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Stückkosten

Mit den Stückkosten meint man die Kosten pro Stück eines Gutes. Im Gegensatz dazu stehen die Gesamtkosten. Stückkosten stellen allgemein Selbstkosten bezogen auf eine Volumen- oder Mengeneinheit dar. In Bezug auf die Kostenträgerrechnung dienen sie z. B. zur Kalkulation der Preisuntergrenze. Wie die meisten Kostenarten lassen sich die Stückkosten in variable und fixe Kosten einteilen.

Zur Ermittlung der Stückkosten gibt es eine einfache Methode. Man addiert die fixen Kosten mit den variablen Kosten und dividiert diese Gesamtkosten durch die Produktionsmenge. Eine andere fortgeschrittenere Methode zur Errechnung ist beispielsweise das Entscheidungsprinzip. Hier werden nur genau die Kosten einem Produkt zugerechnet, die mit der Entscheidung dieses Produkt herzustellen verursacht wurden. An den Stückkosten lässt sich im Gegensatz zum Preis erkennen, ob ein Unternehmen - besonders wichtig kurz nach Existenzgründung - Gewinn erwirtschaftet bei der Produktion oder nicht.

Somit kann man mit Hilfe der Stückkosten auch errechnen, welcher Preis auf dem Markt für das Produkt pro Stück erzielt werden muss, um zunächst einmal für eine vorgegebene Absatzmenge die Kosten zu decken. Demnach sind niedrige Stückkosten (aufgrund von Absatzausweitung oder Kostensenkung) ein Zeichen für die Konkurrenzfähigkeit auf dem Markt. Auf lange Sicht gesehen ist dagegen die Erfahrungskurve ein Indikator, da erfahrene Unternehmen Konjunktureinbrüche immer besser wegstecken.

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