10.12.2014

Weihnachten: Zeit für gute Geschäftsideen

Wir stellen einige Geschäftsideen rund ums Frohe Fest vor.

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Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Geschenke, sondern auch der Geschäftsideen. Selten ist die Offenheit der Kunden für Originelles und Ausgefallenes so groß und selten werden innovative Dienstleistungen für Geschenke so dankbar aufgenommen wie in dieser Phase allgemeiner Kauflust. Vom vermietbaren Weihnachtsbaum bis zur Gutschein-App gibt es hier viele Möglichkeiten.

Die Vorweihnachtszeit ist natürlich immer auch eine gute Zeit für Geschäfte. Gerade der Einzelhandel plant das Weihnachtsgeschäft fest mit ein, denn hier sitzt bei den Kunden das Geld in der Regel doch etwas lockerer, als während des restlichen Jahres. Vom Fleischer über den Buchladen bis zum Möbelgeschäft nehmen Geschäfte themenspezifische Artikel in ihr Sortiment auf. Eine gute Möglichkeit für Gründer mit innovativen Geschäftsideen rund um das Thema Weihnachten den Markteintritt zu wagen, für die im Zuge allgemeiner Kauflust besonders gute Chancen bestehen. Einige wollen wir Ihnen hier präsentieren.

Der vermietete Weihnachtsbaum

Man kennt das Bild: jedes Jahr nach Weihnachten stehen überall auf die Straßen die weggeworfenen Weihnachtsbäume und wer eine Tanne im Topf kauft, steht vor dem Problem wohin er das Bäumchen pflanzen soll. Seit einigen Jahren gibt es hier nun aber Alternative: immer mehr Baumschulen setzen auf das Geschäftsmodell des Weihnachtsbaums zum Mieten. Den Anfang machte hier die Baumschule Becker in Luxemburg. Bereits seit 15 Jahren können die Kunden dort Fichten und Nordmanntannen für einen Preis zwischen 40 und 100 Euro angemietet werden.

Die Kunden erhalten dazu eine Anleitung zur richtigen Pflege und der Baum wird im Januar abgeholt, um den Rest des Jahres in der Baumschule weiter zu wachsen. Der Vorteil dieser Geschäftsidee liegt auf der Hand: Am gleichen Baum lässt sich so mehrmals verdienen, während die Kosten geringer ausfallen als bei der mehrjährigen ertraglosen Anzucht eines neuen. Ein nachhaltiges Konzept also, von dem Verbraucher wie Unternehmer gleichermaßen profitieren.

Das variable Geschenk: Jifiti

Eine der grössten Schwierigkeiten beim Geschenkekauf besteht wohl darin, selbst wann man eine Idee hat, dann bei Kleidung oder Schmuck den richtigen Geschmack oder die richtige Größe zu treffen. Eine Unsicherheit, die viele dann doch zum Gutschein greifen lässt. Das israelisch-US-amerikanische Startup Jifiti bietet nun eine clevere Lösung an, die klassisches Geschenk und Gutschein verbindet. Über die Jifiti-App lassen sich im Ladengeschäft Geschenke kaufen und dem Beschenkten eine Nachricht über den Kauf senden.

Dieser kann dann das Geschenk im Laden einlösen oder aber ein anderes wählen, das ihm besser passt oder gefällt. Auch Investoren scheint diese Geschäftsidee überzeugt zu haben: Jifiti konnte eine Finanzierung über eine Million US-Dollar einsammeln und arbeitet nun an der Anwendung seines Service für große Anbieter wie IKEA.

Der Online-Weihnachtsmann: santamail.org

Viele Kinder schreiben ihre Wunschlisten für den Weihnachtsmann - umso größer dürfte die Freude ausfallen, wenn dieser dann tatsächlich zurückschreibt. In den USA könnte hinter dem Brief dann zum Beispiel der Online Service santamail.org stecken. Byron Reese, der 2001 damit begann, Eltern im Namen des Weihnachtsmannes geschriebene Post zur Verfügung zu stellen, ist Gründer und Betreiber von santamail.org.

Von Anfangs 10.000 Sendungen zu 10 US-Dollar ist er mittlerweile bei einem Umsatz von einer Million US-Dollar angelangt. Dabei wurde das Angebot schrittweise erweitert. Es gibt Merchandise wie eine "Schlittenlizenz", "Rentierfutter" und Geburtstagsgrüsse von Santa Claus um den Service nicht nur über Weihnachten anbieten zu können.

Über den Autor

Stephan Leistner

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