Gründungszuschuss

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Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss ist das Instrument der Arbeitsagentur, mit dem eine Existenzgründung im Haupterwerb aus dem ALG1 (Arbeitslosengeld 1) gefördert wird. Außer dem Personenkreis der ALG1 Bezieher können zudem Arbeiter und Angestellte diese Förderung beantragen, wenn ein Anspruch auf ALG1 im Fall einer Arbeitslosigkeit besteht. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei Eigenkündigung eine Sperrfrist in Bezug auf das ALG1 verhangen werden kann.  Der Gründungszuschuss kann in diesem Fall erst im unmittelbaren Anschluss an diese Sperrfrist, aber in voller Höhe, gezahlt werden.

Die Höhe des monatlichen Gründungszuschuss setzt sich aus dem ALG1 Anspruch zzgl. pauschalen 300 Euro zusammen. Je höher das ALG1, desto höher somit auch der Gründungszuschuss. Über einen Zeitraum von 6 Monaten erhält der Gründer damit zur Umsetzung seiner Geschäftsidee eine Unterstützung zur Deckung seiner Lebenshaltungskosten und Aufwendungen für Versicherungen. Sind die Voraussetzungen gegeben, können im Anschluss auf Antrag weitere 300 Euro monatlich über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten bewilligt werden.

Sämtliche Antragsformulare für den Gründungszuschuss erhalten Existenzgründer bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit. Bei Abholung der Unterlagen ist darauf zu achten, dass der zuständige Bearbeiter der Agentur auf dem Antrag für Gründungszuschuss den "Tag der Antragstellung" (Tag, an dem der Antrag bei der Agentur abgeholt wird) vermerkt und auch bestätigt. Zusammen mit Businessplan, Lebenslauf, Steuernummer, Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit, fachkundiger Stellungnahme  und ggf. weiteren Unterlagen, wird der ausgefüllte Antrag auf Gründungszuschuss bei der Arbeitsagentur zur Prüfung eingereicht.