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23.03.2011

Selbstständigkeit: Was den Unternehmergeist wirklich ausmacht

Wie heißt es so schön: Wer ein Unternehmen erfolgreich gründen und führen will, braucht neben einer guten Idee und genügend Kapital viel Unternehmergeist. Doch was genau ist dieser Unternehmergeist eigentlich? Dieser Frage sind Wissenschaftler vom DIW Berlin und dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn nachgegangen und haben die Persönlichkeit von Selbstständigen und Angestellten verglichen.

Wie heißt es so schön: Wer ein Unternehmen erfolgreich gründen und führen will, braucht neben einer guten Idee und genügend Kapital viel Unternehmergeist. Doch was genau ist dieser Unternehmergeist eigentlich? Dieser Frage sind Wissenschaftler vom DIW Berlin und dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn nachgegangen und haben die Persönlichkeit von Selbstständigen und Angestellten verglichen.

Um einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeit, beruflicher Selbstständigkeit und Unternehmergeist herzustellen, untersuchten die Wissenschaftler die Risikobereitschaft, Kontrollüberzeugung und die Big Five eines Menschen: Emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. DIW-Forschungsdirektor Alexander Kritikos fasst die Forschungsergebnisse wie folgt zusammen: Selbstständige sind offener für Erfahrungen, extrovertierter und risikofreudiger als Angestellte. Außerdem sind sie meist davon überzeugt, dass ihr beruflicher Erfolg vor allem von ihnen selbst und nicht so sehr von äußeren Faktoren abhängt, so Kritikos. Personen, die hohe Werte in den Bereichen Offenheit und emotionale Stabilität aufweisen, schlagen häufiger den Weg ins Unternehmerleben ein als andere, so die Studie.

Doch die persönlichen Eigenschaften eines Menschen entscheiden nicht nur, ob man sich selbstständig macht, sondern auch ob das Vorhaben Erfolg hat. Menschen, die entweder besonders stark oder kaum risikofreudig sind, haben im Durchschnitt weniger Erfolg mit der beruflichen Selbstständigkeit als Personen mit einer mittleren Risikofreude, bemerkt Kritikos. Auch eine hohe Verträglichkeit fördert nicht unbedingt den unternehmerischen Erfolg. Eine geringere Verträglichkeit hilft beispielsweise, Verhandlungen zum eigenen Vorteil zu führen, was wiederum schneller zum gewünschten Erfolg führt, so die Forscher.

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Kristin Lux