30.06.2016

Franchise-Check: BackWerk

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Wieder haben wir ein Franchise zum Gespräch eingeladen und nehmen die Franchisegeber unter die Lupe. Diese Woche hat uns Dr. Patrick Bartsch von BackWerk besucht und stellt sich unseren Fragen. Er erzählt uns von der Entwicklung von BackWerk vom Discountbäcker zum Backgastronomen und von interessanten Wachstumsmöglichkeiten, die sich zukünftigen BackWerk-Partnern bieten. Was den idealen BackWerker von Morgen ausmacht, lesen Sie im aktuellen Franchise-Check mit BackWerk.

Das Logo von BackWerk

Hallo Herr Dr. Bartsch, stellen Sie sich und BackWerk doch kurz vor! Was macht BackWerk als Franchisesystem aus?

Einen schönen guten Tag Frau Friebel, ich freue mich Sie zu treffen. Ich verantworte bei BackWerk die Abteilung Franchisevergabe. Wir begleiten alle Franchiseinteressenten vom Erstkontakt mit der Systemzentrale bis zum eigenen BackWerk. Darüber hinaus werden auch Standortverkäufe – seien es bestehende BackWerke oder neue Standorte – an Franchisepartner, die expandieren möchten, durch uns gemanaged.

Das erste BackWerk wurde im Jahr 2001 in Düsseldorf gegründet. Seither haben wir gemeinsam mit zahlreichen Franchisepartnern – mittlerweile an die 250 Partner – über 340 BackWerke in Deutschland und Europa eröffnet. Zu Beginn verfolgten wir das Konzept des Discountbäckers. Doch nach und nach gingen wir über zum Konzept der Backgastronomie. Gefördert und gefordert wurde dieser Wandel durch die Einführung der Bake-Off-Stationen im Lebensmitteleinzelhandel. Wir entwickeln das BackWerk-Konzept stetig weiter um den stetig steigenden Ansprüchen der Gäste gerecht werden zu können. Dabei unterstützen uns auch die Partner tatkräftig mit ihren Ideen. BackWerk ist der erfolgreichste Backgastronom in Deutschland und Europa. Mit Abstand haben wir die meisten Standorte. So sind wir beispielsweise auch der einzige Anbieter dieser Branche in Deutschland, der in allen Bundesländern vertreten ist. Bei BackWerk ergeben sich ständig neue Chancen für Unternehmer, die sich selbst verwirklichen wollen.

Was unterscheidet BackWerk von anderen Franchisesystemen?

Es gibt drei Dinge die uns von anderen Systemen unterscheiden:

Erstens haben wir die Konzeptführerschaft durch eine ständige Weiterentwicklung des Systems. Wir waren nicht einmalig Erfinder, sondern sind ständiger Innovator der Branche. Zweitens sind wir unabhängig im Einkauf, d.h. wir sind nicht an bestimmte Lieferanten gebunden und können somit jederzeit die besten Konditionen bei Toplieferanten für unsere Partner verhandeln. Und Drittens zählt bei uns das Unternehmertum vor Ort, da inhabergeführte Betriebe nachweislich wesentlich erfolgreicher sind. Wir leben konsequent diesen erfolgreichen Kurs: BackWerk hat nur einen einzigen Standort als systemeigenen Betrieb – und zwar für Schulungszwecke für neue Franchisepartner.

Welche Voraussetzungen muss ein zukünftiger Franchise-Partner mitbringen? Welche Kriterien sind BackWerk wichtig?

Ein künftiger Franchisepartner sollte auf jeden Fall Leidenschaft für unser backgastronomisches Konzept mitbringen und das dann auch im eigenen Laden dem Gast gegenüber verkörpern. Servicementalität, Freude am Gästekontakt, Teamgeist und auch Führungskompetenz sollten bei einem potenziellen BackWerker vorhanden sein. Bei aller Leidenschaft sollte der künftige BackWerk-Inhaber aber auch ein Unternehmer sein. Unternehmerisches Denken und Handeln wird bei uns groß geschrieben: Bei BackWerk herrscht ein ausgewogenes Verhältnis von unternehmerischer Freiheit und Vorgaben durch die Systemzentrale. Wenn ein Bewerber dann noch kaufmännische Grundkenntnisse, Gespür für hohe Produktqualität, Hygiene, Sauberkeit und verkäuferische Begabung mitbringt – perfekt. Mehr als kaufmännische Grundkenntnisse sind bei uns wirklich nicht notwendig, da der kaufmännische Part (Finanz- und Lohnbuchhaltung) komplett an externe Buchhaltungsdienstleister ausgegliedert wird. Eine unserer Kernaussagen trifft auch hier wieder zu: Der Franchisepartner soll seine Zeit nicht im Backoffice verbringen, sondern operativ und am Gast. Natürlich ändert sich das Aufgabenfeld, wenn irgendwann das zweite oder dritte BackWerk hinzukommt. Aber auch dabei unterstützen wir unsere Partner mit unseren intensiven Schulungsmaßnahmen. Nicht zuletzt benötigt ein Bewerber natürlich auch ein gewisses Maß an Eigenkapital um ein BackWerk übernehmen zu können.

Welche Franchisegebühren erwarten zukünftige Franchisepartner und wie hoch ist die Eintrittsgebühr ins Franchisesystem?

Die Eintrittsgebühr in unser System beträgt 3.600 Euro je Vertrag, wobei unsere Verträge immer 5 Jahre laufen. Ansonsten haben wir eine laufende Franchisegebühr von 5,5% des monatlichen Nettoumsatzes. Keine Werbegebühr oder ähnliches, dies wird alles durch die Franchisegebühr abgedeckt.

