12.07.2019

Crypto News der Woche 28/2019

gute Prognosen für IBM und TradeLens, Smart Infrastructure Ventures aus Leipzig, der neue KI-Campus von Bosch u.v.m.

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Die Winklevoss Brüder sind die jüngsten Anwärter auf eine Nodes-Position im Libra-Netzwerk. Damit wächst die Anzahl prominenter Unterstützer für die digitale Währung, welche nach wie vor in der öffentlichen Diskussion steht. Mit Startschwierigkeiten hatte zunächst auch die Blockchain-Plattform TradeLens von IBM und Maersk zu kämpfen, bewegt sich nun aber langsam in Richtung Marktführerschaft unter den digitalen Cargo-Dienstleistern. Ambitionen auf eine digitale Pole Position demonstriert in dieser Woche außerdem Traditionsunternehmen Bosch. 35 Mio. EUR investiert der Konzern aktuell in den Bau eines neuen KI-Campus in Tübingen. Diese und weitere spannende News in den Crypto News der Woche.

Blockchaintechnologie

Neues Update für Ethereum - Go Ethereum! (Geth) für mehr Speicherkapazität und eine bessere Performance

Go Ethereum wurde am 10. Juli offiziell vorgestellt und beinhaltet einige Features zur besseren Organisation von Datenmengen sowie die Möglichkeit der Speicherung von Private Keys via Hardware-Wallets von Ledger und Trezor. Die neue Geth Version 1.9.0. verspricht den Nutzern damit eine bessere Performance der gesamten Ethereum-Blockchain und eine stärkere Kontrolle ihrer individuellen Daten. BTC-ECHO berichtet in dieser Woche vom nächsten Meilenstein Vitalik Buterins und erklärt, was es u.a. mit dem Ethereum Freezer auf sich hat.

Blockchain im Alltag

Blockchain-StartUp Solve.Care kooperiert mit Uber Health - schnell und sicher zum Arzttermin ab Q3 2019

Via Pressemitteilung hat das Blockchain StartUp Solve.Care am 9. Juli eine Kooperation mit Uber Health bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit bedeutet konkret eine Integration der Uber Health Transportdienstleistungen mit den Anwendungen von Solve.Care’s Care.Wallet. Patienten sollen dadurch Fahrten zu Arztbesuchen buchen, bezahlen und als Nachweis für externe Dienstleister abrechnen können. Aufgrund mangelnder verlässlicher Transportkapazitäten können alljährlich schätzungsweise 3,6 Mio. US-Bürger ihre vereinbarten Arzttermine nicht wahrnehmen. Die Solve.Care Partnerschaft mit Uber Haelth als diesbezüglichen Lösungsansatz bringt Solve.Care CEO Pradeep Goel auf den Punkt: “Through our partnership with Uber Health, Solve.Care is bringing managed transportation benefits to healthcare programs and allows transportation to be integrated into the specific care needs of a patient. By offering access to this Non-Emergency Medical Transportation (NEMT) service, we expect to improve the results of clinical delivery, and reduce overall healthcare costs for everyone.”

TradeLens gewinnt weiter an Zuwachs - Hapag-Lloyd und Ocean Network Express jüngste Mitglieder

Mit den Reedereien Maersk, CMA CGM und MSC Mediterranean Shipping Company, sowie zuletzt Hapag-Lloyd und Ocean Network Express versammelt die TradeLens Blockchain-Plattform von IBM aktuell 5 der 6 größten Cargo-Dienstleister. Damit entwickelt sich das Netzwerk nach anfänglichen Startschwierigkeiten zur Industriestandardlösung. Mehr als die Hälfte der weltweiten Seecontainerfracht wird bereits von der Plattform abgedeckt. Welche Vorteile TradeLens im Einzelnen für die Containerschiffahrt bereitstellt, fasst boerse-express für Sie zusammen.

Lesen Sie mehr zu IBM und TradeLens auf unternehmenswelt.de

Das IBM Blockchainwunder | unternehmenswelt.de
Das IBM Blockchainwunder | unternehmenswelt.de
Bereits seit 5Jahren entwickelt die International Business Machines Corporation (IBM) Blockchain-basierte Anwendungen, die ganze Unternehmensbereiche nachhaltig vorbereiten sollen auf die Anforderungen der Economy 4.0. Dazu zählen sowohl Kommunikationsmodule zur Konsolidierung internationaler Schiffahrtsbewegungen, als auch Customer Care – Initiativen via Blockchain. Mit 89 Patenten aktuell hat man dabei bereits ein beachtliches Portfolio vorzuweisen.

