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Praxistext DSGVO: So meisterst du den Datenschutz!

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Mach dein Unternehmen abmahnsicher!

Menschliche Hand beruehrt virtuellen Bildschirm mit Symbolen und klickt Sicherheitsschloss.
So meisterst du die DSGVO: Praxis-Tipps für Unternehmen

Vorteile und Nachteile der DSGVO für Unternehmen

Die DSGVO hat die Art und Weise, wie personenbezogene Daten in der EU behandelt werden, stark verändert. Doch was bedeutet das konkret für dich und dein Unternehmen sechs Jahre nach ihrem Inkrafttreten im Mai 2018?

Das zeigt eine repräsentative Befragung unter rund 1.350 Unternehmen in Deutschland, die das ZEW Mannheim im März 2024 durchgeführt hat. Die wichtigsten Erkenntnisse inkl. Expertentipps zum Thema Datenschutz sowie DSGVO Vorlagen als Download findest du hier:

Vorteile der DSGVO für Unternehmen

Die DSGVO bietet verschiedene Vorteile, die deinem Unternehmen zugutekommen können:

1. Erhöhte Rechtssicherheit

Die DSGVO schafft klare Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Dies führt zu einer erhöhten Rechtssicherheit, da du genau weißt, was erlaubt ist und was nicht. 

Für ein Viertel der befragten Unternehmen hat die DSGVO zu einer erhöhten Rechtssicherheit geführt.

2. Vertrauenszuwachs bei Kunden:

Durch die Einhaltung der DSGVO signalisierst du deinen Kunden, dass du ihre Daten schützt und verantwortungsvoll damit umgehst. Dies kann das Vertrauen in dein Unternehmen stärken. Der Anteil der Unternehmen, die von einem Vertrauenszuwachs der Kunden ausgehen, ist von zwölf auf 20 Prozent gestiegen.

3. Optimierung der Geschäftsprozesse:

Die Überprüfung und Anpassung der Datenverarbeitungsprozesse im Zuge der DSGVO-Umsetzung kann dazu führen, dass deine internen Abläufe effizienter werden. 41 Prozent der Unternehmen haben ihre Prozesse überprüft und optimiert.

4. Standardisierung der Verfahren:

Durch die DSGVO wurden in 28 Prozent der Unternehmen die Verfahren zur Verarbeitung von Daten standardisiert, was zu einer einheitlichen und nachvollziehbaren Datenverarbeitung führt.

Nachteile der DSGVO für Kleinunternehmen

Trotz der genannten Vorteile bringt die DSGVO auch einige Herausforderungen mit sich:

1. Erhöhter Arbeitsaufwand:

Die Umsetzung der DSGVO erfordert oft umfassende Veränderungen, was zu einem hohen Arbeitsaufwand führen kann.

63 Prozent der Unternehmen berichten von einem hohen Aufwand zur Einhaltung der neuen Regeln.

2. Komplizierte Geschäftsprozesse:

Fast 60 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich ihre Geschäftsprozesse durch die DSGVO verkompliziert haben. Neue Informationspflichten und Betroffenenrechte müssen beachtet werden, was zusätzliche Arbeit bedeutet.

3. Zusätzliche Kosten:

Um die DSGVO einzuhalten, fallen oft zusätzliche Kosten an, beispielsweise für Schulungen der Mitarbeiter und externe Beratung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen berichtet von gestiegenen Kosten in diesem Bereich.

4. Hemmung von Innovationen:

Die DSGVO kann die Einführung neuer Technologien erschweren, insbesondere wenn diese auf großen Datenmengen basieren, wie es bei Künstlicher Intelligenz der Fall ist.

18 Prozent der Unternehmen geben an, dass die DSGVO den Einsatz neuer Technologien wie KI erschwert oder verhindert hat.

Grafik DSGVO positive und negative Auswirkungen Datenschutz

5 Expertentipps für ein abmahnsicheres Unternehmen

Um sicherzustellen, dass dein Unternehmen DSGVO-konform ist und Abmahnungen vermeidet, solltest du folgende Expertentipps rund um die DSGVO beachten:

  1. Schule deine Mitarbeiter regelmäßig: Sensibilisiere deine Mitarbeiter für Datenschutzthemen und führe regelmäßige Schulungen durch, um sicherzustellen, dass alle auf dem neuesten Stand sind.
  2. Erstelle eine Datenschutzrichtlinie: Dokumentiere klar und verständlich, wie dein Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgeht. Diese Richtlinie sollte leicht zugänglich sein und regelmäßig aktualisiert werden.
  3. Setze auf Datenschutz by Design und by Default: Integriere Datenschutz von Anfang an in alle deine Prozesse und Systeme. Das bedeutet, dass du bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen stets den Datenschutz berücksichtigst.
  4. Führe regelmäßige Datenschutz-Audits durch: Überprüfe regelmäßig, ob deine Datenschutzmaßnahmen wirksam sind und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Dies hilft dir, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
  5. Hol dir externe Unterstützung: Wenn du unsicher bist, wie du die DSGVO umsetzen sollst, zögere nicht, externe Berater hinzuzuziehen. Diese können dir wertvolle Hinweise geben und dir helfen, rechtliche Fallstricke zu vermeiden.

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Über den Autor
Kathleen Händel

Kathleen Händel

Kathleen schreibt seit 2018 im Magazin von Unternehmenswelt und Zandura über die wichtigsten Business-Themen & Trends für Gründer & Unternehmer. Zuvor war Kathleen als Redakteurin für die Social Startup-Szene, verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen tätig.

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