21.03.2018

Unternehmerstory mit Marcel Heinrichs von BFT Verpackungen GmbH

„Als Angestellter würde ich wahrscheinlich unglücklich und frustriert sein, dass ich keine eigenen Ideen umsetzen kann.“

Verpackungen für alles, was man verpacken kann – das bietet BFT Verpackungen GmbH. Wir haben uns mit dem Gründer Marcel Heinrichs getroffen. Im Interview erzählt er, wie er die Gründung angegangen ist und wie sich sein Unternehmen bisher entwickelt hat. Sein Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft die Verpackungen auf drei Kontinenten.

Guten Tag Herr Heinrichs, stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor.

Marcel Heinrichs

BFT Verpackungen GmbH ist ein junges, dynamisches und schnell wachsendes Verpackungsunternehmen aus Berlin. Wir leben und lieben als Team, dass jeder Tag anders ist und jeder Tag neue Höhen und Abwechslung mit sich bringt. Immer die bestmögliche Verpackungslösung zu finden, ist unser Bestreben. Ich selbst bin Unternehmer aus Leidenschaft, ich nehme gerne Sachen in die Hand und setzte diese auch schnell durch.

Was sind oder waren Ihre größten Bedenken bei der Gründung?

Es gab keine Bedenken oder Ängste, nicht am erstem und auch nicht bis zum heutigen Tag. Wir konnten mit unserem Team immer schnell alle Sachen und Ideen umsetzen. Ich bereue nichts (lacht).

Warum sind Sie lieber selbständig als angestellt?

Als Angestellter würde ich wahrscheinlich sehr unglücklich in einem Büro sitzen und frustriert sein, dass ich keine eigenen Ideen umsetzen kann.

Wie haben Freunde und Familie auf das Projekt Selbständigkeit reagiert?

Mein direktes Umfeld ist meine Familie. Sie stand immer hinter mir und fand diese Idee sehr gut.

Gab es Beratungsangebote, die Sie während oder nach Ihrer Existenzgründung in Anspruch genommen haben?

Nein, eine externe Beratung habe ich nie von innen gesehen.

Wie ist die Idee zu BFT Verpackungen GmbH entstanden?

Nachdem ich lange in der Verpackungsbranche gearbeitet habe, mich aber mit dem Scheuklappendenken der Kollegen, der Betriebsstruktur und schlechten Weiterentwicklungschancen in der Industrie nicht identifizieren konnte, ich aber wusste, dass man in der Zukunft so keine Geschäfte machen kann, fiel mir der Schritt durch meine Partner in die Selbständigkeit nicht schwer. Wo wir schon bei der Entwicklung, die wir selbst anstreben, wären: Wir arbeiten in der Branche auf höchsten Niveau, mit eigener Konzeption und Vermarktung der Produkte.

Sie sprechen von der Entwicklung des Geschäfts. Wie hat sich Ihr Konzept und das Unternehmen an sich von der ersten Idee bis heute verändert?

Vom Anfang bis heute ist bereits viel passiert, die Grundidee und die Zielstrebigkeit sind die selben wie am ersten Tag, allerdings haben wir heute bereits mehrere betriebseigene Auszubildende, einen Verpackungsingenieur und mehrere Leute im Verkauf. Das gewährleistet höchste Standards und auch schnelle interne Entwicklungen. Die Firma ist mittlerweile aufgespalten: Für den deutschen Raum firmieren wir unter BFT Verpackungen GmbH. Im Ausland – in Spanien, Italien, auf den Kanarischen Inseln und in Kolumbien – agieren wir als IBB Packaging Solutions GmbH.

Wer ist Ihre Zielgruppe, die international so weit verstreut ist?

Unsere Zielgruppe ist ebenfalls weit gestreut. Wir beliefern zu 100% Firmenkunden. Diese teilen sich auf in die Branchen Versand, Kosmetik, Edelmetall sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Was ist außer Ihrer geografischen und branchenübergreifenden Reichweite das Besondere an Ihrem Unternehmen?

Wir sind nicht der typische Händler, da bei uns von der ersten Idee über die Konzeption und die Produktion der Güter alles aus einer Hand kommt. Wir arbeiten nicht nur in unserer Fabriketage, wir sind mit dem Team hier auch am Kickern, Grillen auf unserer Terrasse oder sitzen hier auch einmal bei einem Getränk und besprechen die nächsten Schritte in einem sehr schönen Ambiente im Herzen von Berlin.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung in unserem Geschäft ist, nie stehen zu bleiben, sich permanent weiterzuentwickeln und eine höchstmögliche Kundenzufriedenheit und Produktsicherheit zu gewährleisten. Bist du elastisch, bleibst du flexibel (lacht). Bei der Gründung gab es einen Investor, andere Gelder oder Fördermittel waren nicht nötig.

Wo sehen Sie Ihr Geschäftsfeld in fünf Jahren?

Wir werden eine große Entwicklung bei den kompostierbaren Folienverpackungen erleben, diese werden immer besser und werden dann einen großen Marktanteil haben.

Wie erreichen Sie Ihre Kunden?

Wir arbeiten nach dem Prinzip einer Pyramide: Ganz oben steht der Verkauf, der durch seine offenen Augen die Großkunden akquiriert. In der Mitte steht das solide On- und Offpage-Marketing. Der Grundstein besteht aus den vorhandenen und den Vermittlungsgeschäften der Bestandskunden.

Und was steht im nächsten Jahr im Unternehmen auf der Agenda?

Unser Team besteht in aus elf Mitarbeitern. Wir versuchen nach wie vor, immer mehr Leute einzustellen, um weiter zu wachsen.

Herr Heinrichs, wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für das nette Gespräch.

Vielen Dank.

Über den Autor

Ulrike Schult

Ulrike Schult

Die Autorin ist als Redakteurin im Team von unternehmenswelt.de tätig. Zuvor beriet Ulrike Schult in Leipzig Studierende zum Einstieg ins Berufsleben und organisiert momentan unter anderem an der Fachhochschule ein überfachliches Qualifizierungsprogramm für Doktoranden aus den Ingenieurswissenschaften und anderen Bereichen.

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