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Wirtschaftsstimmung in Eurozone erholt sich

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juli gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit acht Monaten geklettert. Der am Donnerstag von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (ESI) erhöhte sich von 73,2 auf 76,0 Punkte.

Brüssel (ddp.djn). Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juli gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit acht Monaten geklettert. Der am Donnerstag von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (ESI) erhöhte sich von 73,2 auf 76,0 Punkte. Volkswirte hatten einen Indexanstieg auf 75,3 erwartet. Für die gesamte Europäische Union (EU) stieg der Indikator zuvor 71,1 auf 75,0 Zähler.

Der Sammelindex zur Wirtschaftsstimmung umfasst die Einschätzung von Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsgewerbe sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung des Einzelhandels in der EU. Für Deutschland kletterte der Index im Juli auf 80,8 Punkte von 77,6 im Vormonat.

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone hat sich dabei den Angaben zufolge im Juli gegenüber dem Vormonat um zwei Punkte auf minus 30 verbessert, für die gesamte Union wurde ein Anstieg um drei Punkte auf ebenfalls minus 30 ausgewiesen. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Indexstand von minus 23 (Vormonat: minus 25) gemeldet. Für die gesamte EU verbesserte sich dieser Index auf minus 21 (minus 23).

Ebenfalls positiv fiel in der Eurozone im Juli der Stimmungsindex für den Einzelhandel aus, der sich um vier Punkte auf minus 13 Zähler erhöhte. Während sich auch der Stimmungsindex für den Dienstleistungssektor auf minus 18 Punkte verbesserte, verharrte der Index für die Bauwirtschaft minus 33 Zählern auf dem Vormonatsstand.

Die im Juli durchgeführte Quartalsumfrage ergab, dass die Kapazitätsauslastung sowohl im Euroraum als auch in der gesamten EU weiter gesunken sein dürfte. Dabei ergab sich für die Eurozone eine Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe von 69,5 Prozent nach 70,3 Prozent im zweiten Quartal. Damit sei ein Allzeittief erreicht worden, hieß es.

(ddp)

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DDP