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20.04.2018

Kosten für Franchisegründung in Deutschland durchschnittlich 100.000 Euro

Franchisesysteme in Deutschland expandieren, freut sich der Deutsche Franchiseverband. Für durchschnittlich 100.000 Euro gründen Franchisenehmer auf diese Weise ein eigenes Unternehmen. Oft ist die Gründung aber keine Premiere: Viele bringen sie schon Erfahrung als Unternehmer oder sogar als Franchisenehmer mit.

franchise

Franchisegründungen werden immer beliebter. Wer sich mit einem Franchise selbständig machen möchte, muss dafür in Deutschland mit durchschnittlichen Startkosten von etwa 100.000 Euro rechnen. Das teilt der Deutsche Franchiseverband in seiner im April veröffentlichten Statistik zur deutschen Franchisewirtschaft für das Jahr 2017 mit. Auf die Einstiegsgebühr, die Franchisenehmer an das Franchisesystem zahlen, entfallen von den Startkosten durchschnittlich 14.000 Euro. Die Spanne der Einstiegsgebühren, aus der sich dieser Schnitt ergibt, liegt zwischen null Euro und 55.000 Euro.

Startinvestitionen

Franchisestatistik 2017

Ist der Einstieg vereinbart, ist aber noch kein Laden ausgebaut, kein Warengrundstock angeschafft und sind noch keine Gebühren für die verschiedenen Behördengänge gezahlt. Diese Startinvestitionen belaufen sich auf durchschnittlich etwa 84.000 Euro wenn man zwei Extremwerte außer Acht lässt. Inklusive der zwei Ausreißer liegt die notwendige Startinvestitionssumme bei den befragten Franchisesystemen zwischen null Euro und zwei Millionen Euro.

Zahl der Partner und Umsatz wachsen

Dieses Startkapital für ein Franchise bringen in Deutschland immer mehr Gründer auf. Der Franchiseverband verzeichnet 2017 rund 4.400 neue Franchisenehmer, was für ein Wachstum der Franchisewirtschaft von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgte. Unter anderem durch den Zuwachs bei den Partnern, wurde insgesamt ein Umsatzwachstum von etwa 8 Prozent auf 112,2 Millionen Euro erreicht. Der Dienstleistungssektor belegt innerhalb der Branchen im Franchising mit 40 Prozent den ersten Platz, gefolgt von Gastronomie/ Touristik/ Freizeit mit 27 Prozent und dem Handel mit 23 Prozent.

Multi-Unit-Franchising als Trend

Schon bestehende Unternehmer tauchen mit 25 Prozent als häufigste Gruppe unter den Franchisenehmern auf. Angestellte, Fach- und Führungskräfte führten diese Liste bisher an, machen aber nun nur noch 24 Prozent der Gründer aus. Ein Trend, der sich immer mehr abzeichnet ist das Multi-Unit-Franchising: 18 Prozent derjenigen, die 2017 mit einem Franchise an den Start gingen, waren bereits Franchisepartner. Für Franchisesysteme ist Multi-Unit-Franchising also ein immer wichtigerer Faktor bei der Expansion.

Die Daten in der Franchisestatistik wurden unter 187 Franchisesystemen erhoben, die sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder des Deutschen Franchisingverbandes sind. Die ausführlichen Ergebnisse der Franchisestatistik 2017 finden Sie hier auf franchiseverband.com

Bilderquelle: Screenshots aus der Franchisestatistik 2017, Franchiseverband.com

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Über den Autor
Ulrike Schult

Ulrike Schult

Die Autorin ist als Redakteurin im Team von unternehmenswelt.de tätig. Zuvor beriet Ulrike Schult in Leipzig Studierende zum Einstieg ins Berufsleben und organisiert momentan unter anderem an der Fachhochschule ein überfachliches Qualifizierungsprogramm für Doktoranden aus den Ingenieurswissenschaften und anderen Bereichen.