13.01.2010

Soziale Netzwerke und Unternehmenskommunikation

studivz, xing, twitter ...

Soziale Netzwerke wie studivz, xing oder twitter sind mittlerweile auch in den Büros aller Unternehmen angekommen und es beginnt nun die Phase sich diesem "Problem" aus unternehmerischer Sicht zu nähern. Einerseits wollen Gründer und Unternehmer diese Portale als kostengünstiges virales PR Mittel nutzen, anderseits verursachen diese Portale auch diverse Kosten und Probleme, weil Mitarbeiter darüber während der Arbeitszeit privater Kommunikation nachgehen oder (negativ) über das eigene Unternehmen in Foren berichten.

Soziale Netzwerke wie studivz, xing oder twitter sind mittlerweile auch in den Büros aller Unternehmen angekommen und es beginnt nun die Phase sich diesem "Problem" aus unternehmerischer Sicht zu nähern. Einerseits wollen Gründer und Unternehmer diese Portale als kostengünstiges virales PR Mittel nutzen, anderseits verursachen diese Portale auch diverse Kosten und Probleme, weil Mitarbeiter darüber während der Arbeitszeit privater Kommunikation nachgehen oder (negativ) über das eigene Unternehmen in Foren berichten.

Im juristischen Bereich macht seit Neuestem das Wort "Social Media Policy" die Runde, womit Unternehmen geholfen werden soll, diverse Verhaltensregeln im Umgang mit sozialen Netzwerken aufzustellen, insbesondere wann und wie diese Portale genutzt werden sollen. Die gesetzlich vorgegebene Verpflichtung des Arbeitnehmers, keine geschäftlichen Internas bzw. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse nach außen zu kommunizieren, kommt in der Zeit sozialer Netzwerke an seine Grenzen bzw. muss entsprechend auch auf diese neuen Medien angepasst werden. So empfehlen es zumindest IT- und Arbeitsrechtler.

Wie ein Unternehmen mit dieser Situation umgeht, hängt sicherlich auch von der unternehmensinternen Kommunikations- und Vertrauenskultur ab. Bei Portalen wie xing.com ist oftmals keine klare Abgrenzung zwischen privat oder geschäftlich genutzten Profilen möglich und somit ist es auch schwierig zu unterscheiden, ob es sich um eine private "freie Meinungsäußerung" handelt. Selbst wenn eine Kritik am Arbeitgeber während der Arbeitszeit und mit dessen Arbeitsgeräten erfolgt, lässt sich hier nicht in jedem Fall eine klare Abgrenzung herstellen und entsprechend schwierig ist der Umgang mit der Situation.

Grundsätzlich kann man allen Unternehmen empfehlen, dass alle den Arbeitgeber betreffenden Aussagen vorher intern genehmigt sein sollten und durch Arbeitnehmer keine negative Kritik an Wettbewerbern erfolgt. Insbesondere der zweite Punkt erspart damit dem Unternehmen wettbewerbsrechtliche Probleme. Die Unternehmung socialware hat eine IT-Lösung auf den Markt gebracht, mit welcher bestimmte Funktionen eines sozialen Netzwerkes geblockt werden können, wobei dies vermutlich auf Dauer keine praktikable Lösung des "Problems" ist.

Über den Autor

René Wendler

René Wendler

René Wendler wurde 1975 geboren, ist in Ostdeutschland aufgewachsen, studierte in Leipzig und machte sich direkt im Anschluss mit der Betreuung von Gründern selbstständig. Von 2002 bis 2007 betreute er gemeinsam mit André Wittig ca. 750 Gründer persönlich und seit 2008 weitere 100.000 Gründer mit seinem Team, über die Onlineangebote der Zandura GmbH, zu denen insbesondere auch unternehmenswelt.de gehört.

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