27.10.2018

News von Buzzfeed, der DSGVO und Digitalisierung in Deutschland

Woche 43/2018 – Wir haben für Sie News aus E-Commerce, Online-Marketing, Startup-Szene & Co. zusammengefasst.

Die Versteigerung der 5G Netze rückt näher und die Bahn will die Schienenschächte nicht ganz uneigennützig zum Breitbandausbau. Zudem zeigt eine neue Studie von Buzzfeed, dass Bots nicht nur auf Werbeanzeigen klicken und damit die Werbekosten von Unternehmen in die Höhe treiben, sondern auch das Nutzerverhalten von Menschen simulieren, um Marketer zu täuschen. Mehr dazu in unseren News der Woche.

Ausgefeilte Betrugsmethode, die Millionen an Marketingbudget verschwendet

Laut einer Buzzfeed Recherche haben Kriminelle rund 120 beliebte Apps gekauft und weitergepflegt um damit Benutzerdaten/Daten zu Interaktionen der Nutzer abzugreifen. Mit Hilfe der gesammelten Daten wurden Botnetzwerke eingesetzt, die das menschliche Verhalten simulierten. Ziel dabei war es Fake-Traffic zu generieren, der möglichst echt aussieht und so Klickbetrug zu begehen und so Werbeeinnahmen in den Apps zu kassieren. Google schätzt, dass die Werbezahlungen an die betrügerischen Apps rund 10 Millionen USD betragen haben. Mittlerweile sind mehrere Apps gesperrt. Weitere Informationen dazu finden Sie bei golem.de.

5G Netze - Warum eine Versteigerung für 20 Jahre die Digitalisierung hemmt

Egal welche technische Entwicklung in den nächsten Jahren möglich sein soll (vernetzte Maschinen in Fabriken oder autonomes Fahren), für alles ist ein schnelles Datennetz unabdingbar. Bislang wurden neue Mobilfrequenzen von der Bundesnetzagentur an wenige Hauptakteuere versteigert (z.B. das 4G Netz). Die Folgen daraus sind sehr deutlich: Gerade in ländlichen Regionen ist das Netz nach wie vor nicht gut ausgebaut, da es sich für die großen Konzerne nicht rechnet - schnelles LTE ist in vielen Regionen nach wie vor nicht vorhanden. Trotzdem soll es auch bei der Vergabe der 5G Mobilfunkfrequenzen wieder eine Versteigerung geben, bei der vermutlich wieder die Telekom sowie Vodafone und Telefonica die Nase vorn haben werden. Und das für die nächsten 20 Jahre - trotz Ankündigung von der Telekom nur 90% Netzabdeckung gewährleisten zu können. Ein offenes Netz hätte an dieser Stelle deutliche Vorteile: So könnten Gemeinden oder die Bahn auf eigenem Grund und Boden Funkmasten errichten und die Netzversorgung ausbauen und selbst noch Geld damit verdienen. Auf zeit.de wird das Thema umfassend beschrieben. 

"Broadband" - Die Bahn will den Bund beim Breitbandinternetausbau helfen

Die deutsche Bahn will den Bund beim Ausbau des Glasfasernetzes unterstützen. Dazu sollen die Kabelschächte entlang der rund 33.000 km Schienentrassen genutzt werden. Der Vorschlag klingt nach deutlich schnellerer Umsetzung des Breitbandausbaus, soll den Staat aber auch einiges kosten. 3,5 Milliarden Euro hätte die Deutsche Bahn gern für den Ausbau, was mehr als kostendeckend kalkuliert sein dürfte. Dennoch hätte es den Vorteil, dass es deutlich schneller fertiggestellt und zudem auch preisgünstiger als entsprechende Leerrohre neu zu verlegen schreibt die t3n

Erste große Strafe auf Basis der DSGVO - Portugiesische Klinik soll 400.000€ bezahlen

Eine Klinik in Lissabon ist laut einer Inspektion so fahrlässig mit Patientendaten umgegangen, dass zahlreiche Mitarbeiter (die keine Ärzte waren) Zugang zu sensiblen medizinischen Daten hatten. Selbst technische Mitarbeiter konnten scheinbar Patientenakten einsehen. Der Fall könnte für Datenschützer und Unternehmen in ganz Europa interessant werden und laut e-recht24.de bei zahlreichen Aspekten Klarheit über die Auslegung der DSGVO bringen. 

Über den Autor

Luisa Fischer

Luisa Fischer

Die Betriebswirtschaftlerin hat sich nach Ihrem Masterstudium auf Online Marketing spezialisiert. Zunächst in einer Marketing Agentur, dann als selbstständige Beraterin, unterstützt sie heute Kunden vor allem im Bereich strategisches Online Marketing, Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit Ende 2017 ist Luisa Fischer Teil des unternehmenswelt.de Redaktionsteams.

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