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10.02.2011

High-Tech Branche: In den Ballungszentren wird am meisten gegründet

Ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Gründerlandschaft sind die High-Tech Gründungen. Wenn über Deutschland als Innnovationsstandort diskutiert wird, wird genau dieser Branche immer wieder eine große Bedeutung beigemessen. Eine Studie des ZEW und Microsoft Deutschland zeigt nun auf, welche Regionen die höchste Gründungsintensität im High-Tech-Bereich aufzuweisen haben.

Ein wesentlicher Bestandteil der Gründerlandschaft sind High-Tech Gründungen. Wenn über Deutschland als Innnovationsstandort diskutiert wird, wird dieser Branche stets eine große Bedeutung beigemessen. Eine Studie des ZEW und Microsoft zeigt jetzt, welche Regionen die höchste Gründungsintensität im High-Tech-Bereich aufzuweisen haben. Den Ergebnissen zufolge steht die Mainmetropole Frankfurt an der Spitze der Republik. Insgesamt kommen hier mehr als vier High-Tech-Gründer (4,17) auf 10.000 Erwerbsfähige. Gefolgt wird Frankfurt von München (3,88), Düsseldorf (3,79) und Hamburg (3,75).

Dr. Georg Licht, Leiter des Forschungsbereichs "Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung" beim ZEW, kennt die Gründe dafür. Bei Gründungen im High-Tech-Sektor spielt das regionale Umfeld eine wichtige Rolle. Eine gute Wissensinfrastruktur geschaffen durch Universitäten, Fachhochschulen und Studierende der Fächer Mathematik oder Naturwissenschaften wirken sich auf die Gründungskultur aus, so Licht. Doch die Macher der Studie schlagen Alarm: Auch wenn die Gründungsintensität in den Ballungszentren durchaus positiv ausfällt, so weisen die meisten Regionen Deutschlands in den vergangenen Jahren einen Rückgang der Investition sowie der Gründungsaktivität im High-Tech-Sektor auf.

Im Vergleich zum Zeitraum 2002-2005 ist die Gründungsintensität in vielen Regionen zwischen 2006-2009 um 5 bis 20 % zurückgegangen. In einigen Bezirken waren es sogar mehr als 20 %. Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, betont daher die Notwendigkeit, eine gezieltere Investition in die IT-Clusterförderung zu forcieren, anstatt das Geld nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Außerdem brauche Deutschland ein Gründergesetz, welches den Gründern einen besseren Zugang zu Wagniskapital ermögliche. Politische Maßnahmen müssen auch die Gründungskultur fördern, die Angst vor dem Scheitern verringern und den Unternehmergeist schon bei Schülern und Studierenden wecken, so Haupter.

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Kristin Lux