01.05.2019

Unternehmerstory mit Knut Hebstreit von HEBSTREIT designstudio

„Versuche Ideen aus Deinem Umfeld aufzunehmen - formuliere aber im Kern immer Deinen eigenen Plan.“

Wir haben uns mit Knut Hebstreit von HEBSTREIT designstudio getroffen. Mit seiner Agentur mit Onlineshop für digital erstellte und handgezeichnete Stock-Medien beliefert er Privatpersonen, Designer und Unternehmen mit Stock-Grafiken. Im Interview werfen wir gemeinsam mit ihm einen Blick hinter die Kulissen der jungen Berliner Agentur.

Hallo Herr Hebstreit, stellen Sie sich und HEBSTREIT designstudio doch kurz vor!

Knut Hebstreit von HEBSTREIT designstudio

Guten Tag, mein Name ist Knut Hebstreit, Gründer und Geschäftsführer von HEBSTREIT designstudio. Eine Agentur mit Onlineshop für digital erstellte und handgezeichnete Stock-Medien.

Wie kamen Sie zu der Idee, wie fing alles an?

Als angestellter UI/UX-Designer in einer Werbeagentur reizte mich die Idee, digitale Medien nicht als Auftragsarbeit sondern unabhängig über Stockagenturen und mit eigenem Webshop anzubieten. Es vergingen aber noch einige Jahre als Freelancer im Bereich Produktentwicklung bis ich mich sicher genug fühlte, meinen Traum in die Tat umzusetzen.

Seit Oktober 2015 arbeite ich kontinuierlich mit einem Business-Plan, der mir inzwischen als Controlling-Werkzeug dient. Hier kann ich meine Einnahmen und Ausgaben erfassen und die Leistung meines Portfolios ermessen.

Sie sitzen mit HEBSTREIT designstudio in Berlin. Warum haben Sie sich für diesen Standort entschieden?

Als Grafiker bekomme ich in Berlin hervorragenden Input. Das gilt für den Schulterblick beim abendlichen Zeichenkurs genauso wie für die technischen Meetups, um die Themen Webentwicklung und Programmierung.

Von der Idee bis zum Start - was waren die größten Herausforderungen während der Gründung von HEBSTREIT designstudio?

Da ich mit meiner Idee in den ersten Jahren nur wenig Umsatz generieren konnte, musste zunächst die Zeit bis zur Deckung der Lebenshaltung überbrückt werden. Mit dem Erreichen dieses Ziels und der Weiterentwicklung des Webshops war es dann wichtig die Rechnungsstellung und Buchung im Besonderen von Fremdwährungen mit den zugehörigen steuerlichen Regelungen in einem kostengünstigen Rahmen zu organisieren.

Wer sind Ihre Zielgruppen und wie ist das bisherige Kundenfeedback?

Mit meinen Stock-Grafiken beliefere ich Privatpersonen, Designer und Unternehmen die mit wenig Zeit- und Geldaufwand reichhaltige Kommunikationsmaterialien erstellen können. Kundenfeedback bekomme ich im Besonderen auf meine vektorbasierten Landkarten. Dafür habe ich einen eigenen Service gestaltet, der es den Kunden erlaubt eine hochauflösende digitale Karte für private und gewerbliche Nutzung preiswert zu erwerben. Hier erhalte ich neben Anregungen und Kritik auch weitere Ideen für die Ausgestaltung meines Angebotes.

Was sind Ihre Top 3 Marketing-Kanäle? Welche Empfehlung können Sie anderen Unternehmern geben?

Ich bin bei Instagram und Facebook. Empfehlen kann ich im Bereich Stockmedien im Besonderen aber auch Pinterest. Ohne zusätzliche Kosten lassen sich mit Rich-Pins effektiv digitale Produkte auf den Onlineshop verlinken. Dabei gestaltet sich Pinterest weniger als News Stream sondern eher als digitales Archiv. Das heißt relevante Pins werden nur dann angezeigt, wenn danach oder nach ähnlichen Kriterien gesucht wird. Neben der organischen Suche kommen zwischen 30 bis 40 Prozent des Traffics für den Webshop hauptsächlich von Pinterest.

Was sind die drei wichtigsten Tipps, die Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben möchten? Wie bringt man ein Unternehmen erfolgreich an den Start?

Ich glaube nicht an das Modell Testballon. Ein Gründer sollte meiner Meinung nach einen langfristigen Plan verfolgen. Meine Tipps wären:

  1. Sei sicher, dass Du Deinen Job auch in 30 Jahren noch gerne machen wirst.
  2. Versuche Ideen aus Deinem Umfeld aufzunehmen - formuliere aber im Kern immer Deinen eigenen Plan.
  3. Bleibe am Ball.

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Es gibt nichts was ich anders machen würde, aber ich wäre wohl gerne mit dem heutigen Wissen 5-10 Jahre eher gestartet. :)

Wenn Sie für Ihr Unternehmen einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?

Die EU sollte mehr in die Digitalwirtschaft investieren. Im Besonderen das Thema Mini-One-Stop-Shop, also die Besteuerung digitaler Güter in der EU, ist für Gründer erklärungsbedürftig, zeitaufwändig und teuer.

Bei welchem Unternehmen würden Sie gern mal einen Tag hinter die Kulissen schauen und warum?

Bei Shutterstock in die Abteilungen Medienfreigabe und Controlling. Als Stock Contributor ist es mehr als wichtig, herauszufinden wie hoch der Wert der produzierten Medien ist. Im Besonderen spielt dabei die Qualität der Metadaten eine entscheidende Rolle. Zusätzlich ist aber auch die Artikelmenge und die Beobachtung von Marktanteilen für meine Ausrichtung als Designer von Bedeutung.

HEBSTREIT designstudio, wo geht die Reise hin? Wie sehen Ihre Pläne für die nächsten 12 Monate aus?

Seit 2018 bietet HEBSTREIT designstudio einen ersten dedizierten Service zur Erstellung vektorbasierter Art-Maps. Diesen Bereich werde ich zunächst mit weiteren visuellen Themen bestücken und neben digitalen Templates in größerem Umfang auch Print-on-demand Produkte anbieten.

Vielen Dank für das nette Interview, Herr Hebstreit und weiterhin viel Erfolg mit HEBSTREIT designstudio.

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Über den Autor

Janine Friebel

Janine Friebel

Janine Friebel wurde 1983 geboren und studierte in Magdeburg Internationales Management. Als Key Account Managerin einer Leipziger Online Marketing Agentur hat sie über mehrere Jahre zahlreiche Kunden im Online Marketing betreut und beraten. Jetzt verantwortet sie das Marketing für die Zandura GmbH und kümmert sich um die Vermarktung der Inhalte auf unternehmenswelt.de.

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