Crypto-Währungen

Libra-Netzwerk bekommt Unterstützung - Winklevoss Brüder bekunden Interesse an Nodes-Position

Die Winklevoss Brüder Tyler und Cameron, selbst aktive Crypto-Enthusiasten, sind die jüngsten Unterstützer des Libra-Netzwerks: “We’re definitely looking at it in earnest and we’re excited about the project.”, gaben die Nodes-Aspiranten gegenüber Coindesk bereits zu verstehen. Bedenkt man den "Frenemy"-Status der einstigen Weggefährten Winklevoss und Zuckerberg, handelt es sich hierbei um keinen kleinen Schritt, wohl aber einen logisch konsequenten: “Our feeling is, this is the first of many FANG [Facebook, Amazon, Netflix and Google] companies to have a token project. Our prediction is in the next 24 months almost every FANG company will have a coin or be working on some sort of project.”

"Libra hat das Potenzial, die größte Unternehmung der Welt im Bereich Finanzdienstleistungen zu werden." Im Interview mit Cointelegraph unterstreicht dies indes auch Dr. Daniel Diemers, Partner und Blockchain-Experte bei Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC. Die kardinale Bedeutung der Libra-Währung wird bereits an Ihrer potenziellen Nutzer-Base von 2,5 Mrd Facebook-Nutzern weltweit deutlich. Das finanzielle Schwergewicht der validierenden Netzwerkteilnehmer unterstreicht diesen Anspruch außerdem. Diemers sieht außerdem die "Generation Z", aktivste Nutzergruppe der assoziierten Apps Messenger, WhatsApp oder Instagram, als für den Erfolg von Libra ausschlaggebend.

Bis es jedoch soweit ist, wird sich Libra Blockchain Lead David Marcus noch mit einigen Fragen der US-Behörden auseinandersetzen müssen. Dies bekräftigte in dieser Woche der Vorsitzende der US-Zentralbank Jerome Powell anlässlich einer Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss: "Libra wirft viele ernsthafte Bedenken in Bezug auf Datenschutz, Geldwäsche, Verbraucherschutz und finanzielle Stabilität auf. Das sind Anliegen, die vor einem weiteren Vorgehen gründlich und öffentlich geklärt werden sollten."

Handel mit Crypto-Währungen

US-Zahlungsdienstleister Fold  setzt auf Lightning Network - Kunden von Amazon, Starbucks oder Uber können bald blitzschnell in Bitcoin zahlen

Laut einer Ankündigunge des US-Zahlungsdienstleisters Fold können Kunden von Amazon, Starbucks, Uber und anderen namhaften Einzelhändlern ihre Einkäufe bald in BTC abwickeln. Wie Cointelegraph zusammenfasst, werden die teilnehmenden ausgewählten Einzelhändler dabei die Lightning Network-Zahlungen der Nutzer - auf Satoshis oder ein Hundertstel eines Bitcoin - über Prepaid-Konten in einer Währung ihrer Wahl abrechnen. Anschließend werden die LN-Zahlungen über die Fold-Site abgewickelt, wo die Nutzer einen Händler auswählen und die entsprechende Rechnung mit ihrer Lightning-Wallet bezahlen können. Nach der Bezahlung erhalten sie einen Geschenkgutschein - im Wert von maximal 25 US-Dollar - der entweder im Geschäft per Barcode oder online per alphanumerischem Code eingelöst werden kann. Fold optimiert damit seinen Bitcoin-Zahlungsdienst, der in Form digitaler Geschenkkarten bereits seit 2015 bei Händlern wie Starbucks genutzt werden kann.

