinen und veranstalte Spielzeugabende. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal ein Weihnachtsprospekt auf die Beine gestellt. Aber es ist mir wichtig, nah an die Kunden heranzukommen und den persönlichen Charakter des Shops zu erhalten. Über interaktive Medien funktioniert das am besten. Von Anfang an war die gute alte Weiterempfehlung, sei es von Mund zu Mund oder über die sozialen Netzwerke wie Facebook, ein sehr wichtiger Werbefaktor für mich.

Bei welchem Unternehmen würden Sie gern mal einen Tag hinter die Kulissen schauen und warum?

Ach, gerne würde ich mal in die Entwicklungsabteilung irgendeines großen Spielzeugherstellers schauen. Wie kommen die Leute auf neue Ideen? Spielen bei Playmobil erwachsene Männer mit kleinen Ritterfiguren? Testen bei Pustefix Mitarbeiter mit ernsten Mienen, ob die Seifenblasen auch gut fliegen? Und welcher Kreativkopf entwirft eigentlich die Sonny Angel Figuren – das sind die kleinen nackten Spielzeugmännchen mit lustigen Kopfschmuck. Alles interessante Fragen, aber aktuell hätte ich gar keine Zeit für Firmenbesichtigungen.

Wenn Sie für Dreams4Kids einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?

Dreams4Kids selbst ist ein Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist. Der Shop hat sich prächtig entwickelt. Ich bin stolz auf meinen kleinen, aber feinen Online-Laden.

Das Angebot an süßen und ausgefallenen Geschenkideen für Kinder von Dreams4Kids

Von der Idee bis zum Start - was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wie bei den meisten Gründern ist der Anfang am schwersten. Der Aufbau der Strukturen, Prozesse und Abläufe hat mich viel Zeit und Energie gekostet. Ich hatte zum Glück ein Startkapital mit dem ich arbeiten konnte und habe bald gesehen, dass die Idee funktioniert. Doch eine große Herausforderung war und bleibt die Organisation von Job und Familie. Es bleibt nie genügend Zeit allem gerecht zu werden. Der Tag müsste einfach länger sein…

Aus welchem Misserfolg haben Sie bisher am meisten gelernt und warum?

Einen großen, richtig schweren Misserfolg musste ich zum Glück noch nicht erleiden. Aber der Weg mit Dreams4Kids ging nicht nur steil nach oben. Immer wieder gab es Rückschritte, Rückschläge und Punkte, an denen ich nicht weitergekommen bin. Zum Beispiel als ich viel Geld für eine teure aber unnötige Werbeaktion in den Sand gesetzt habe. Mein Vorsatz ist es, so banal es klingt, aus Fehlern zu lernen und meinen eigenen Weg zu finden.

Dreams4Kids, wo geht die Reise hin? Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Auf Google Platz 1 natürlich! Nein, im Ernst. Mein Ziel ist es, in einem überschwemmten Markt weiter einzigartig zu bleiben. Das ist nicht einfach, das weiß ich. Ich hoffe dennoch, dass sich Dreams4Kids weiter etabliert und dass ich auch in fünf Jahren Betreiberin eines liebevoll geführten, erfolgreichen Unternehmens mit einem wachsenden Mitarbeiterstamm sein werde, das es mir erlaubt, meinen Traum zu verwirklichen, aber auch Zeit für meine Familie zu haben.

Vielen Dank für das nette Interview, Frau Haag.

Hier gelangen Sie zum Unternehmensprofil von Dreams4Kids

So erreichen Sie Dreams4Kids

www.dreams4kids.de

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Janine Friebel

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