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Für viele deutsche Unternehmen stellt sich bald die Nachfolgefrage

Existenzgründung basiert nicht nur auf der Neugründung eines Unternehmens

News vom 25. Mai 2010
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Sein eigener Chef sein und die eigenen Ideen verwirklichen - das ist für viele attraktiv. Doch die meisten denken dabei nur an die Gründung eines neuen Unternehmens. Dass die Unternehmensnachfolge auch eine sehr gute Möglichkeit der Existenzgründung darstellt, das bedenken die wenigsten. Vor allem in den nächsten vier Jahren werden sich in diesem Bereich viele Möglichkeiten eröffnen, so das Institut für Mittelstandsforschung.

Das IfM in Bonn schätzt seit Beginn der 90er Jahre die Anzahl der anstehenden Unternehmensübertragungen in Deutschland. Eine neue Methodik der Schätzung sowie neue Datenquellen zeigen jetzt, dass sich zwischen 2010 und 2014 circa 110.000 Familienunternehmen um eine Unternehmensnachfolge kümmern müssen. Von diesen Unternehmensübergaben werden pro Jahr ungefähr 287.000 Beschäftigte betroffen sein. Übergaben von Unternehmen stehen immer dann an, wenn der Eigentümer aus der Führung seines Unternehmens krankheits- oder altersbedingt ausscheidet oder verstirbt. Die Schätzungen des IfM geben als häufigsten Übergabegrund den Ruhestand an (86%). Der Tod  (10%) oder die  Krankheit des Eigentümers (4%) sind auch oft die Gründe, warum ein Unternehmen übergeben werden kann.

Eine Unternehmensnachfolge kann zum Teil sehr lukrativ sein. Zum einen kann der zukünftige Eigentümer die vorhandene Substanz, das Leistungsangebot, den Markt und den bereits existierenden Kundenstamm nutzen. Zum anderen kann, durch eine gute Übergabe, auch eine verlustreiche Anlaufphase vermieden werden. Natürlich besteht immer die Gefahr, dass die bereits vorgegebenen Strukturen und die Prägung durch den Vorinhaber Schwierigkeiten bereiten. Jeder Existenzgründer sollte daher gründlich überlegen, inwieweit Produkte, Leistungen und Strukturen wirklich übernommen werden sollten und welche Chancen die Übernahme wirklich hat.

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