Wie hoch beläuft sich der Jahresumsatz und wie sind die Verdienstmöglichkeiten für den Franchisenehmer?

Der durchschnittliche Jahresumsatz wächst kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2015 hatten wir ungefähr 600.000 Euro Umsatz je Standort als Mittelwert. Unsere Franchisepartner haben dabei eine Umsatzrendite im zweistelligen Prozentbereich vom Netto-Umsatz, der Cash-Flow ist entsprechend höher wenn die Abschreibungen einbezogen werden. Vieles liegt dabei am Unternehmer selbst und wie sehr er sich im Standort mit einbringt.

Welche einheitlichen Standards gibt BackWerk vor und wir werden sie umgesetzt?

Unsere Systemstandards werden definiert durch unseren Franchisevertrag und unser Systemhandbuch. Das Systemhandbuch bekommt jeder Franchisenehmer ausgehändigt, wenn er den Franchisevertrag unterzeichnet hat. Das Systemhandbuch deckt dabei alle Bereiche eines BackWerks ab. Dies geht von Rezepturen über Personalschulungen bis hin zu kaufmännischen Empfehlungen und Hygienevorschriften. BackWerk versteht sich dabei den Franchisenehmern gegenüber als Full-Service-Dienstleister.

Im Rahmen unserer Ausbildung – diese dauert mehrere Wochen und wird in unserer hauseigenen Akademie durchgeführt – werden den Interessenten alle Systemstandards beigebracht. Wir schulen dabei nicht nur theoretisch, sondern auch sehr praxisnah in unserem eigenen BackWerk. Die Einhaltung der Systemstandards überprüfen wir regelmäßig durch die Durchführung von Mystery Shoppings und Audits, die durch unabhängige Dienstleister durchgeführt werden.

Das Logo von BackWerk

Bis Jahresende soll es BackWerk über 350-mal in Europa geben. Welche Voraussetzungen muss ein zukünftiger Standort haben?

Wie bei allen Systemen: Lage, Lage, Lage. Ein Standort, für den wir uns interessieren muss eine sehr gute Lage haben, in kleinen Städten muss es das beste Ladenlokal der Stadt sein. Natürlich nutzt die beste Lage der Stadt nicht, wenn die übrigen Parameter wie z.B. Größe, Grundriss, Schaufensterfront und technische Spezifikationen nicht stimmen. Aber alles wird von unseren Experten im Vorfeld der Anmietung genauestens unter die Lupe genommen, so dass uns nach der Anmietung keine bösen Überraschungen drohen – zum Wohle und zur Sicherheit der Franchisenehmer.

Gibt es Unterschiede zwischen BackWerk in Deutschland und anderen Standorten in Europa, wie zum Beispiel in Österreich oder den Niederlanden?

Im Ausland haben wir uns auf die Bedürfnisse der Gäste eingestellt. In England beispielsweise firmieren wir unter einer anderen Marke, dort heißen wir Bake&Take. Von Land zu Land wird unser Sortiment den Ansprüchen der Gäste angepasst. In Österreich haben wir andere Produkte als in Deutschland und in den Niederlanden wieder andere Produkte und Rezepturen. Dabei gibt es Artikel, die in allen Ländern gleich sind. Teilweise jedoch passen wir sogar das Ladenbaudesign den länderspezifischen Wünschen der Gäste an.

Wo liegt aktuell die größte Herausforderung für BackWerk?

Die größte Herausforderung bereitet uns momentan der Lebensmitteleinzelhandel mit immer größerer Durchsetzung von Bake-Off-Stationen in den Supermärkten. Unser Sortiment hat sich in den vergangenen Jahren weg von Brot und Brötchen hin zum Sofortverzehr gewandelt, damit einher ging auch unser Wandel vom SB-Bäcker zum führenden Backgastronomen in Deutschland und Europa. Eine weitere Herausforderung ist es, passende Mietobjekte zu finden. Wir würden gerne schneller wachsen als wir es tun – uns fehlen aber passende Angebote auf dem Immobilienmarkt. Als letzte Herausforderung möchte ich die Suche nach Franchiseinteressenten nennen. In der hervorragenden wirtschaftlichen Lage in Deutschland – viele unbefristete Arbeitsverhältnisse und ein Arbeitnehmermarkt – ist es aktuell nicht trivial Interessenten zu finden, die sich selbstständig machen wollen. Die Chancen für Bewerber bei BackWerk sich schnell selbstständig zu machen sind daher recht groß.

Wie entwicklen Sie sich weiter? Wie sehen die nächsten Schritte für BackWerk aus?

Wir werden den Wandel zum Backgastronomen weiter forcieren und vermehrt größere Ladenflächen anmieten. Ein BackWerk mit über 100 Sitzplätzen wird in Zukunft kein Exot mehr sein sondern Normalität werden. Unser Ladenbaudesign wird stetig weiterentwickelt und wir setzen uns dadurch in Sachen Aufenthaltsqualität und „Coolness“ immer weiter von unseren Marktbegleitern ab.

Vielen Dank für das nette Interview, Herr Dr. Bartsch.

Ich danke Ihnen sehr herzlich, Frau Friebel.

Mehr zum Franchise-System finden Sie auf der offiziellen Website von BackWerk

Franchise-Systeme werden für Gründer immer attraktiver, doch kennen sich noch immer nicht alle über diese Möglichkeit der Selbstständigkeit aus. Unternehmenswelt.de stellt regelmäßig ausgewählte Franchise-Konzepte vor. Sie haben Interesse, dass auch Ihr Franchise-Konzept vorgestellt wird? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Franchise-System" an service@unternehmenswelt.de. Wir melden uns anschließend bei Ihnen!

Über den Autor

Janine Friebel

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