Baust du die Infrastruktur für 14,5 Millionen Elektroautos mit?

Ein Plus von 14,5 Millionen Elektroautos will die neue Bundesregierung in den kommenden neun Jahren auf Deutschlands Strassen fahren sehen. Neben den Autoherstellern profitieren auch andere Branchen von dem sportlichen Ziel. Denn schliesslich braucht die E-Mobilität jede Menge an neuer Infrastruktur. Dabei entstehen auch für KMU neue Geschäftsideen.

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Baust du die Infrastruktur für 14,5 Millionen Elektroautos mit?

14,5 Millionen neue Elektrofahrzeuge in 9 Jahren

Laut statistischem Bundesamt wurden dieses Jahr mit 307.525 rein elektrisch betriebenen Autos soviel dieser Art zugelassen, wie noch nie. Im Vorjahr 2020 waren dies 194.163. In 2019 lediglich 63.281. Seit 2017 hat sich die Anzahl an Zulassungen von Elektrofahrzeugen damit fast jährlich verdoppelt.

Aktuell fahren rund 440.000 Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Strassen. Nach dem Willen der Ampel-Regierung soll sich diese Zahl in nur neun Jahren, bis 2030 auf 15 Millionen erhöhen.

Aktuell werden rund 3 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zugelassen. Um das sportliche Ziel von 15 Millionen zu erreichen, müssten die Elektromobilkäufe um 40 Prozent pro Jahr zulegen, auf jährlich rund 50 Prozent der Neuzulassungen. Dies ist ein gesellschaftlicher Kraftakt und bietet neue Geschäftsideen.

Neu: Innovationsprämie zum Kauf eines Elektroautos jetzt bis 2022

Damit das Ziel in der Elektromobilität erreicht werden kann, hat die neue Bundesregierung als eine ihrer ersten Amtshandlungen die staatliche Förderung beim Kauf eines Elektroautos verlängert. Statt bis Ende diesen Jahres, soll die  sogenannte Innovationsprämie bis Dezember 2022 weiterlaufen.

Bis zu 9.000 Euro Förderung können Käufer von rein elektrisch angetriebenen Autos demnach weiter erhalten. Plug-in-Hybride, welche neben Strom auch weiterhin Benzin oder Diesel verbrennen, werden weiter mit maximal 6.750 Euro gefördert.

Ab dem Jahr 2023 müssen sich Autokäufer dann auf grundlegende Veränderungen bei der Innovationsprämie oder einem Nachfolgeprogramm einstellen.  Dann sollen laut Wirtschafts- und Klimaschutzministerium nur noch Elektrofahrzeuge gefördert werden, welche einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Dieser soll sich aus dem elektrischen Fahranteil und einer elektrischen Mindestreichweite errechnen.

955.000 neue Ladesäulen in 9 Jahren

Mit der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen steigen auch die Ansprüche an die Infrastruktur. Anders als bei den aktuell noch verbliebenen 14.459 Tankstellen, gilt es einen längeren "Auftankprozess" mit Strom abzusichern. Die Ampel-Koalition sieht deshalb eine Million öffentliche Ladepunkte bis 2030 vor.

In den nächsten neun Jahren müssen demnach 955.000 neue Ladestationen entstehen. Aktuell sind es rund 45.000.

Da ein Grossteil der neuen Ladestationen sogenannte Schnellladestationen sein sollen und aus Nachfragesicht sein müssen, ergeben sich für die Kommunen und Landkreise einige Herausforderungen. Denn für diese müssen dann in jeder Strasse neue Kabel und Verteilernetze gezogen werden.

Neue unternehmerische Chancen in der E-Mobilität

Vom Car-Sharing bis zum Car-Abo gibt es neue Geschäftsmodelle am Markt, welche die Nachfrage nach nachhaltigen, flexiblen und modernen Mobilitätsangeboten befriedigen wollen. Auch der klassische Autokauf ist spätestens seit dem Onlinevertrieb von Tesla Geschichte. Der Vertrieb von Elektroautos verschiebt sich ins Internet. Affiliate-Programme der direkt vermarktenden Autohersteller können auch von neuen Playern aufgegriffen werden, welche im Netz nah an der Zielgruppe agieren.

Neben den Dienstleistungen rund um die Elektroauto-Anschaffung, gibt es gerade für den Aufbau der dazugehörigen Infrastruktur diverse Geschäftsmodelle. Davon können insbesondere die Businesspläne des Handwerks im Bereich Tiefbau bis Elektroinsstallation profitieren.

Auch gilt es weiter die Augen in der Fahrzeugentwicklung aufzuhalten. Schliesslich soll auch das fahrerlose Autofahren möglich sein. Diese Technologien sollen sich wohl erst in 9 Jahren durchsetzen. Mit den 5G und 6G Standards könnte dies aber auch schon schneller passieren - neue Geschäftsmöglichkeiten inbegriffen.

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Über den Autor
René Wendler

René Wendler

René hat die letzten 20 Jahre erfolgreich Geschäftsmodelle zur Betreuung von Gründern und Unternehmern aufgebaut. Damals wie heute adressiert er gemeinsam mit seinem Team Solo-Selbstständige und Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, welche weder die mediale noch politische Aufmerksamkeit haben, obwohl sie 95% aller Unternehmen in Deutschland stellen und 60% aller Arbeitsplätze absichern. Daraus entstanden ist auch unternehmenswelt.de, die mittlerweile größte Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer in der D/A/CH Region mit über 500.000 Mitgliedern.

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