Schweizer Blockchain StartUp BlockState kooperiert mit SolarisBank - klassische Wertanlagen bald als Security Token für KMUs erhältlich

Security Token als digitale Repräsentationen existierender regulierter Finanzinstrumente könnten in Zukunft für einen Paradigmenwechsel an den Kapitalmärkten sorgen. So schätzen bereits jetzt führende Institutionen wie KPMG und das Weltwirtschaftsforum, dass bis 2025 zehn Prozent des weltweiten BIP (ca. acht Billionen US-Dollar) tokenisiert werden. Die Kooperation von BlockState mit der solarisBank will den Zugang zu diesen tokenbasierten Finanzprodukten nun weiter optimieren, indem der Kauf von Security Token per regulärer Überweisung möglich wird. Die solarisBank als erste Banking-as-a-Service Plattform mit Vollbanklizenz erfüllt dafür alle notwendigen technischen und regulatorischen Anforderungen. Welche Vorteile insbesondere KMUs aus dieser Partnerschaft werden ziehen können, weiss BTC-ECHO.

Künstliche Intelligenz und IoT

KI Made in Germany - Traditionsunternehmen Bosch investiert 35 Mio. EUR in Tübinger KI-Campus

35 Millionen Euro investiert der Bosch-Konzern aktuell in den Bau des „Bosch AI Campus“ in Tübingen. Wie das Handelsblatt berichtet, soll der neue Forschungskomplex Ende 2022 bezogen werden. Bosch-Chef Volkmar Denner versprach bereits Anfang des Jahres: „Bis 2021 werden wir die Zahl der 1000 KI-Experten im Unternehmen vervierfachen.“ Der Tübinger KI-Campus etabliert sich in diesem Zusammenhang als zentraler Baustein der internen Strategie von insgesamt 4000 geplanten KI-Experten. Bosch verweist die Konkurrenz dadurch deutlich auf die Plätze. Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts will das Unternehmen gar erreichen, dass alle Produkte von Bosch über Künstliche Intelligenz verfügen, mit ihr entwickelt oder produziert werden.

SpinLab HHL Accelerator und das Investorennetzwerk Smart Infrastructure Ventures - neue Fördermöglichkeit für deutschlandweite Early Stage StartUps

Der offizielle Launch von Smart Infrastructure Ventures am 8. Juli dürfte insbesondere StartUps aus den Bereichen eHealth, Energie und Smart City freuen. Gründerteams mit skalierbaren Geschäftsmodellen aus den genannten Bereichen sollen durch den Fonds künftig die nötige Anschubfinanzierung erfahren. Zahlreiche erfolgreiche Gründer und Investoren konnten dafür als Entscheider für das Netzwerk gewonnen werden. Als Initiatoren fungieren Dr. Eric Weber, Gründer des Leipziger SpinLab gemeinsam mit Björn Bauermeister, ehemals Investment-Banker bei BNP Paribas und Dirk Frohnert, zuvor Fondsmanager bei JPMorgan. Prof. Dr. Stephan Stubner, Rektor der mehrfach ausgezeichneten Gründerhochschule HHL und Experte für den Bereich strategisches Management hat sich außerdem bereit erklärt, einen Sitz im Beirat des Fonds zu übernehmen. Hinter dem neuen VC Fonds „Smart Infrastructure Ventures“ steht ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Energie-und Immobilienunternehmen, Banken sowie Unternehmern & Business Angels. Stärkste Investoren sind hier der Leipziger Energiekonzern VNG AG (VNG) und die Sächsische Aufbaubank (SAB). Smart Infrastructure Ventures ist der 1. private VC Fonds in den neuen Bundesländern.

Lesen Sie dazu außerdem - Smart Infrastructure am Standort Leipzig im Rahmen der Digital HUB Initiative

Die Digital HUB Initiative
Die Digital HUB Initiative
Das Bundeswirtschaftsministerium sowie verschiedene namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft stehen hinter der Digital Hub Initiative, die 2017 ins Leben gerufen wurde. Das Netzwerk fördert an deutschlandweiten Standorten Gründer und Startups bei der Entwicklung innovativer Projektideen zu Digital- und Technologiethemen. Als Kernziel verfolgt die Initiative ein Vorantreiben der Digitalisierung in den Kernbereichen der deutschen Wirtschaft. Wir stellen Ihnen ausgewählte Coworking Spaces der Digital HUB Initiative vor.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master als Redakteur u.a. in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Die Themen responsible tourism, innovative Entwicklungskonzepte und eine nachhaltige economy 4.0 bildeten ihre bisherigen redaktionellen Schwerpunkte. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen. Seit 2019 verantwortet Kathleen Händel den Content-Bereich auf unternehmenswelt.de.

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