28.10.2016

Unternehmerstory mit Matthias Raisch von taxbutler

„Bei taxbutler haben meine Kunden nur 20 Prozent des Aufwands – für 100 Prozent Ergebnis!“

Bequem online die eigene Steuererklärung machen? Laut Matthias Raisch macht genau das, taxbutler möglich! Wir haben uns mit dem Gründer des Portals getroffen und über die Entstehung der Idee zu taxbutler gesprochen. Lesen Sie die ganze Geschichte in unserer aktuellen Unternehmerstory.

Matthias Raisch Gründer von taxbutler

Hallo Herr Raisch, stellen Sie sich und taxbutler doch kurz vor!

Ich bin Matthias Raisch und gründete taxbutler mit dem Ziel, die günstigste und bequemste Steuererklärung Deutschlands zu bieten. Vor meinem Leben als Entrepreneur war ich 20 Jahre in der Finanzbranche tätig, die letzten 14 Jahre bei Allianz u.a. als Leiter Services. Schon in meiner Zeit als Angestellter entwickelte ich IT-Ideen, setzte diese um und führte diese im Konzern ein. Das war schon eine sehr gute Vorbereitung auf das Leben als Gründer. Denn auch im Konzern musste man sich auch mit sehr guten Ideen durchsetzen, damit sie am Ende des Tages auch eingesetzt wurden.

Aus meiner ursprünglichen Idee wurde dann recht schnell die einzige Software, mit der die Kunden mit dem Smartphone per Fotofunktion ganz spielerisch ihre Steuererklärung machen können. Die Idee war quasi aus der Not geboren, da ich zwar den günstigsten Preis in Deutschland bieten konnte aber kein Produkt hatte, da ich kein Steuerberater bin. Denn in Deutschland dürfen vereinfacht dargestellt nur Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine Steuererklärungen für Dritte erstellen. Nun war ich auf der Suche nach einem Produkt für mein Startup. Es entstand eine Software bei der der Kunde keine Daten eingeben muss, sondern nur seine Dokumente einreicht. Entweder als Scan oder als Foto. Und damit war klar, dass taxbutler die einzige Software ist, mit der man mit dem Smartphone seine Steuererklärung erstellen kann.

Wie ist die Idee zu taxbutler entstanden?

Die grundsätzliche Idee entstand beim Mittagessen mit einem Kollegen, der sich als Steuerberater selbständig machte. Im Gespräch kamen wir auf die Preise, die eine Steuererklärung kostet, da ich damit liebäugelte, meine künftig machen zu lassen. Der von ihm genannte Preis von 1.500 Euro war mir zu hoch. Im Hinterkopf setzte sich die Idee fest, dass wenn man zu einem deutlich günstigeren Preis bei gleichem Aufwand und gleichen Ergebnis eine Steuererklärung bekommt, es eigentlich einen Markt dafür geben müsste.

Mit taxbutler bieten Sie Ihren Kunden eine neue Form der Onlinesteuererklärung. Wie unterscheidet sich taxbutler von anderen Wettbewerbern?

Schelmisch gesagt bin ich WISO oder taxman 10.0 - ☺. Nein aber der USP liegt darin, dass der Kunde nur seine Unterlagen fotografieren bzw. hochladen muss – das auch schon im laufenden Jahr - und den Rest (Daten erfassen, Formulardschungel) macht die Software. Bei allen anderen Angeboten muss man erst einmal das Jahr über alle Belege sammeln, dann alle Daten selber eingeben, diese steuerlich werten und zu guter Letzt sich durch den Registrierungsprozess von Elster erfolgreich durchkämpfen.

Wer sind Ihre Zielgruppen? Wen sprechen Sie mit Ihren Leistungen an?

Taxbutler konzentriert sich auf Studenten, Berufsanfänger, Familien und Pendler die ausschließlich Einkünfte aus nicht selbständiger Tätigkeit haben.

Was hat das Pareto-Prinzip mit taxbutler zu tun?

Vilfredo Pareto, Ingenieur, Soziologe und Begründer der Wohlfahrtsökonomik, wurde für sein „Paretoprinzip“ bekannt: Die 80-zu-20-Regel besagt, dass 80 % der Ergebnisse eines Projekts in 20 % der Zeit erreicht werden. Die verbleibenden 20 % verursachen mit 80 % der Zeit den größten Aufwand. Bei taxbutler haben meine Kunden nur 20 % des Aufwands – für 100 % Ergebnis!

Foto der taxbutler App

Wann haben Sie sich dazu entschlossen taxbutler zu gründen und was haben Sie davor beruflich gemacht?

Der Entschluss fiel Im Frühjahr 2012. Vor meinem Leben als Entrepreneur war ich 20 Jahre in der Finanzbranche tätig. Die letzten 14 Jahre bei der Allianz u.a. als Leiter Services. In meiner Allianz-Zeit kam mir die Idee. Nach ersten Berechnungen und Recherchen beschloss ich mein Angestelltendasein an den Nagel zu hängen und nochmals ganz von Vorne anzufangen. Mit Anfang 40 hatte ich noch mehr wie 20 Jahre vor mir und die wollte ich nicht einfach absitzen.

Warum lieber selbstständig als angestellt?

Nun ich war als Angestellter schon immer mehr selbständig und hatte auch in dieser Zeit immer wieder eigene IT-Ideen entwickelt und eingeführt – oft gegen große Widerstände aber immer mit Erfolg. Um aber von einer Idee zu 100% profitieren zu können, bleibt nur der Weg in die Selbständigkeit. Als Unternehmer ist man zudem noch mehr sein eigener Herr.

Bei welchem Unternehmen würden Sie gern mal einen Tag hinter die Kulissen schauen?

Bei Fastbill und anderen erfolgreichen Startups.

Welche Websites begleiten Sie im Alltag? Ohne welche würde es nicht funktionieren, wäre ein Arbeiten nicht machbar?

Die Seite von nwb in Sachen Fachinformationen und alles was mit Startup, Venture-Kapital und Marketing zu tun hat. Spezielle Seiten habe ich nicht. Im Wesentlichen bewege ich mich auf Facebook.

taxbutler, wo geht die Reise hin? Wie sehen Ihre Pläne für die nächsten 12 Monate aus?

In 12 Monaten soll eine noch bessere Version der aktuellen Software auf dem Markt sein. Um den Kunden die Steuererklärung noch einfacher und übersichtlicher zu machen.

Vielen Dank für das nette Interview, Herr Raisch.

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So erreichen Sie taxbutler

taxbutler.de

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Janine Friebel

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