Monero – der geheime Coin

Mit Stealth Adressen, Ringsignaturen und Secret Keys zu maximaler Datensicherheit

2014 als Fork des Bytecoin gestartet ist Monero kein bloßer schlankerer Bitcoin – Ableger wie seine größten Konkurrenten Litecoin oder Bitcoin Cash, sondern verfügt mit Blick auf seine Prämissen – Anonymität und Datensicherheit – über zahlreiche besondere Features, die ihn im Sinne eines alltagstauglichen digitalen Zahlungsdienstleisters gegenüber der Crypto – Konkurrenz besonders hervorheben sollen. Ob dies gelingt?! - Wir werfen einen Blick auf die Monero – Verschleierungstaktiken.

monero

Wertstellung des Moneo Coins

Zu Redaktionsschluss entspricht ein Monero – Coin (XMR) ca. 143,69 USD. Hinsichtlich seiner Marktkapitalisierung rankt Monero auf Platz 13 der Crypto – Währungen insgesamt. Der Handel mit XMR ist durch Erwerb von Bitcoin, Ethereum oder Litecoin via Coinbase Börse mit anschließendem Tausch dieser in XMR auf der Binance Börse möglich.

Eine kurze Geschichte des Monero Coin

7 Entwickler verbergen sich teilweise pseudonym hinter Monero, das wie bereits eingangs erwähnt, als Fork von Bytecoin 2014 startete und maßgeblich durch Integration als Zahlungsdienstleister des Darknet Marktplatzes AlphaBay ab 2016 Bekanntheit erlangte. Erklärtes Ziel ist die Bereitstellung eines auf Anonymität und Datensicherheit ausgerichteten digitalen Zahlungsmittels. Durch verschiedene spezielle Programmatiken soll dieses Ziel erreicht werden. Eine Hardfork alle 6 Monate soll das Monero – Protokoll darüber hinaus dynamisch halten.

Die wichtigsten Monero – Features im Überblick:

  • POW – basierte Blockerstellung alle 2 Min; Blockgröße darf das Median der letzten 100 Transaktionen niemals übersteigen, sonst droht der Verlust an Block – Reward durch XMR; damit ist die Blockgröße prinzipiell flexibel, aber demokratisch und gleichzeitig besser skalierbar (im Gegensatz zu z.B. Bitcoin)
  • Flexible Anpassung der Mining – Schwierigkeit mit stetig abnehmendem aber nie gänzlich ausbleibendem Block – Reward bis eine Summe von 13.132.000 XMR erreicht ist. (vorauss. Im Jahr 2022 erreicht); anschließend fixer Reward von 0,6 XMR je Block
  • Die Gesamtmenge an auszuschüttenden XMR ist anders als bei Bitcoin nicht festgelegt, sondern wird weiter steigen und letztlich das Gesamtvolumen an Coins gleichsam übersteigen
  • CryptoNite – Hash – Algorithmus: im Vergleich zu Bitcoins SHA -Algorithmus weniger rechenintensiv und damit kompatibel auf handelsüblicher Hardware (CPU's und GPU's); dafür mehr speicherintensiv
  • Anonyme Transaktionen durch Ringsignaturen, die Transaktionen zu Gruppen berechtigter Zeichner zusammenfassen und damit den tatsächlichen Zeichner in der Gruppe anonymisieren
  • Erweiterung der Ringsignaturen um CT – Verfahren (Confidential Transaction): Möglichkeit der Verschleierung eines Transaktionsbetrages
  • Anlegen von Stealth - Adressen: Zwischen 2 Transaktionsteilnehmern wird via Code die Möglichkeit geschaffen abseits ihrer jeweils öffentlichen Adressen weitere nur unter ihnen bekannte eben Stealth - Adressen einzurichten, an die transferiert werden kann. Die Monero – Wallet des Transaktionsempfängers „scanned“ anschließend die Monero – Blockchain mithilfe eines Secret View Keys nach Adressen, die nur mit diesem Key gekoppelt und einsehbar aka für ihn bestimmt sind
  • Implementierung der Kovri – Anwendung: Durch Nutzung von I2P – Nodes (Invisible Internet Project Nodes) kann der Internet – Traffic von Nutzern verschleiert werden, die sonst über ihre IP – Adressen mehr oder minder gläsern surfen

Kann Monero sich an der digitalen Spitze durchsetzen? – ein Vergleich

Fest steht, dass Monero gleichsam wie Bitcoin Cash oder Litecoin mit ähnlichen Marktambitionen besonders hinsichtlich Skalierbarkeit den Crypto-Riesen Bitcoin bereits in den Schatten stellt. Die alltägliche Implementierung des Protokolls ist indes gerade aufgrund seiner teilweisen programmatischen Andersartigkeit weniger smooth als bei den beiden Bitcoin – Ablegern.

Das Privacy zudem etwas kostet weiß der geneigte Leser sicher nicht zuletzt seit DSGVO. Es wird sich in der immer wachsenderen Zusammenarbeit zwischen Börsen und Aufsichtsbehörden oder aber im Kundensupport erst noch herausstellen müssen, inwiefern die Abläufe hierdurch nicht eher verkompliziert werden und welche Maßnahmen bei allem Schutz von Daten im Falle von immer möglichem Missbrauch überhaupt noch greifen können. Besonders letzte Tatsache lässt Monero den immer wieder auftauchenden Vorwurf des Darknet – Vehikels nicht ganz abschütteln, ist es doch gerade diese Privacy, die eben auch zwielichtige Geschäftemacher für sich zu nutzen wissen.

Vielleicht kann die zweifellos weiter voranschreitende Regulierung des Crypto – Währungsmarktes durch staatliche Behörden hier zukünftig noch verlässlichere externe Eckpfeiler für Nutzer entwerfen und die Gräben zwischen den Crypto – Mitbewerbern in dieser Hinsicht schließen. Dann wäre eine Koexistenz mit jeweils spezifischen Geschäftsfeldern durchaus denkbar.

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Über den Autor

Kathleen Händel

Kathleen Händel

Die studierte Kulturwissenschaftlerin arbeitet seit ihrem Master in den Bereichen Tourismus, für verschiedene Stiftungen und Kommunikationsagenturen. Als freie Texterin fokussiert sie sich auf die Themen Nachhaltigkeit, innovative Entwicklungskonzepte und responsible tourism. Im unternehmenswelt.de Team schreibt sie seit 2018 u.a. über die digitale Evolution durch Bitcoin, Blockchain und deren gesellschaftliche Bedeutungen.

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