22.06.2018

EOS - Alle Fakten zur Crypto Währung

Wie Ethereum´s schärfster Konkurrent zum Standardanbieter avancieren will

EOS – die kleine Schwester von Ethereum wird flügge! Am 9. Juni wurde der offizielle Launch im Mainnet gefeiert. Trotz Startschwierigkeiten verfügt das Projekt über einen massiven Kapital – BackUp und möchte nichts weniger als der Standardanbieter für Blockchain – Lösungen in unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen werden. Die wichtigsten Informationen zu EOS haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wertstellung von EOS

EOS steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei ca. 10,50 USD je Coin und rangiert gemessen an seiner Marktkapitalisierung insgesamt auf Platz 5 der TopTen der Crypto – Währungen. Der Handel mit EOS ist aktuell u.a. auf den Börsen Binance, Bitfinex oder Kraken möglich.

EOS - Eine kurze Geschichte des Coin

In einem beispiellosen ICO, der jüngst geschlossen wurde, haben die Gründer Brendan Blumer und Daniel Larimer von Block.One mehr als 4 Milliarden USD für Ihr Projekt eingeworben, an dem auch deutsche Investoren beteiligt sind. Seit Juni 2018 läuft die Plattform nun offiziell im Mainnet. Ob Eos, die griechische Göttin der Morgenröte, damit tatsächlich güldene Zeiten einläutet, gilt es indes abzuwarten!

EOS - Funktionalität

Hauptziel von EOS ist es eine Standardblockchain bereitzustellen, die es ermöglicht andere Crypto - Systeme via Smart Contracts in das EOS – System integrieren zu können.

Dies geschieht auf der Basis von EOS.io. Diese Software, die prinzipell die gesamte Funktionalität der Blockchainstruktur enthält, soll gleichzeitig als Sicherheit seitens der Entwickler bei Hackerangriffen oder Störungen dienen.

Darüber hinaus versprechen die Entwickler keine Transaktionsgebühren auf der Basis reinen POS – Verfahrens, sowie ein schnelles und effizientes Netzwerk ohne rechenintensives Mining. Soweit so gut. Tatsächlich stellt EOS hier gegenüber Ethereum und seinen dApp´s eine ernstzunehmende Konkurrenz dar.

Die nahezu identische Absichtserklärung erhärtet dies noch durch das ausschließliche Proof-of-Stake Verfahren von EOS, das sich bei Ethereum noch in einem Intermediärstadium befindet.

Delegated Proof- of – Stake –Was ist das?

EOS setzt bei der Validierung seiner Nutzerinteraktionen auf eine spezielle intern“ delegierte“ Form des POS. Dabei werden rechnerisch nicht nur diejenigen Nutzer mit dem größten Stake (aka EOS-Token) als Validatoren erkoren, sondern unter allen Stakeholdern für jede Blockgenerierung eine neue Konsenswahl getroffen, die sich auf insgesamt 21 Nutzer aka Netzwerkknoten einigt.

Damit wirkt man der berechtigten Kritik entgegen, POS würde langfristig zu einer Oligarchie derjenigen mit dem größten Stake führen.

Höhenflüge und Hindernisse – Startschwierigkeiten oder systemisches Versagen?!

Am 9.Juni startete EOS im Mainnet und warf zu Beginn einige Fragen auf. Die „Delegation“ des POS-Verfahrens dauerte bis zum 14.Juni. Erst dann war die Minimalanzahl von 15% an Stimmen erhalten, die vorausgesetzt ist, um diejenigen Stakeholder zu ernennen, die als Validatoren agieren dürfen. Am 16.Juni wurde das gesamte Netzwerk eingefroren, um ein nicht näher bezeichnetes Problem zu beheben. Dies gelang auch just am gleichen Tage ohne Datenverluste. Wohlwollend und hinsichtlich der schnellen Presseerklärung wohlen wir hier allgemeine Startschwierigkeiten erkennen bzw. solche, die sich in der Interaktion mit den Nutzern sicher ausräumen lassen. Der Kurs der EOS-Token reagierte einstweilen lediglich marginal.

Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Als freie Texterin fokussiert sie sich auf die Themen Nachhaltigkeit, innovative Entwicklungskonzepte und responsible tourism. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen.

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