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Scheinselbstständigkeit

Eine Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn man nach einer Existenzgründung als selbstständiger Unternehmer auftritt, obwohl man von der Art der Tätigkeit als Arbeitnehmer einzustufen wäre. Scheinselbstständigkeit löst Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung aus.


Eine Scheinselbstständigkeit kann zum Beispiel vorliegen, wenn man als Unternehmer auf Dauer und im Wesentlichen nur für ein und denselben Auftraggeber tätig ist, wenn man keine Buchführung, kein Marketing usw. betreibt, also nicht unternehmerisch tätig ist. Außerdem wenn man einen festen zugewiesenen Arbeitsplatz und feste Arbeitszeiten hat Ebenfalls scheinselbstständig ist man, wenn andere Arbeitnehmer, die im Unternehmen des Auftraggebers beschäftigt sind, eine ähnliche Arbeit verrichten.

Nach dem Recht der Sozialversicherung gilt man bei einer Scheinselbstständigkeit als Arbeitnehmer (auch wenn das Vertragsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts nicht als Arbeitsverhältnis angesehen wird). In diesem Fall sind dann Beiträge zur Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zu entrichten. Der Arbeitgeber ist bei Aufdeckung der Scheinselbstständigkeit rückwirkend für bis zu 4 Jahre zur Zahlung des Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteils verpflichtet.

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