23.07.2018

Choon – der Blockchain - Konkurrent für Apple Music, Spotify & Co

Wie ein Streaminganbieter die Musikindustrie verändern will

Dass Crypto-Währungen und die hinter ihnen stehende Blockchain-Technologie vielfältige Anwendungsbereiche in Zukunft teilweise neu definieren werden, kann man anhand des Musikstreaminganbieters Choon sehr gut veranschaulichen. Auf Basis der Ethereum – Blockchaintechnologie, Smart Contracts und mithilfe eines eigenen Token – Systems treten die Macher an, sowohl für Künstler, als auch für Nutzer ein modernes, effizientes und umsatzgerechtes Tool zu kreieren. - Wir stellen die Choon – Plattform vor!

Gareth Emery, seines Zeichens DJ und Crypto-Enthusiast früher Stunde, hat es geschafft seine Leidenschaft für Musik einerseits und Crypto-Technologie auf der anderen Seite in einem Projekt zusammenzuführen. Gemeinsam mit den Blockchain-Entwicklern John Watkinson und Matt Hall setzte er im Frühjahr 2018 Choon online und damit einen Pionier für blockchainbasierte Streaminganbieter im Netz.

Choon - Gerechtere Verteilung von Umsätzen

Emery´s ambitioniertes Ziel ist die gerechtere Verteilung von Umsätzen aus Onlinestreaming für vor allem die Künstler, denen ein 80%-iger Anteil zugesprochen werden soll. Das System reguliert sich dabei selbst mithilfe der Choon eigenen Crypto-Token, den NOTES. Diese können Nutzer verwenden, um ihre favorisierten Tracks zu erwerben. Sie können sie gleichsam aber auch quasi „verdienen“, durch das Anlegen von Playlists oder Interaktion mit der Community.

Integration von Smart Contracts 

Die Integration von Smart Contracts ermöglicht darüber hinaus weitere kreative Anwendungen. Revenues können so in einzelne Bezugsteilnehmer innerhalb von Gruppierungen automatisch aufgteilt werden. Innerhalb der Streamingplattform vertretene Künstler können sich via Smart Sample Contracts auch gegenseitig remixen, wobei ein 50%iger Ownership Revenue pro Remix als fällig programmatisch bereits verankert wird.

Dadurch entsteht sowohl verwaltend als auch finanziell ein ökonomisch für beide Seiten lukratives und effizientes System, das technologisch außerdem noch kreative Interaktion befördert.

Angesichts vergleichsweise schmaler Vergütungshorizonte bei etablierten Größen wie Soundcloud oder Spotify erscheint Choon als vielversprechendes Modellprojekt für die Zukunft, das, in einer entsprechenden Breitenwirkung etabliert, viele bis dato unerlässlich schienende Intermediäre obsolet machen kann.

Was Choon alles leisten kann, veranschaulicht das folgende Video in einer kurzen Animation:

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Als freie Texterin fokussiert sie sich auf die Themen Nachhaltigkeit, innovative Entwicklungskonzepte und responsible tourism. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen.

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