12.04.2019

Die Microsoft Initiative „Make Your Wish“

- Was wünscht sich die Bevölkerung von Künstlicher Intelligenz?

KI-basierte Texterkennung, KI für Pflanzen oder intelligente Wartungssysteme. Die Bandbreite derer Ideen aus der Bevölkerung, die es ins Finale der Microsoft „Make Your Wish“-Initiative geschafft hatten, war groß und auch darüber hinaus fanden sich unter den insgesamt 100 Teilnehmern alles andere als DAU´s (Dümmster Anzunehmender User) oder FSVG´s („Fehler sitzt vor Gerät“) - Kürzel, die augenzwinkernd unter KI-Entwicklern u.a. für Zielgruppen-Persona gebräuchlich sind. - Die Gesellschaft hat also durchaus klare Vorstellungen davon, wie KI konkret unterstützend aussehen kann und will diese Ideen auch mitentwickeln.

And the Winner is! – eine KI für Pflanzen, KI zur Erkennung von Schlaganfällen und intelligente Wartungssysteme als glückliche Preisträger

Das Projekt KI für Pflanzen ist Sieger der Microsoft „Make Your Wish“-Initiative. Kern der Idee ist eine Künstliche Intelligenz, die anhand von Pflanzenbildern und dort ersichtlichen Farbstrukturen, Schädlingsbildern etc. erkennen kann, welche Nährstoffe der Pflanze zugeführt werden müssen für besseres Gedeihen. Zielgruppe sind sowohl Hobbygärtner, als auch Landwirte und Kleinbauern, die so Erträge besser steuern können. Gemeinsam mit Microsoft-Partner sepago wird das Projekt nun umgesetzt. Auf den Plätzen 2 und 3 finden sich jeweils ein KI-Projekt zur Früherkennung von Schlaganfällen anhand von Risikofaktoren und zur intelligenten Wartung von Stromnetzen. Letzteres auch als Predictive Maintenance bezeichnete System will unterirdische Stromkabel besser warten können durch eine virtuelle Abbildung dieser. Dies ist möglich, da viele Daten über die Beschaffenheit der Kabel bekannt sind, sie aber für direkten Augenschein schwer zugänglich sind.

25.000 EUR für den Sieger, 15.000 EUR und 10.000 EUR an die Plätze 2 und 3

Das erstplatzierte Konzept von sepago „KI für Pflanzen“ erhält 25.000 Euro für die Weiterentwicklung, sowie technische Unterstützung durch KI-Experten von Microsoft. Platz zwei mit 15.000 Euro geht an den Microsoft Partner PlanB und die Entwicklung einer KI, die den Zustand von Patienten überwacht, um bei Frühwarnzeichen für Schlaganfälle Ärztinnen und Ärzte zu alarmieren. Auf Platz drei mit 10.000 Euro-Entwicklungsanschub landet team neusta und sein Konzept einer KI für die intelligente Wartung von Stromnetzen.

Aus mehr als 100 Wünschen hatten die Experten die Qual der Wahl. Unabhängig von der Preisträgerschaft hatten sich schon im Vorfeld 42 Softwareentwickler und KI-Experten als „Wunscherfüller“ auf der Microsoft-Plattform registriert, so dass es bei den 3 Gewinnern nicht bleiben wird. 12 der eingereichten Wünsche werden aktuell bereits in konkrete Projekte umgesetzt.

Die 3 Kernfragen des KI-Festivals – Gesundheit, Arbeit, Klimawandel

Angesichts öffentlicher Panels und Diskussionen konnten die Teilnehmer außerdem mit Entscheidern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über Kardinalfragen unserer Zeit ins Gespräch kommen. Folgende konzeptionelle Fragen dominierten dabei:

Heilen mit Daten - Vertraust du Dr. KI?

Im Gespräch mit Ärzten und Pflegepersonal wurden Fragen der Früherkennung von Krankheiten mithilfe diagnostischer KI behandelt.

Arbeit mit KI – Wer ist hier der Boss?

Welche Auswirkungen hat KI im Berufsalltag für Mitarbeiter und Führungskräfte? Wie müssen wir KI gestalten, damit sie ein „guter Kollege“ wird? Was sind Wünsche und Forderungen an den neuen Mitarbeiter?

Erde an KI - Kannst du kurz die Welt retten?

Im Gespräch mit Aktivisten und Umweltexperten suchten die Teilnehmer den Austausch darüber, wie KI als Schlüssel für ein nachhaltiges Verständnis und die Zukunft des Planeten genutzt werden kann.

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär zeigte sich mit dem Verlauf des Gipfels zufrieden: „Wir Deutschen haben zwar die größte Angst vor Veränderungen, aber wenn es darauf ankommt, sind wir doch ziemlich gut im Wandel. Wir brauchen nur Mut!“

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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