22.06.2018

Selbständig sein und Urlaub machen? 3 Tipps, wie das gelingt

Wie Sie ohne schlechtes Gewissen Strand, Wanderurlaub und Städtetrip genießen können

Wer selbständig ist, tut sich oft schwer, Urlaub zu planen und die Batterien wirklich aufzuladen. Vor der Angst vor Verdienstausfällen und unzufriedenen Kunden, die Sie nicht erreichen, sollten Sie aber nicht kapitulieren. Eine vorausschauende Preiskalkulation, langfristige Planung und der Mut, auch mal offline zu gehen, erleichtern das Abschalten.

urlaub als selbständige

Urlaub nehmen? Für die meisten Angestellten ist es problemlos möglich. Für Selbständige kann es allerdings zu einer echten Herausforderung werden. „Ich kann mir keinen Urlaub leisten, weil ich dann Kunden verliere und Verdienst einbüße.“ und „Wenn ich als Einzelunternehmer nicht da bin, gibt es niemanden, der mich vertreten kann.“ sind Bedenken, die Viele umtreiben.

Aber gar keinen Urlaub nehmen ist auch keine Lösung, schließlich leisten Sie als Selbständige meistens mehr als 100 Prozent und wollen ihr hohes Niveau ja auch weiterhin halten. Erholung tut also dringend Not! Doch lösen sich die Bedenken ja nicht einfach in Luft auf. Mit diesen drei Tipps kommen Sie leichter zu Ihrem Urlaub.

1. Verdienstausfall einkalkulieren

Für Urlaube müssen Sie je nach Einkommen Geld ansparen. Gleichzeitig fehlt Ihnen in der Zeit, wenn Sie am Strand liegen oder Ihren Städtetrip genießen etwas von Ihrem Verdienst. Kalkulieren Sie deshalb die Preise für Ihre Produkte oder Dienstleistung dementsprechend. Denn nicht nur Krankheit oder Notfälle sorgen für Verdienstausfälle, sondern auch der wohlverdiente Urlaub. Wenn Sie die Zeiten, in denen Sie nichts verdienen von vornherein mit einplanen, fällt es deutlich leichter, dann auch guten Gewissens weg zu sein.

2. Urlaub fest einplanen

In jeder Branche gibt es Zeiten im Jahr, die hektischer und und solche, die ruhiger sind. Ihren Urlaub planen Sie natürlich von vornherein in den umsatzschwächeren Zeiten oder zwischen größeren Aufträgen. Wenn die Auszeit schon fest im Jahreskalender steht, dann können Sie Geschäftspartnern und Kunden auch schon frühzeitig Bescheid geben. Dann wissen auch sie, dass wirklich wichtige Absprachen mit Ihnen vor Ihrer Abwesenheit anstehen. Oder dass nicht so Wichtiges eben warten muss, bis Sie wieder zurück sind.

3. Offline gehen

Im Idealfall lassen Sie Ihren Laptop komplett zu Hause, wenn Sie zu Ihrer Reise aufbrechen. Dann können Sie wirklich Abstand gewinnen. Und wer weiß, vielleicht bringt gerade die Distanz ein paar neue Perspektiven auf sonst so hartnäckige Probleme, mit denen Sie sich im Alltag herumschlagen.

Digital abwesend zu sein geht bei Ihnen auf gar keinen Fall? Dann kann Ihnen zur Entspannung im Urlaub verhelfen, wenn Sie sich für die wichtigsten E-Mails und Nachrichten feste und begrenzte Zeitfenster reservieren. In dieser Zeit können Sie dann die allerdringendsten Anfragen beantworten oder den nächsten Auftrag anschieben, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt.

Wen im Urlaub trotzdem das schlechte Gewissen plagt, der denke daran, dass der ununterbrochene Einsatz 52 Wochen im Jahr auf Dauer nicht gut gehen kann. Zwar treten richtige Entspannungseffekte laut Arbeitspsychologen erst nach zwei bis drei Wochen Abwesenheit aus dem Arbeitsalltag ein. Geht das auf gar keinen Fall, dann tut es vielleicht ab und zu auch eine kurze Reise. Denn schon die Vorfreude, die Viele beim Planen verspüren, gibt einen Vorgeschmack darauf, einfach einmal weg zu sein.

Über den Autor

Ulrike Schult

Ulrike Schult

Die Autorin ist als Redakteurin im Team von unternehmenswelt.de tätig. Zuvor beriet Ulrike Schult in Leipzig Studierende zum Einstieg ins Berufsleben und organisiert momentan unter anderem an der Fachhochschule ein überfachliches Qualifizierungsprogramm für Doktoranden aus den Ingenieurswissenschaften und anderen Bereichen.

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