Einstiegsgeld

Förderprogramm für Gründer

Einstiegsgeld

Zur Unterstützung einer Existenzgründung aus dem ALG2 (Arbeitslosengeld 2) steht zukünftigen Unternehmern im Haupterwerb das sog. Einstiegsgeld zur Verfügung.  Grundsätzlich ist die Höhe des Einstiegsgeldes eine Ermessensleistung, wobei die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit als auch die Größe der sog. Bedarfsgemeinschaft, in welcher der Bedürftige lebt, berücksichtigt werden. Vereinfacht dargestellt setzt sich das Einstiegsgeld aus dem ALG2 zzgl. pauschalen 50 % des ALG2 zusammen. Darüber hinaus kann der Zuschuss um weitere 10 % für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Person erhöht werden.

Über einen Zeitraum von zunächst meist 6 Monaten erhält der Gründer mit dem Einstiegsgeld eine Unterstützung zur Deckung seiner Lebenshaltungskosten. Die Aufwendungen für die Sozialversicherung übernimmt während des Einstiegsgeld Bezuges die Arbeitsgemeinschaft der Bundesagentur im Rahmen einer Pflichtversicherung. Sind die Voraussetzungen der Bedürftigkeit und die Aussicht auf unternehmerischen Erfolg der Geschäftsidee gegeben, können nach den 6 Monaten weitere Bewilligungszeiträume auf Antrag folgen. Während des Bezugs von Einstiegsgeld wird ein Großteil der erwirtschafteten Gewinne gegengerechnet, weshalb buchhalterische und steuerliche Betreuung zu empfehlen ist.

Sämtliche Antragsformulare für das Einstiegsgeld erhalten Existenzgründer i. d. R. bei der zuständigen Arbeitsgemeinschaft. Bei Abholung der Unterlagen ist darauf zu achten, dass der zuständige Bearbeiter (Fallmanager) auf dem Einstiegsgeld Antrag den "Tag der Antragstellung" (Tag, an dem der Antrag bei der Arbeitsgemeinschaft abgeholt wird) vermerkt und auch bestätigt. Zusammen mit dem Businessplan sowie weiteren Unterlagen wie Rentabilitätsvorschau, Lebenslauf, Steuernummer bzw. Gewerbeanmeldung, Tragfähigkeitsbescheinigung usw., ist der ausgefüllte Antrag  auf Einstiegsgeld danach zur Prüfung einzureichen.

Zusätzlich zum Einstiegsgeld, können auch einmalige Investitionen, wie z. B. die Einrichtung eines Arbeitsplatzes, bezuschusst werden. Insofern dies notwendig ist, um die Existenzgründung erfolgreich zu realisieren, empfiehlt es sich, darauf den zuständigen Fallmanager anzusprechen.

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